Donnerstag, 28. Februar 2008

Nachdem ich gestern kaum auftreten konnte, hab ich mir Diclofenac-Salbe besorgt und über Nacht einen fetten Salbenverband aufgelegt. Heute morgen ging es schon wieder recht gut, und zumindest das normale Gehen verlief schmerzfrei.

Bei der Physiotherapie hab ich dann noch mal genau den Verlauf geschildert. Sie hat sich durch die Muskeln gearbeitet und tatsächlich den Übeltäter gefunden. Das Gute zuerst: Der von mir schon heimlich vermutete und hoch gefürchtete Muskelfaserriss wurde ausgeschlossen.

Es handelt sich hierbei um den muskulus gastrocnemius, der ein bischen Ärger macht, weil er sich etwas verknotet und damit verkürzt hat.
Sehr erbaulich ist die Aussage bei wikipedia: Bei Schlachttieren ist der Muskel Teil der Unterschale. Also was man doch manchmal so isst!

Ich bin aber guter Dinge, daß ich am Wochenende wieder laufen kann. Heut laß ich`s aber ausfallen und gehe nur schwimmen. Werd`s überleben!

Mittwoch, 27. Februar 2008

Heute morgen mit dem Mountainbike zur Arbeit. Natürlich nicht auf direktem Weg, sondern über Umwege. Gesamtstrecke 35 km. Die dicken Profilreifen kleben ganz schön am Asphalt. Da wird`s ja am Wochenende nur so gleiten, mit`m Flitzer.
Als ich von der Massage kam, waren die Schmerzen fast wie weggeblasen. Die Physiotherapeutin war doch sichtlich erschrocken, über soviel verhärtete Muskulatur. Hat gute Arbeit geleistet. Am frühen Abend dann sind wir zur 21 km-Runde aufgebrochen. Diesmal mit Matti, das etwas höhere Tempo hat Spaß gemacht. Bis km7 ging alles wolkenweich und schmerzfrei. Dann kam das Ziepen in der Wade wieder.

War`n toller Lauf ansich, leider für die Wade überhaupt nicht gut. Nun muß ich schaun, was wird. Nächster Massagetermin erstmal morgen. Laufpause wäre ganz dumm, ich muß beginnen, lange Läufe zu machen.

Dienstag, 26. Februar 2008

Heute war irgendwie ein bischen die Luft raus, deshalb habe ich kein Techniktraining gemacht, bin ausschließlich Strecke geschwommen. Und war so richtig weg dabei. Die Kacheln auf dem Schwimmbadboden kamen mir plötzlich vertraut vor. Irgendwie das Gefühl, zu Hause zu sein. Klingt wohl sehr abgefahren. Ist aber alles in Ordnung mit mir ;-) Nach 1600 m bin ich noch für 10 min in den warmen Wirepool.

Das Schwimmen und die anschließenden Wellnessminuten scheinen meiner Wade gutgetan zu haben.

Montag, 25. Februar 2008

Duathlon-Premiere - oder Kathrin beim Plätzchen backen

Ich springe aus dem Bett, teste die Wade. Die gibt mir grünes (na ok, sagen wir mal gelbgrünes) Licht, ein bischen Dehnen, ach, geht schon. Auch der Hintern wird jeden Tag besser und so sitze ich Punkt 7 hinterm Steuer, mein MTB im Gepäck in Richtung Grunewald.

Was ich hier sehe, läßt mich erahnen, daß das mit den im Blogtitel beschriebenen kleinen Brötchen heute wohl zutreffen wird. Ok, mein Rad ist auch so schön wie das der Anderen ;-) - aber ich habe kein Radtrikot mit dem Logo irgendeines bekannten Tria-Clubs..., keine solche Tria-Schuhe... - na ja, für mich ist es wichtig, Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig ne schöne knackige Trainingseinheit zu absolvieren.


Nach der Wettkampfbesprechung gehts auf die erste kleine Laufrunde, 3 km lang, die ich mit gebremstem Schaum im Wissen auf das, was kommen wird, in irgend was mit 14 min absolviere.
Ach ja, ich erwähnte noch gar nicht, daß es sich um eine sehr anspruchsvolle Crossstrecke handelt, Wurzeln, Steine, Berge (diese liegen im Auge des Betrachters, für mich waren`s welche), loser Sand...

