Donnerstag, 30. Oktober 2008
Wut im Bauch und Power in den Beinen
Die Finanz- und Wirtschaftskrise erfasst natürlich und gerade auch die Stahlindustrie und so gab es heute auch bei uns schlechte Nachrichten. Mit einer gehörigen Wut im Bauch habe ich deshalb heute meine 5 x 3000m im Marathontempo -10-20 sec (so war es jedenfalls gefordert) abgerissen. Beim Einlaufen mit Anett spielte wohl schon das Adrenalin verrückt, denn sie musste mich zur Disziplin ermahnen, langsam zu laufen. Nach 2,8 km gings dann los - und wie es ging, mit dieser Wut. Ja, das kann ich, in solch einem Zustand bin ich 2005 in Duisburg beim HM Bestzeit gelaufen. Das Negativtempo konnte ich zwar nicht in dem Maße durchziehen, aber -3 bis -11sec waren immer drin. Die letzten 1,5 Intervalle taten dann aber schon ein kleines bischen weh. Durch die Runden, die wir liefen, tangierten wir uns einige Male, die Kommunikation wurde aber von Mal zu Mal knapper ;o). Danach noch 2 km zusammen auslaufen - macht in der Summe heute für mich 22 Kilometer. Danach war ich in der passenden Stimmung und hab meinen Chef angerufen. Nun geht`s mir wieder besser! Alles wird gut!
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Gut gedopt ist halb geschwommen
Erik hat mir "Vom Junkie zum Ironman" besorgt, und weil er den Film morgen schon wieder abgeben muß, gabs heute einen Familiennachmittag und zum ersten Mal haben sich meine Männer für meinen Sport interessiert... (so Fragen wie: ist immer erst schwimmen, dann Rad und dann laufen? ;o)) Und auch wenn Schwimmen in diesem Film eigentlich komplett zu kurz kam, hatte ich beim anschließenden Schwimmtraining ein Wassergefühl, wie ich es noch nie während meines mittlerweile fast einjährigem Schwimmtrainings hatte. Es war so richtig geil, nur die beschlagene Brille forderte nach 1500 m eine kurze Pause. Die folgenden 1000 m bin ich dann mit dem Pullbuoy geschwommen und habe die Schlagzahl erhöht. Saugeil wars heute, kurz vor 22 Uhr bin ich als Letzte aus der Halle raus.
Kleiner Nachtrag noch: zwischen Film und Schwimmbad hab ich noch die lt. Trainingsplan geforderte halbe Stunde Athletik gemacht, ich finde das erwähnenswert ;o)
Kleiner Nachtrag noch: zwischen Film und Schwimmbad hab ich noch die lt. Trainingsplan geforderte halbe Stunde Athletik gemacht, ich finde das erwähnenswert ;o)
Dienstag, 28. Oktober 2008
Umschmiss die Zweite
Heute morgen klicke ich den Garmin aus der Ladestation und schmeiße ihn in die Sporttasche zu den anderen Laufsachen für das Intervalltraining 5 x 3000 m heute nach der Arbeit. Mit Anett treffen wir uns um 15:45 an der Inselhalle, wollen uns zusammen einlaufen, dann jeder sein Ding abreißen und anschließend noch gemütlich austraben. Ich will meinen Garmin einschalten - nix. Akku komplett leer. Beim Umdrehen seh ich das Dilemma: ein Kontakt ist wieder einmal komplett eloxiert. Und das verhindert das Laden. Super. Wie soll ich da ein Intervalltraining vernünftig gestalten. Geht nich... Ok, die eine Runde ist 3200 m lang, die andere 2000 - kann ich mir also aussuchen und nach meiner normalen Stopuhr, die ich auch im Alltag trage, laufen. Nach dem Einlaufen will ich diese starten: Fehlanzeige. Nix is, auch sie streikt. Ich freunde mich bereits mit dem Gedanken an, mit Anett die Intervalle mitzulaufen, ist ja auch nicht sooo langsam, aber dann entschließen wir uns Beide für einen 14km Genusslauf in den Abend hinein, hinaus aus der Stadt und in die Wälder. War auch schön, oder eigentlich viel schöner. Das Tempotraining wird nachgeholt - am Donnerstag. Was muß, das muß. Der Garmin ist schon freigekratzt und hängt an der Ladestation.
Montag, 27. Oktober 2008
Plan-Umschmiss
Eigentlich habe ich Recom-Woche. Blödsinn ;o)... Na ja, eigentlich nicht, aber am 8. November möchte ich einen Halbmarathon laufen, und den möglichst ausgeruht, soll er doch der Standortbestimmung dienen, und nicht nur das, das Ergebnis soll darüber entscheiden ob Bertlich oder nicht. Soll heißen: Bertlich-Marathon nur, wenn die HM-Zeit auf eine Bestzeit schließen läßt. Meine 10er-Zeit macht es mir nicht leicht, Daniels sagt 3:26.... aaaaber eher blablabla 3:32. Dankeschön, aber das hab ich schon ;o)
Also, um eine vernünftige HM-Zeit abzuliefern, die dann auch PB sein müsste, möchte ich ausgeruht sein und deshalb werde ich die Recom-Woche um eine solche nach hinten verschieben und diese Woche noch einmal das Programm von letzter Woche durchziehen. Das hatte ich ja eh nur mit halbem Ar*** gemacht, wegen des Zehners.
Heute wollt ich Fenster putzen, aber dann haben wir, als ich nach Hause kam, Winterurlaubsplanung gemacht, dann war ich mit dem Hund - darüber wurde es dunkel - na ja, Wohnzimmer und Diele habe ich ja trotzdem geschafft, dann eben im Dunkeln. Der Rest muß halt warten bis zum nächsten Ruhetag... ;o) Ja, mein Haus hats auch nicht leicht mit mir. Und weil ich darüber hinaus nun noch eine Menge freier Energie hatte, hab ich mich auf die Warteliste des ausgebuchten Untertagemarathons am 6. Dezember setzen lassen. Hat nicht genug wehgetan, letztes Jahr! Einmal doof - immer doof - ist eben so!
Also, um eine vernünftige HM-Zeit abzuliefern, die dann auch PB sein müsste, möchte ich ausgeruht sein und deshalb werde ich die Recom-Woche um eine solche nach hinten verschieben und diese Woche noch einmal das Programm von letzter Woche durchziehen. Das hatte ich ja eh nur mit halbem Ar*** gemacht, wegen des Zehners.
Heute wollt ich Fenster putzen, aber dann haben wir, als ich nach Hause kam, Winterurlaubsplanung gemacht, dann war ich mit dem Hund - darüber wurde es dunkel - na ja, Wohnzimmer und Diele habe ich ja trotzdem geschafft, dann eben im Dunkeln. Der Rest muß halt warten bis zum nächsten Ruhetag... ;o) Ja, mein Haus hats auch nicht leicht mit mir. Und weil ich darüber hinaus nun noch eine Menge freier Energie hatte, hab ich mich auf die Warteliste des ausgebuchten Untertagemarathons am 6. Dezember setzen lassen. Hat nicht genug wehgetan, letztes Jahr! Einmal doof - immer doof - ist eben so!
Sonntag, 26. Oktober 2008
Platt
Ich hatte mal wieder nur die Rennerei im Kopf und habe die wirklich schönsten Dinge, die der gestrige Wettkampf noch so mit sich brachte, völlig unterschlagen. Wie gut, daß Anett wenigstens darüber berichtete.
Die heute gewonnene Stunde habe ich meinem Haushalt geschenkt und noch eine weitere dazu, muß ja auch mal sein. Gegen 10:30 bin ich dann aber bei herrlichem Sonnenschein losgetrabt - Große Ausdauereinheit, 2 Stunden laufen (es wurden 2:15) durchs herbstliche Schlaubetal. Nach 1:45 war ich ziemlich alle, der gestrige Zehner forderte wohl doch seinen Tribut.
Zu Hause war alles vorbereitet, Rolle, Notebook mit DVD, Kopfhörer - locker treten zu meinem Lieblings-Zweiteiler (nein, nix zum Anziehen, ein Film) ging dann aber wieder. Zumindest die erste Stunde. Nach 1,5 Stunden war ich erlöst, Film alle und darüber war ich überhaupt nicht böse. 3:45 sollten genügen. Morgen ist Ruhetag, den hab ich nun auch nötig - und meine Fenster auch, die müssen nämlich geputzt werden.
Die heute gewonnene Stunde habe ich meinem Haushalt geschenkt und noch eine weitere dazu, muß ja auch mal sein. Gegen 10:30 bin ich dann aber bei herrlichem Sonnenschein losgetrabt - Große Ausdauereinheit, 2 Stunden laufen (es wurden 2:15) durchs herbstliche Schlaubetal. Nach 1:45 war ich ziemlich alle, der gestrige Zehner forderte wohl doch seinen Tribut.
Zu Hause war alles vorbereitet, Rolle, Notebook mit DVD, Kopfhörer - locker treten zu meinem Lieblings-Zweiteiler (nein, nix zum Anziehen, ein Film) ging dann aber wieder. Zumindest die erste Stunde. Nach 1,5 Stunden war ich erlöst, Film alle und darüber war ich überhaupt nicht böse. 3:45 sollten genügen. Morgen ist Ruhetag, den hab ich nun auch nötig - und meine Fenster auch, die müssen nämlich geputzt werden.
Samstag, 25. Oktober 2008
Vielen Dank Herr Fürst von Pückler...
... für diesen wundervollen, läuferfreundlichen Branitzer Park!
Vor zwei Jahren habe ich bereits an diesem tollen 10km-Lauf teilgenommen, damals habe ich mir vergeblich die Zähne an dieser verdammten 45 aus gebissen - 45:01 war damals mein offizielles Ergebnis, auf das ich aber durchaus stolz war. Aber ich hatte die 44 vor dem Doppelpunkt, die ich so lange herbeisehnte, knapp verpasst.Im letzten Jahr bedauerte ich es dann sehr, hier nicht starten zu können, die Strecke ist schön zu laufen, sehr kurzweilig, 85 Prozent auf Wald- bzw. Parkboden und durchaus bestzeitentauglich. Aber unser Schlaubetalmarathon fiel auf den gleichen Tag. In diesem Jahr zeigten sich die Cottbusser kulant und verlegten ihren Lauf kurzerhand eine Woche nach hinten.
Meine persönliche 10er Bestzeit kannte ich nicht wirklich. Im Oktober 2006 jene 45:01 und dann im März des Folgejahres eine 44:08 - geht gar nicht, nicht mehr in meinem Leistungsniveau und schon gar nicht im zeitigen Frühjahr nach dem Wintertraining. Damals zeigte mir mein Garmin auch eine eindeutig zu kurze Strecke an und hochgerechnet ergab das dann eine Zeit von 44:40, welche ich fortan zu meiner PB erklärte und welche es für mich zu unterbieten galt. In Berlin vor zwei Wochen war es mir mit 44:51 leider nicht gelungen.
Da ich mir die Messlatte immer gern etwas höher lege, erklärte ich vor dem Lauf unter Zeugen (Anett), daß ich eine 44:30 laufen möchte und das nur dies für mich eine neue Bestzeit darstellt.
Kalt wars heute morgen, 6 Grad, aber ich entschied mich für kurz (hatte gar nix anderes mit). Beim Einlaufen um den See wollte mir aber nicht recht warm werden. So hatte ich auch die ersten zwei Kilometer arg zu tun, die Beine auf Betriebstemperatur zu bringen, die Pace war aber ok. An Kilometer 4 erspähte ich etwa 50 m vor mir direkte Konkurenz, gelbes Shirt, schwarzer Zopf - die hol ich mir! YES - bei Kilometer 6 hab ich sie und etwa 100 bis 150 m vor mir tanzte der nächste Zopf, diesmal in weißem Shirt. Nachdem ich das potentielle Opfer anvisiert und den Kilometer 6 mit 26:50 passiert hatte, bekam ich Gehirnmatsche und begann bekloppterweise irgend eine Schwachsinn zu rechnen - kam letztlich zu dem Schluß, daß, wenn ich jetzt sogar 5 min pro Kilometer bräuchte, ich eine unreelle Zeit hinlegen würde... bis mich das Kilometerschild mit der roten 7 aus dem Wahn erlöste.
Rechnen und Laufen passen bei mir halt nicht zusammen. Weißen Zopf mit schwarzem Shirt - oder war es umgekehrt - hin oder her, ich kam nicht mehr ran, an die (wie ich hinterher hörte 17-jährige) Läuferin aus Cottbus. Mit Platz zwei in der Gesamtwertung (von 31) und Platz eins in der Ak und einer persönlichen (Punktlandungs)Bestzeit von 44:29 bin ich sauglücklich! Das Auslaufen mit Anett, die ebenfalls Bestzeit gelaufen ist und Dieter rundete die Sache ab!
Meine Kampfansage für 2009: ich will eine 43 vor dem Doppelpunkt!
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Die Sonne strahlt...
... heute den ganzen Tag, so, als wolle sie sich entschuldigen, für den Ausrutscher gestern. Und so, als wolle sie sagen: Saug ihn noch einmal ein, diesen schönen Herbsttag, ein paar Blätter hat der Wind noch an den Bäumen gelassen, nicht mehr lange, und dann sind auch sie verschwunden.
Und das tat ich auch. Nach der Arbeit hatte ich so richtig Lust, mich noch einmal aufs Rad zu setzen und über die Landstraßen zu rollen. Aber der Wind war recht frisch und es wird gegen Abend dann doch recht rasch kühl. So entschied ich mich dann doch für den Lauf, der ja auch im Plan stand. Allerdings machte ich aus geforderten 75 min dann nur 45, denn ich möchte doch ausgeruht am Samstag an der Startlinie stehen. Es wurde noch recht aufregend unterwegs, denn einem älteren Ehepaar war ihr großer schwarzer Hund weggelaufen und ich versprach, die Augen offen zu halten. Sie haben ihn dann selbst gefunden, waren aber so freundlich und warteten auf mich, bis ich zurückkam, nicht, daß ich umsonst weitersuche - hätt ich nicht ;o)
Im Anschluß an den Lauf noch eine halbe Stunde Athletik und Streching, dann Hausarbeit und nun Couch. Komisch, die Kinder kommen immer weniger heim, ich hab plötzlich so viel Zeit übrig, vielleicht sollte ich anfangen zu stricken ;o))
Und das tat ich auch. Nach der Arbeit hatte ich so richtig Lust, mich noch einmal aufs Rad zu setzen und über die Landstraßen zu rollen. Aber der Wind war recht frisch und es wird gegen Abend dann doch recht rasch kühl. So entschied ich mich dann doch für den Lauf, der ja auch im Plan stand. Allerdings machte ich aus geforderten 75 min dann nur 45, denn ich möchte doch ausgeruht am Samstag an der Startlinie stehen. Es wurde noch recht aufregend unterwegs, denn einem älteren Ehepaar war ihr großer schwarzer Hund weggelaufen und ich versprach, die Augen offen zu halten. Sie haben ihn dann selbst gefunden, waren aber so freundlich und warteten auf mich, bis ich zurückkam, nicht, daß ich umsonst weitersuche - hätt ich nicht ;o)
Im Anschluß an den Lauf noch eine halbe Stunde Athletik und Streching, dann Hausarbeit und nun Couch. Komisch, die Kinder kommen immer weniger heim, ich hab plötzlich so viel Zeit übrig, vielleicht sollte ich anfangen zu stricken ;o))
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Regen den ganzen Tag
Soll er doch, von mir aus. Ich bin froh, daß ich die Laufeinheiten an den vergangenen schönen Tagen gemacht habe, obwohl ich kein Schönwetterläufer bin und es durchaus reizvoll finde, durch den Regen zu traben. Aber so ist`s auch nicht schlecht.