Mit einer noch recht guten Position ging ich auf`s Rad. Was hier geschah, war für mich sagenhaft. Es wurde wie wahnsinnig die Crossstrecke gebrettert, nein, das ist wohl nix für mich. Wenn es bergab ging, hab ich viel zu viel gebremst, ich bin halt nicht so wahnsinnig. Außerdem gab es in der Runde, die 4 x zu fahren war, einen fiesen, fiesen langen Anstieg und einen kurzen sandigen. Kurz und gut: an den Anstiegen ließ ich Kräfte ohne Ende und an den Abfahrten bremste ich mich selber aus. So kam ich schon als Vorletze in die Wechselzone. Die anschließende Laufstrecke machte Spaß, jedoch forderten die Radkilometer ihren Tribut und auch die Wade zickte.


Also: Brötchen hab ich nicht gebacken, nicht mal kleine. Es waren Plätzchen. Ich habe es als sauhart empfunden, aber es hat trotzdem tierisch viel Spaß gemacht.

Und morgen hol ich mir nen Massagetermin.

Sonntag, 24. Februar 2008

Der erste "Lange" - na ja, sagen wir "Längere"

Den Lauf in Forst hatte ich ja wegen "Arschbackenproblemen" gecancelt, dennoch wollte ich nicht faulenzen, sondern den ersten langen Lauf seit November heute absolvieren. Und man glaubt es kaum: irgendwie freute ich mich sogar auf diesen sonst ungeliebten "Long Slow Distance" - Lauf. Es lief recht gut an, ein bischen schwer vielleicht, wenn`s etwas bergauf ging, aber ich war guter Dinge - bis mich plötzlich, und aus heiterem Himmel, während bester Läuferlaune, ein stechender Schmerz in der linken Wade ereilte. Konnte ich mir überhaupt nicht erklären. Immer, wenn ich über den Fußballen abrollte, stach es in der Wade. Ich ging ein Stück, dehnte etwas und konnte, wenn auch mit leichten Schmerzen, weiterlaufen. Ich vermute die Ursache in einer völlig verhärteten Wadenmuskulatur. Die Schmerzen waren mal besser, mal schlechter, je nach Wegbeschaffenheit. So kam es, daß ich mich zeitweilig bei jedem Schritt von der schmerzhaften rechten Pobacke über die schmerzende linke Wade hangelte. Konditionell hätt ich gut und gerne noch was nachlegen können. So aber beließ ich es bei den geplanten 27 km. Über eine Teilnahme am morgigen Duathlon entscheide ich morgens nach dem Aufstehen. Jetzt gehts erst mal mit fett Sportcreme am Bein ins Bettchen.

Freitag, 22. Februar 2008

Es "läuft" schwer an...

In Österreich ein paar Morgenläufchen zu machen, gestaltete sich schwieriger, als gedacht. Der Skibus fuhr um 9 Uhr, vorher in die Klamotten pellen, Frühstück um 8 Uhr, zuvor noch Duschen bei 2 Duschen auf dem Gang, ein Lauf nach Sonnenaufgang... na ja, es war jedenfalls nicht so einfach, das zu koordinieren. Nichts desto trotz habe ich mich wenigstens an einem Tag vor Sonnenaufgang auf den Weg gemacht. Da wir auf einer Alm übernachteten, ging es mit 13 % Steigung bzw. Gefälle gleich ordentlich zur Sache. Mein Steißbein, von den "Arschlandungen" beim Snowboarden arg in Mitleidenschaft gezogen, bereitete mir gerade beim Bergablaufen durch die Stauchungen ziemliche Schmerzen. Aber ich wollte eh nur die Beine etwas lockern und ihnen kundtun, daß sie demnächst lauftechnisch wieder gefordert werden.



Am Mittwoch kamen wir Abends zurück nach Hause, dort veranstalteten wir mit allen Mitreisenden noch einen zünftigen Apres-Ski, so daß sich Training in jeglicher Weise an diesem Tag auch erledigt hat. Donnerstag sollte es dann mit einem Lauf wieder starten. Doch auch hier rumpelten diverse Termine dazuwischen und ich war erst Abends um 21:30 daheim. Also wirds ein Morgenlauf am Freitag...

... was vielleicht auch besser ist, damit mein Hintern (nein, nun nicht mehr das Steißbein, nun die rechte Pobacke, mit der ich das Steißbein für die restlichen Tage geschont haben) noch etwas Zeit zur ERholung hat. Die Kilometer liefen zäh, der Hintern tat mit jedem Schritt weh, es war einfach nicht die gewohnte Lockerheit zu spüren. Deshalb habe ich beschlossen, den geplanten 25-Km-Wettkampf in Forst morgen nicht zu laufen. Ich werde stattdessen meinen geschundenen Kadaver gemächlich etwa 30 km durch die heimischen Wälder schieben, das ist sicher sinnvoller. Denn den Wettkampf würde ich nicht annähernd befriedigend bestreiten können. Und das muß ich dann auch nicht haben.