Weil Ferien sind, brauch ich vor 8 gar nicht in die Schwimmhalle. Und selbst um diese Zeit ist es unmöglich, eine freie Bahn zu bekommen, ja nicht einmal, sich noch irgendwo einzuklinken, da es übermäßig voll ist. Ok, geh ich eben nebenan ins Nichtschwimmer, wenn ich dort quer schwimme, dann ist eine Bahn 20 m lang. Na ja, besser als nix.
Es schwimmt sich gut, irgendwie habe ich heute ein gutes Wassergefühl und während ich so vor mich hinschwimme, kommen mir unweigerlich die vielen Stunden vor fast genau einem Jahr in den Sinn, in denen ich an genau der selben Stelle ums Überleben und um jeden gekraulten Meter kämpfte - oder was ich dafür hielt. Erst gegen 20:45 hatte ich das Bad dann plötzlich wie auf einen Schlag ganz für mich allein. Ich hatte es allerdings verpasst, vorher was Kleines zu essen, deshalb trieb mich dann der Hunger nach Hause. Gut war`s.
Weil Ferien sind, brauch ich vor 8 gar nicht in die Schwimmhalle. Und selbst um diese Zeit ist es unmöglich, eine freie Bahn zu bekommen, ja nicht einmal, sich noch irgendwo einzuklinken, da es übermäßig voll ist. Ok, geh ich eben nebenan ins Nichtschwimmer, wenn ich dort quer schwimme, dann ist eine Bahn 20 m lang. Na ja, besser als nix.
Es schwimmt sich gut, irgendwie habe ich heute ein gutes Wassergefühl und während ich so vor mich hinschwimme, kommen mir unweigerlich die vielen Stunden vor fast genau einem Jahr in den Sinn, in denen ich an genau der selben Stelle ums Überleben und um jeden gekraulten Meter kämpfte - oder was ich dafür hielt. Erst gegen 20:45 hatte ich das Bad dann plötzlich wie auf einen Schlag ganz für mich allein. Ich hatte es allerdings verpasst, vorher was Kleines zu essen, deshalb trieb mich dann der Hunger nach Hause. Gut war`s.
Dienstag, 21. Oktober 2008
Zuviel gewollt und abgeschossen
Die 5 x 3000 m im bekloppten Tempo geisterten mir bereits seit einigen Tagen im Kopf herum, denn ich finde das ganz schön heftig. Und dann ausgerechnet heute, nach dem gestrigen Kanten von erst 23 km Laufen und anschließend geschätzten 48 km Rolle.... Na ja, ging wohl in die Hose... ;0)
Nach dem 2. Intervall war die Luft raus, ich werde ja am Samstag noch einen 10er Wettkampf laufen, da hol ich mir dann die restlichen TempoKilometer und noch einen als Strafe dazu.
Auf dem Rückweg lächelte mich vom Baum ein knallroter Apfel an und zur Belohnung hab ich mir den dann noch gegönnt, bevor ich die restlichen 2 Kilometer nach Hause getrabt bin. Reue? Nö! Bin kaput wie nach dem Soll - von daher ist`s ok.
Nach dem 2. Intervall war die Luft raus, ich werde ja am Samstag noch einen 10er Wettkampf laufen, da hol ich mir dann die restlichen TempoKilometer und noch einen als Strafe dazu.
Auf dem Rückweg lächelte mich vom Baum ein knallroter Apfel an und zur Belohnung hab ich mir den dann noch gegönnt, bevor ich die restlichen 2 Kilometer nach Hause getrabt bin. Reue? Nö! Bin kaput wie nach dem Soll - von daher ist`s ok.
Schlaubetal-Marathon 2008
Der Schlaubetal-Marathon gehört zu meinem Leben, mehr, als zu meinem Weg vom Läufer zum Triathleten, und darum - HIER gibts einen (diesmal nur kleinen) Bericht.
Montag, 20. Oktober 2008
Ein Stück vom Paradies
Das ich Freitag und Samstag nicht zum Trainieren kommen würde, war ja klar. Aber eigentlich wollte ich dann gestern die Ausdauereinheit des Marathon-Trainingsplanes durchziehen. So gegen Nachmittag, hatte ich mir gedacht, wenn die Aufräumarbeiten beendet sind.Na ja, nun ging die Party bis 2 Uhr, das Aufräumen am Sonntag bis 14:00 und nachdem ich was gefuttert hatte und nur eine halbe Stunde die Beine hochpacken wollte, war`s dann geschehen... ich wollte nicht mehr! Der Schweinehund hat zugeschlagen! Könnte man meinen. Nee, ich habe ganz einfach nur meine Trainingseinheit von Montag auf Sonntag vorgezogen... ;o) Den Ruhetag ;o) Nachdem ich mich dann ein bischen ausgeruht hatte, hab ich mich um meinen seit 4 Tagen verlotterten Haushalt gekümmert - was sein muß, muß sein.
Da ich aber diese lange Trainingseinheit in der Marathon-Vorbereitung für wichtig halte (obwohl ich am Samstag sicher auch mindestens einen HM gelaufen bin), habe ich dann die Einheit heute nachgeholt, obwohl man das ja eigentlich nicht soll. Aber mich zog es sowieso hinaus bei diesem goldigen Herbstwetter - in mein Schlaubetal - und zwar in den Teil, der nicht in den Marathon integiert ist, der fast nur mir allein und manchmal ein paar verirrten Wanderern gehört. Na ja, das stimmt sicher nicht, aber ich habe das Gefühl, weil ich noch nie einer Menschenseele in diesem Stück Schlaubetal begegnet bin. Hier wird das Laufen zum Hochgenuss.


Obwohl ich mindestens schon 20 mal hier entlang gelaufen bin, habe ich noch niemals dieses Grab hier mitten im Wald entdeckt. Sachen gibts...


Nach 2 Stunden und 9 Minuten sitze ich dann zu Hause auf der Rolle, Laptop mit DVD im Innern hatte ich vorher bereits vorbereitet und so ging es zum "Goldenen Kompass" dann noch für weitere 1:50 h auf die Rolle. Trotz Ablenkung durch den Film war es dann in der letzten Stunde doch mächtig hart.Eigentlich stehen Morgen 5 x 3000m im Marathontempo minus 10-20sec an, aber das sollte man ausgeruht machen - ich denke, das wird morgen nix. Mal schauen, wenn das Wetter schön ist, werd ich noch ne Runde mit dem Rad in die schönen bunten Natur starten. Schwimmen wäre sicher besser, aber da Ferien sind, wird es schwierig, eine Bahn zu ergattern und Abends, wo die Chance bestünde, wollen wir den Marathon auswerten. Ja, nicht so einfach mit der Freizeit ;o)
Freitag, 17. Oktober 2008
Der Countdown läuft...
... für die zweite Auflage unseres Schlaubetal-Marathons. Immerhin bin ich heute schon eine Stunde eher zu Hause, als im vergangenen Jahr. Und die Probleme, die wir im letzten Jahr hatten, hatten wir allesamt auch nicht.
Aaaaber: Es gibt so Sachen, die gibt es gar nicht... ;o) Mal schauen, was uns morgen dann so wundersames erwartet. Sport frei!
Aaaaber: Es gibt so Sachen, die gibt es gar nicht... ;o) Mal schauen, was uns morgen dann so wundersames erwartet. Sport frei!
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Wenn du nicht mehr spürst, daß du läufst
Wenn dich während des Laufens völlig unerwartet ein totales Glücksgefühl durchströmt, du nicht mehr spürst, das du läufst, du eins bist mit allen Dingen, die um dich herum sind, dem feuchten Hebstlaub, der Musik in deinen Ohren, dem Geruch des Waldes und dem Wind in deinem Gesicht - dann hast du wahrscheinlich das seltene Erlebnis eines Runners High.
Zum ersten und einzigen Mal habe ich das im kalten Winter 2005/2006 erlebt, als ich an der zugefrorenen Oder in den Sonnenaufgang hineingelaufen bin. Und dann eben heute, an diesem sonst so hektischen Tag...
Die Vorbereitungen des Schlaubetal-Marathon laufen auf Hochtouren und deshalb kam ich nicht drum herum, meine Laufschuhe zu schnüren, als die Abenddämmerung bereits einsetzte. In die Stadt wollte ich nicht, da ist zwar Licht, aber ich wollte mir heute ein wenig den Kopf freilaufen und dazu taugen keine Ampeln, kein Autolärm, keine beleuchteten Schaufenster. So hab ich den Radweg hinaus aus meinem Dorf in Richtung Schlaubetal gewählt, den kann ich auch ohne Stirnlampe laufen.
Eigentlich steht heute eine CAN do-Einheit von 45min an, da ich aber in den nächsten 2 Tagen nicht dazu kommen werde, zu trainieren, habe ich diese mit der morgigen MUST-Einheit getauscht. 75 min mit 3 Steigerungen. Na ja, was soll ich sagen, es läuft schleppend an, ich finde nicht so recht ein Tempo, bei dem ich mich wohlfühle, die doofen Intervalle vom Montag haben meinen Laufrythmus irgendwie durcheinandergebracht. Aber irgendwann dann, ja, irgendwann hat dann alles gepasst. Leider ist es in dem Moment, in dem du realisierst, was da gerade mit dir passiert, auch schon wieder in dieser höchsten Intensität vorbei. Aber auch der Rest des Laufes war das, was man im allgemeinen "verdammt geil" nennen könnte.
Den nächsten Sport im eigentlichen Sinne gibts für mich erst wieder am Sonntag Abend. Obwohl das, was die nächsten 2 Tage folgen wird, ja durchaus auch unter Ausdauertraining zählen dürfte ;o)
Zum ersten und einzigen Mal habe ich das im kalten Winter 2005/2006 erlebt, als ich an der zugefrorenen Oder in den Sonnenaufgang hineingelaufen bin. Und dann eben heute, an diesem sonst so hektischen Tag...
Die Vorbereitungen des Schlaubetal-Marathon laufen auf Hochtouren und deshalb kam ich nicht drum herum, meine Laufschuhe zu schnüren, als die Abenddämmerung bereits einsetzte. In die Stadt wollte ich nicht, da ist zwar Licht, aber ich wollte mir heute ein wenig den Kopf freilaufen und dazu taugen keine Ampeln, kein Autolärm, keine beleuchteten Schaufenster. So hab ich den Radweg hinaus aus meinem Dorf in Richtung Schlaubetal gewählt, den kann ich auch ohne Stirnlampe laufen.
Eigentlich steht heute eine CAN do-Einheit von 45min an, da ich aber in den nächsten 2 Tagen nicht dazu kommen werde, zu trainieren, habe ich diese mit der morgigen MUST-Einheit getauscht. 75 min mit 3 Steigerungen. Na ja, was soll ich sagen, es läuft schleppend an, ich finde nicht so recht ein Tempo, bei dem ich mich wohlfühle, die doofen Intervalle vom Montag haben meinen Laufrythmus irgendwie durcheinandergebracht. Aber irgendwann dann, ja, irgendwann hat dann alles gepasst. Leider ist es in dem Moment, in dem du realisierst, was da gerade mit dir passiert, auch schon wieder in dieser höchsten Intensität vorbei. Aber auch der Rest des Laufes war das, was man im allgemeinen "verdammt geil" nennen könnte.
Den nächsten Sport im eigentlichen Sinne gibts für mich erst wieder am Sonntag Abend. Obwohl das, was die nächsten 2 Tage folgen wird, ja durchaus auch unter Ausdauertraining zählen dürfte ;o)
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Große Ereignisse...

... werfen ihre Schatten voraus ;o) Nach der Arbeit mit dem seit gestern voll mit Schildern beladenen Bulli zum Verein gefahren, alles abgeladen, sonstigen Kram ausgeladen, mit Falk, Jens, Thomas, Jörg, Anett und Bianka die vorbereiteten Startnummerntüten mit Startnummern und sonstigen schnuckligen Dingen befüllt und um 20:30 Uhr dann endlich im Wasser.
Der Vorteil: die letzte halbe Stunde gehörte das Schwimmbad mir allein. Reine Trainingszeit 75 min. Ein langer Tag - aber ich habs ja so gewollt ;o)Dienstag, 14. Oktober 2008
Gehasst und geliebt...
... werden sie von mir, diese Intervall-Trainingseinheiten. Heute standen 6 x 2000 m im Marathontempo minus 10 bis 20 sec und dazwischen kurze 400 m Trabpause an. Die Beine fühlten sich frisch an, ohne Nachwirkungen vom Wettkampf am Wochenende, gestern war zudem Ruhetag. Also frisch fröhlich auf den Oderdamm, da war ich lange nicht, das Wetter war gut, kurze Klamotten noch einmal, die Strecke ist asphaltiert und flach...
Ich laufe mich etwas ein, so knapp 3 Kilometer, vorbei an der alten Kraftwerksruine, die noch zu Hilters Zeiten gebaut wurde. Hier gibt es jede Menge Braunkohlevorkommen - doch dann kam alles anders und der Rohbau wurde niemals beendet. Man sieht im Schornstein noch die Einschüsse von den erbitterten Kämpfen hier an der Oder.
Es liegt hier, direkt an der Grenze zu Polen, immer eine ganz eigenartige Atmosphäre in der Luft, etwas unheimlich, aber nicht unangenehm - so auch heute.Nach dem Einlaufen wirds dann ernst - das Tempo ist hart, es ist mir ein Rätsel, wie ich vor zwei Tagen über 20 Sekunden schneller sein konnte, und das auf durchgängigen 10 Kilometern. Jedes Mal bin ich echt froh, daß die 2000 m zu Ende sind, die Vorgabe von minus 10 schaffe ich nicht ein einziges Mal. Aber wenigstens bin ich nicht langsamer, als geplantes M-Tempo und es sind ja auch noch ein paar Wochen Zeit. Sollte das Gefühl für dieses Tempo allerdings nicht besser werden, werde ich den Bestzeitenversuch für dieses Jahr canceln und nur einen Halbmarathon in Bertlich laufen. Daniels sagt ohnehin nach meiner Zehnerzeit eine sehr knappe Kalkulation auf sub 3:30 voraus. Wir werden sehen, noch ist es nicht soweit, sich zu entscheiden.
Beim Auslaufen über 3 km belohne ich mich dann, indem ich barfuß auf der von Rasen bewachsenen Dammkrone laufe. Und jetzt, so im Nachhinein, mag ich diese Trainingseinheit, die immerhin fast 20 km gebracht hat.
Sonntag, 12. Oktober 2008
Standortbestimmung - "Berlin rennt - 10 km"
Die Nacht war kurz, nach einem wundervollen Reinhard-Mey-Abend konnte ich es natürlich nicht lassen, mich noch via Internet über die aktuellen Geschehnisse beim Ironman Hawai zu informieren. Die Vernunft, na ja und auch die Müdigkeit siegten dann jedoch gegen 2 Uhr nachts. Kein großes Problem allerdings, da der Lauf im Herzen Berlins, mit Start und Ziel am Schloss Charlottenburg erst um 12:30 Uhr startet.
Ich habe keinen Plan, zu welcher Solo-Leistung ich auf 10 km imstande bin, aber eine Pace von 4:23 für ne neue Bestzeit halte ich für utopisch. Trotzdem will ich alles geben. Weil ich mich bis 10 min vorm Startschuß warmlaufe, komm ich nicht mehr in den Startblock rein, muß also außen anstehen, und habe somit alle Läufer zwischen 40 und 50 min geplanter Endzeit vor mir.
Diese Spanne von 10 min sind natürlich bei einem 10er Welten und als ich mich auf den ersten 1,5 km mühsam vorarbeite, bestaune ich so manche Selbstüberschätzung.... Na ja...
Ich kann dann endlich frei laufen, merkwürdig ist, daß mein Forerunner permanent aktuelle Paces von 4:11 anzeigt, allerdings Rundenpaces von 4:25:xx hmh....
Ich fühle mich recht wohl bei dem Tempo, glaube aber, daß es zu früh ist, noch weiter aufzudrehen. Dann laufen wir in den Zoo hinein - bis auf ein paar Enten oder so bekomm ich nix mit von den Tieren. Die Wege sind sehr schmal und dazu kommt, daß hier die Staffelläufer wechseln, also wieder langsame Läufer im ohnehin schon schmalen Terrain unterwegs sind. Das kostet Zeit, auch die vielen Kurven.
Raus aus dem Zoo werden die Straßen auch wieder breit, im Großen und Ganzen ist es eine wunderschöne Laufstrecke durch die Hauptstadt - Berlin ist einfach immer und immer wieder geil. So 3 Km vor dem Ziel erkenne ich von hinten eine Läuferin, deren Stil mir bekannt vorkommt - klar, das ist Mieke aus Berlin, direkte Konkurrentin beim Duathlon am letzten Wochenende. Ich laufe auf, tippe auf ihre Schulter - Freude auf beiden Seiten - heute sind wir keine Konkurrenten, um den Sieg geht es nicht und sie ist eine AK unter mir. Also ziehen wir uns beide gegenseitig ins Ziel. Kurz davor steht Elke und erwischt uns sogar noch mit der Kamera.

Mit 44:50 schramme ich nur ein paar Sekunden an meiner Bestzeit vorbei, die hab ich irgendwo bei den Enten im Zoo gelassen - aber das macht gar nichts. Ich weiß, daß ich es draufgehabt hätte und darüber bin ich ziemlich happy. Zu Hause dann schau ich in die Ergebnisliste von Davengo und sehe, daß ich Ak-Zweite von 312 geworden bin!!! Und das in Berlin - das glaub ich fast gar nicht. Und deshalb krieg ich auch das Grinsen gerade gar nicht weg. Bleibts halt :oD
Mein Garmin spuckt übrigens am Ende eine 10,3 km-Strecke aus und beim Exportieren auf Google Earth spuckt mir dieses sogar 10,48 km aus... das gibt Traumstoff ;o)
Freitag, 10. Oktober 2008
Der Joker im Ärmel
7:40 liege ich auf der Pritsche meines Physio und mir tat eigentlich schon seit Tagen nix mehr weh. Eigentlich seit dem Tag, an dem ich erfuhr, daß der Nierenstein ein ISG ist und der Krebs eine Blockade... Na ja, aber auf die Physio freu ich mich. Weil: der kennt jeden Muskel meines Körpers und der macht immer, daß wenn nix mehr geht, alles wieder geht.
Als ich 20 min später wieder aufstehe, habe ich das Gefühl, eine Dampfwalze hätte mich überrollt. Und immer schön warmhalten (Oma) - jaaaaaa jaaaa!
Das Wetter ist ein Traum: Sonne satt den ganzen Tag und 15 Grad. Mein Trainingsplan zeigt mir heute ein rotes "Must do" - Kästchen: 60 min Laufen.... Aber ich hab so Lust aufs Rad - und ich habe mir ja gestern durch die Can do-Einheit einen Bonus erarbeitet. Außerdem ist es sicher sowieso klüger, jetzt so 2 Tage vor dem Wettkampf nicht mehr groß zu laufen. Also zieh ich den Joker - die Radeinheiten am Wochenende müssen ja ausfallen - mach ich sie eben jetzt.
Kurz nach 4 rolle ich los, schön warm eingepackt, ich fahre die Strecke, auf der ich vor etwa 6 Monaten mein Rad eingerollt bin. Fahre vorbei an der Stelle,an der ich zum ersten Mal in die Aero-Position bin und erinnere mich, wie unsicher ich damals doch war. Ja, hat sich wohl viel getan, in den letzten 8 Monaten.
Heute aber waren es dann knapp 2,5 Stunden auf dem Blitz durchs herbstliche Brandenburg - schön, und zum Schluß ein bischen kalt! Morgen fahre ich nach Berlin. Erst zu Birgit und dann gehen wir abends gemeinsam zum Reinhard Mey-Konzert ins Tempodrom, für das wir schon seit über einem Jahr Karten haben. Und am Sonntag ist um 12:30 Uhr am Schloss Charlottenburg Start eines 10km-Laufes. Promineten Besetzung: Dieter Baumann und - was mich besonders freut: Jan Frodeno und Daniel Unger - Triathletinnen-Herz, was willst Du mehr ;o)
Als ich 20 min später wieder aufstehe, habe ich das Gefühl, eine Dampfwalze hätte mich überrollt. Und immer schön warmhalten (Oma) - jaaaaaa jaaaa!
Das Wetter ist ein Traum: Sonne satt den ganzen Tag und 15 Grad. Mein Trainingsplan zeigt mir heute ein rotes "Must do" - Kästchen: 60 min Laufen.... Aber ich hab so Lust aufs Rad - und ich habe mir ja gestern durch die Can do-Einheit einen Bonus erarbeitet. Außerdem ist es sicher sowieso klüger, jetzt so 2 Tage vor dem Wettkampf nicht mehr groß zu laufen. Also zieh ich den Joker - die Radeinheiten am Wochenende müssen ja ausfallen - mach ich sie eben jetzt.
Kurz nach 4 rolle ich los, schön warm eingepackt, ich fahre die Strecke, auf der ich vor etwa 6 Monaten mein Rad eingerollt bin. Fahre vorbei an der Stelle,an der ich zum ersten Mal in die Aero-Position bin und erinnere mich, wie unsicher ich damals doch war. Ja, hat sich wohl viel getan, in den letzten 8 Monaten.
Heute aber waren es dann knapp 2,5 Stunden auf dem Blitz durchs herbstliche Brandenburg - schön, und zum Schluß ein bischen kalt! Morgen fahre ich nach Berlin. Erst zu Birgit und dann gehen wir abends gemeinsam zum Reinhard Mey-Konzert ins Tempodrom, für das wir schon seit über einem Jahr Karten haben. Und am Sonntag ist um 12:30 Uhr am Schloss Charlottenburg Start eines 10km-Laufes. Promineten Besetzung: Dieter Baumann und - was mich besonders freut: Jan Frodeno und Daniel Unger - Triathletinnen-Herz, was willst Du mehr ;o)
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Ein Lauf für die Sinne

Die Trainingseinheit heute steht in einem blauen Kästchen, das heißt nicht "must do" sondern "can do". Und weil der Tag so schön mit Sonnenschein anfing, hatte ich Lust auf diesen kurzen lockeren Lauf a 45 min. Außerdem werden beide Ausdauer-Trainingseinheiten am Wochenende wegfallen, wegen des Konzertes am Samstag und des 10er Wettkampfes am Sonntag. Also "can ich erst recht do" ;o)
Pünktlich zum Feierabend ist dann jedoch die Sonne verschwunden, der Himmel mit dicken Wolken verhangen, die dann während ich unterwegs bin, auch noch leichten Nieselregen hervorbringen.
Und trotzdem war es ein rundum schöner Lauf. Die neue Rosenstolz in den Ohren, Niesel im Gesicht, die Gedanken weit weg... Wer braucht schon die Sonne am Himmel, wenn sie im Herzen scheint!
Und trotzdem war es ein rundum schöner Lauf. Die neue Rosenstolz in den Ohren, Niesel im Gesicht, die Gedanken weit weg... Wer braucht schon die Sonne am Himmel, wenn sie im Herzen scheint! Jetzt schnell duschen und dann zum nächsten Termin im Auftrag des Schlaubetal-Marathon.
Mittwoch, 8. Oktober 2008
(Im) Wasser marsch...
Heute war Einweisung aller Helfer des Schlaubetal-Marathons. Die Helfer, speziell die Leute an den Versorgunsstellen wurden über die Bedürfnisse der Läufer aufgeklärt, na ja, es wird schon werden. Im Großen und Ganzen wirds schon etwas perfekter, als bei der ersten Auflage im letzen Jahr. Dank meinen neuen Erkundungen mit SportTracks und Google-Earth konnte ich die Laufstrecke samt Verpflegungspunkten via Beamer an die Wand werfen. Erst nach 19 Uhr sind wir dann fertig, ich hab Hunger, gönne mir beim Bäcker noch ein Stück Quarkkuchen und gegen 19:30 Uhr stehe ich endlich am Beckenrand.
Mein Trainigsplan sagt 60 - 90 min Schwimmen - ok, dann mach ich das einfach mal. Einfach eben so, einfach nur schwimmen, so sechzig bis neunzig Minuten... Die ersten zehn sind irgendwie ätzend und ich schaue dauernd auf die große Hallenuhr. Der Rest ist ein Selbstläufer.... Schwimmen, besser gesagt abtauchen - herrlich, schön! Die Gedanken baden schicken - besser geht fast nicht. Ich bin 120 Bahnen a 25 m geschwommen, macht summa summarum 3000 m.
Irgendwie war das so richtig geil!
Mein Trainigsplan sagt 60 - 90 min Schwimmen - ok, dann mach ich das einfach mal. Einfach eben so, einfach nur schwimmen, so sechzig bis neunzig Minuten... Die ersten zehn sind irgendwie ätzend und ich schaue dauernd auf die große Hallenuhr. Der Rest ist ein Selbstläufer.... Schwimmen, besser gesagt abtauchen - herrlich, schön! Die Gedanken baden schicken - besser geht fast nicht. Ich bin 120 Bahnen a 25 m geschwommen, macht summa summarum 3000 m.
Irgendwie war das so richtig geil!
Dienstag, 7. Oktober 2008
Mein Plan B beginnt
"Beginnt" ist falsch. Er begann ja eigentlich schon. Und zwar gestern. Mit einem Ruhetag. Den habe ich gemeinsam mit Bianka und Jörg genutzt, um noch diverse Dinge für unseren Marathon zu besprechen, ich war dann erst gegen 21 Uhr zu Hause.
Heute also Tag 2 des Planes B. Doch zuvor noch ein paar erklärende Worte: das B steht ja meistens für... die zweite Möglichkeit, wenn Plan A nicht aufgeht. In meinem Falle steht das B aber für BERTLICH. Bertlich deshalb, weil ich denke, daß es häßlich genug ist, um sich die Kante zu geben, nicht feiern zu müssen, wenn Zuschauer am Straßenrand brüllen: "SUPER, KLASSE" und Du weißt, Du hast auf Deine Endzeit schon 2 min eingebüßt... Nee, sowas will ich nicht. Jetzt nicht. Ich will Bestzeit laufen und das auch nur, wenn ich weiß, daß ich`s drauf hab. Und dazu brauch ich nur mich selbst, ne flache Strecke und ne halbwegs gut funktionierende Zeitmessung.
Also doch Plan B! Wenn ich merke, daß ich´s nicht drauf hab, werd ich`s nicht versuchen. Ich will eine Bestzeit, ohne das sie wehtut. PUNKT Und wenn es nicht geht, dann eben im nächsten Jahr. Und in Bertlich will ich keinen Genussmarathon laufen. Dann wirds eben nur ein halber. Aber genug geschwafelt.
Die erste Trainingseinheit des Planes für Triathleten ging mal gleich hefigst zur Sache: nach dem Einlaufen 5 x 2000 m Marathontempo - 10 bis 20 sec. Das ist hammerhart, die -20 entsprechen ja meinem 10er WK-Tempo. Was solls, ich versuchs, schaffe alle Intervalle in -10 bis -14, wäre auch mit reinem M-Tempo zum Auftakt zufrieden gewesen. Aber es war echt hart, da einige Hügel mit dabei waren. Am Ende knapp 18 Kilometer und das Gefühl: Gutes Training heute.
Die erste Trainingseinheit des Planes für Triathleten ging mal gleich hefigst zur Sache: nach dem Einlaufen 5 x 2000 m Marathontempo - 10 bis 20 sec. Das ist hammerhart, die -20 entsprechen ja meinem 10er WK-Tempo. Was solls, ich versuchs, schaffe alle Intervalle in -10 bis -14, wäre auch mit reinem M-Tempo zum Auftakt zufrieden gewesen. Aber es war echt hart, da einige Hügel mit dabei waren. Am Ende knapp 18 Kilometer und das Gefühl: Gutes Training heute.
Sonntag, 5. Oktober 2008
Mein Schlaubetal
Mit Bianka an der Kieselwitzer Mühle bei km 11Der Countdown für die zweite Auflage unseres Schlaubetal-Marathons läuft. Noch zwei Wochen bis zum großen Tag. Grund für uns heute, noch ein letztes Mal die gesamte Strecke abzulaufen- bzw. zu fahren. Bianka brauchte einen Langen Lauf, mir war es egal, so teilten wir beide uns die Strecke. Teilweise hatten wir dann unterwegs noch Begleitung von Matti, Werner und Anett.
Das Schlaubetal ist im Moment gerade voll damit beschäftigt, sich für den 18. zu rüsten und färbt langsam die Blätter der Laubwälder in warme Rot- und Gelbtöne. Zum rechten Zeitpunkt wird dann hoffentlich alles golden sein.
Mit Werner fahre ich stets neben Bianka her, doch ein Blick auf die Uhr sagt mir, daß Anett bereits an der Bremsdorfer Mühle auf uns wartet. Eine schöne Gelegenheit, mal kurz auszubrechen und aufzudrehen, mir mit dem MTB mal die Kante zu geben. Teilweise geht es recht heftig zu, so über Wurzeln, Löcher, Schlamm. Da ich aber keinen Helm aufhabe, bin ich doch etwas vorsichtig an manchen Stellen, auch dort, wo die Schlaube nur 10 cm am schmalen Pfad entlangfließt. Es macht eine irre Laune, ich werde das unbedingt ins Wintertraining einbauen. Vielleicht wage ich mich ja dann irgendwann doch noch mal an einen Cross-Tri- oder Duathlon.
Zauberhaftes SchlaubetalGemeinsam mit Anett warten wir dann auf Bianka und Werner, und nun geht es für 15 km zu Viert durchs Schlaubetal. Dies ist auch wegen des schönen Wetters heute bei Wanderern sehr beliebt und es sieht zum Schießen aus, wie Bianka begleitet von 3 Radfahrern durch die Gegend rennt. Wir flachsen dann immer, wenn wir an Leuten vorbeikommen sowas wie: "Eigentlich ist sie im geschlossenen Vollzug, aber das ist Teil der Therapie - Agressionsabbau" und finden das lustig.
Anett verläßt uns dann in Drei Tannen, Werner an km 30 in Fünfeichen. Nette Ortsnamen, oder?!
Bei Km 34 tauschen wir dann die Rollen, Bianka geht wohlverdient aufs Rad und ich nehme die letzten 8 Km unter die Füße. Geil wars wiedermal.
Freitag, 3. Oktober 2008
3. Oktober - ein Datum, 3 Gründe zum Schreiben
Ja, der erste Grund, heute hier was reinzukritzeln, ist der, daß ich genau an diesem Tag vor 3 Jahren morgens gegen 1 Uhr eine Zigarette ausdrückte, und dann ins Bett ging. Als ich dann gegen 10 nach dem Frühstück wie gewohnt mit Kaffee und Aschenbecher zum PC gegangen bin, um im Forum zu schnökern und gemütlich dabei eine zu rauchen, hab ich mir so gedacht: NÖ! Diese Zigarette rauche ich nicht. Und das hab ich bis heute nicht getan.
Der zweite Grund ist mein Saisonabschluß im Multi-Sport-Wettkampfgeschehen. Nach einer kurzen Nacht bin ich heute Morgen ins 2 Autostunden entfernte Schönborn bei Finsterwalde gefahren. Ein kleiner Duathlon, bei dem alles ein bischen anders ist. Also einfacher. Aber trotzdem schön. Und herzlich eben. Ich mag solche Wettkämpfe.
Bei der Anmeldung gibt es zunächst kleine Pappkärtchen, auf denen die Startnummer steht. Also, früher hätte ich gesagt: Zigarettenschachtelgroß. Jaaaaa, früher. Jetzt überleg ich gerade, was dem nahekommt, so aus Sportlersicht. Geltütchengroß - ja, das passt. Das Kärtchen muß man irgendwie mit sich führen und dann abgeben. Blos wann???? Na ja, wir werden sehen.
Die Wechselzone besteht aus 3 rostigen Fahrradständern vom ehemaligen Konsumgeschäft des Dorfes. Der Rest der Räder lehnt am Zaun, wer früh da ist, hat den Luxus, sein Rad "profimäßig" an das Geländer, besser gesagt die Absperrstange des kleinen Fußballplatzes - also die Stange, wo die Nachbarn mit den Bierbäuchen und den Bierflaschen in der Hand drauflehnen, um wiederum ihre Nachbarn vom FC Traktor Kleinkleckersdorf anfeueren. Also die Anlehnstange für Fußballfans - ich glaube, jeder weiß, was gemeint ist. Solch einen Platz habe ich ergattert - der erste Sieg heute.
Siegerehrung ala Schönborn ;o)
Es ist schweinekalt, als ich morgens losfahre, zeigt das Thermometer 4 Grad und es wird noch wahnsinnig in die Höhe klettern. 9 Grad werden es während des Wettkampfes sein. Und es bläst ein eisiger Wind. Ich entscheide mich für meinen Einteiler mit Kurzarm, Radweste, Arm- und Beinlingen. Die Laufstrecke ist crossig, hier bereue ich fast ein wenig die Beinlinge, später werde ich froh sein, sie anzuhaben. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Rennen angehen soll, habe sowas ja noch nie in der Länge gemacht. Den 10er Auftaktlauf volles Rohr trau ich mich nicht, immerhin folgen 30 mir unbekannte Radkilometer und anschließend nochmal 5 zu Fuß. Also laufe ich angestrengt, aber nicht am Limit. Leider starten nur 4 Frauen auf der langen Distanz, die erste ist gleich nach dem Start weg, die Zweite läuft etwa 10 m vor mir. Da häng ich mich erstmal ran, aber nach etwa 3 Kilometern gehe ich dann doch vorbei. Nun hängt sie sich an mich und kurz vor der Wechselzone dreht sie nochmal voll auf. Nee, ich laß mich nicht herausfordern, der Wettkampf ist noch lang. Nach 47:27 bin ich an meinem Rad wechsel rasch die Schuhe, Helm und Brille auf und bin noch vor meiner Konkurentin auf der Radstrecke. Die ersten Kilometer machen einen Heidenspaß, klar, mir ist ja auch noch vom Laufen warm. An Km 7 an einer Kurve sehe ich, daß meine Verfolgerin direkt hinter mir ist. Nach einem kurzen netten smalltalk dreh ich auf - ihre Laufleistung entspricht meiner, also hab ich nur auf dem Rad die Chance, ein-zwei Minuten herauszufahren. Es geht ja immerhin um den 2. Platz. Der Gedanke, noch von Hinten aufgerollt zu werden, kommt mir komischerweise gar nicht erst.
Bereits an der Wendestelle nach 15 Kilometern habe ich knapp 700 m herausgefahren. Das dürfte genug Polster sein für den 5er im Anschluß. Nun blos nicht nachlassen. Langsam bin ich komplett durchgefroren und der eisige Wind macht auch das Fahren nicht angenehmer. Meine Arme sind kalt, meine Hände komischeweise nicht. Auch der Körper ist warm - aber die Füße, die spüre ich kaum noch vor Kälte. Nach 30 Kilometern und 58:15 bin ich wieder an meiner Anlehnstange ;o). Dies ist die schnellste "Frauen-Radzeit", sogar 3 sec schneller als die der späteren Siegerin. Aber die läuft eben nochmal in einer anderen Liga.
Rad abstellen, Helm wegschmeißen, Sonnenbrille auch, Schuhe wechseln, alles geht fix. Und nun mache ich die Erfahrung meines Lebens: Ein Lauf mit tiefgekühltem Fahrgestell. Meine Beine sind steif vor Kälte, meine Füße, speziell die Zehen völlig taub. Es ist hammerhart und brauch genau bis zum Wendepunkt nach 2,5 km, bevor alles an mir auf Betriebstemperatur ist.
Für die letzten, sehr crossigen 5 km brauch ich dann nochmal 25:29 und mit einer Gesamtzeit von 02:11:11 werde ich Gesamtzweite und AK-Erste. Schade, daß nur 4 Frauen dabei waren, aber weil wir uns bei der Siegerehrung als Erste die Preise aussuchen durften, ist das vielleicht auch besser so. Der Sprecher ermahnte uns dann nämlich, wir wären nicht im Supermarkt - weil es so lange dauerte... ;o) Ich nenne nun eine Duftlampe mein Eigen, genau das Richtige für "nach dem Sauwettertraining auf der Couch gemütlich machen" an langen Herbst- und Winterabenden.
Das große Grabschen im Supermarkt ;o)
Der Dritte Grund, was zu schreiben heute, ist das Datum selbst - und der Feiertag, der auf dieses Datum fällt. Das ich im Osten Deutschlands zu Hause bin, das dürfte ja bekannt sein. Ich habe die Wende damals nicht herbeigesehnt, ich war eine der Menschen hier, die es nicht vermissten, überall hinreisen zu können, ich hatte auch keine Verwandschaft im Westen. Mir ging es rundherum gut, ich hatte einen sicheren Arbeitsplatz, mein Kind war betreut während ich arbeitete und es war klar, das es nach der Schule eine Ausbildung bekommt.
Ja, dann kam alles anders. Mir geht es immer noch gut, ich habe Paris gesehn, Lissabon, Bangkok, Rangun, Köln, Bremen, München, Hamburg. Meine mittlerweis zwei Kinder haben eine Ausbildung. Aber das, was alles bereichert, sind die Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Viele persönlich, einige noch nicht, obwohl ich das Gefühl habe, sie schon gut zu kennen. Das hat der 3. Oktober gemacht.
Und darauf trink ich jetzt nen Tee! Schönen Feiertag noch!
Der zweite Grund ist mein Saisonabschluß im Multi-Sport-Wettkampfgeschehen. Nach einer kurzen Nacht bin ich heute Morgen ins 2 Autostunden entfernte Schönborn bei Finsterwalde gefahren. Ein kleiner Duathlon, bei dem alles ein bischen anders ist. Also einfacher. Aber trotzdem schön. Und herzlich eben. Ich mag solche Wettkämpfe.
Bei der Anmeldung gibt es zunächst kleine Pappkärtchen, auf denen die Startnummer steht. Also, früher hätte ich gesagt: Zigarettenschachtelgroß. Jaaaaa, früher. Jetzt überleg ich gerade, was dem nahekommt, so aus Sportlersicht. Geltütchengroß - ja, das passt. Das Kärtchen muß man irgendwie mit sich führen und dann abgeben. Blos wann???? Na ja, wir werden sehen.
Die Wechselzone besteht aus 3 rostigen Fahrradständern vom ehemaligen Konsumgeschäft des Dorfes. Der Rest der Räder lehnt am Zaun, wer früh da ist, hat den Luxus, sein Rad "profimäßig" an das Geländer, besser gesagt die Absperrstange des kleinen Fußballplatzes - also die Stange, wo die Nachbarn mit den Bierbäuchen und den Bierflaschen in der Hand drauflehnen, um wiederum ihre Nachbarn vom FC Traktor Kleinkleckersdorf anfeueren. Also die Anlehnstange für Fußballfans - ich glaube, jeder weiß, was gemeint ist. Solch einen Platz habe ich ergattert - der erste Sieg heute.
Siegerehrung ala Schönborn ;o)Es ist schweinekalt, als ich morgens losfahre, zeigt das Thermometer 4 Grad und es wird noch wahnsinnig in die Höhe klettern. 9 Grad werden es während des Wettkampfes sein. Und es bläst ein eisiger Wind. Ich entscheide mich für meinen Einteiler mit Kurzarm, Radweste, Arm- und Beinlingen. Die Laufstrecke ist crossig, hier bereue ich fast ein wenig die Beinlinge, später werde ich froh sein, sie anzuhaben. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Rennen angehen soll, habe sowas ja noch nie in der Länge gemacht. Den 10er Auftaktlauf volles Rohr trau ich mich nicht, immerhin folgen 30 mir unbekannte Radkilometer und anschließend nochmal 5 zu Fuß. Also laufe ich angestrengt, aber nicht am Limit. Leider starten nur 4 Frauen auf der langen Distanz, die erste ist gleich nach dem Start weg, die Zweite läuft etwa 10 m vor mir. Da häng ich mich erstmal ran, aber nach etwa 3 Kilometern gehe ich dann doch vorbei. Nun hängt sie sich an mich und kurz vor der Wechselzone dreht sie nochmal voll auf. Nee, ich laß mich nicht herausfordern, der Wettkampf ist noch lang. Nach 47:27 bin ich an meinem Rad wechsel rasch die Schuhe, Helm und Brille auf und bin noch vor meiner Konkurentin auf der Radstrecke. Die ersten Kilometer machen einen Heidenspaß, klar, mir ist ja auch noch vom Laufen warm. An Km 7 an einer Kurve sehe ich, daß meine Verfolgerin direkt hinter mir ist. Nach einem kurzen netten smalltalk dreh ich auf - ihre Laufleistung entspricht meiner, also hab ich nur auf dem Rad die Chance, ein-zwei Minuten herauszufahren. Es geht ja immerhin um den 2. Platz. Der Gedanke, noch von Hinten aufgerollt zu werden, kommt mir komischerweise gar nicht erst.
Bereits an der Wendestelle nach 15 Kilometern habe ich knapp 700 m herausgefahren. Das dürfte genug Polster sein für den 5er im Anschluß. Nun blos nicht nachlassen. Langsam bin ich komplett durchgefroren und der eisige Wind macht auch das Fahren nicht angenehmer. Meine Arme sind kalt, meine Hände komischeweise nicht. Auch der Körper ist warm - aber die Füße, die spüre ich kaum noch vor Kälte. Nach 30 Kilometern und 58:15 bin ich wieder an meiner Anlehnstange ;o). Dies ist die schnellste "Frauen-Radzeit", sogar 3 sec schneller als die der späteren Siegerin. Aber die läuft eben nochmal in einer anderen Liga.
Rad abstellen, Helm wegschmeißen, Sonnenbrille auch, Schuhe wechseln, alles geht fix. Und nun mache ich die Erfahrung meines Lebens: Ein Lauf mit tiefgekühltem Fahrgestell. Meine Beine sind steif vor Kälte, meine Füße, speziell die Zehen völlig taub. Es ist hammerhart und brauch genau bis zum Wendepunkt nach 2,5 km, bevor alles an mir auf Betriebstemperatur ist.
Für die letzten, sehr crossigen 5 km brauch ich dann nochmal 25:29 und mit einer Gesamtzeit von 02:11:11 werde ich Gesamtzweite und AK-Erste. Schade, daß nur 4 Frauen dabei waren, aber weil wir uns bei der Siegerehrung als Erste die Preise aussuchen durften, ist das vielleicht auch besser so. Der Sprecher ermahnte uns dann nämlich, wir wären nicht im Supermarkt - weil es so lange dauerte... ;o) Ich nenne nun eine Duftlampe mein Eigen, genau das Richtige für "nach dem Sauwettertraining auf der Couch gemütlich machen" an langen Herbst- und Winterabenden.
Das große Grabschen im Supermarkt ;o)Der Dritte Grund, was zu schreiben heute, ist das Datum selbst - und der Feiertag, der auf dieses Datum fällt. Das ich im Osten Deutschlands zu Hause bin, das dürfte ja bekannt sein. Ich habe die Wende damals nicht herbeigesehnt, ich war eine der Menschen hier, die es nicht vermissten, überall hinreisen zu können, ich hatte auch keine Verwandschaft im Westen. Mir ging es rundherum gut, ich hatte einen sicheren Arbeitsplatz, mein Kind war betreut während ich arbeitete und es war klar, das es nach der Schule eine Ausbildung bekommt.
Ja, dann kam alles anders. Mir geht es immer noch gut, ich habe Paris gesehn, Lissabon, Bangkok, Rangun, Köln, Bremen, München, Hamburg. Meine mittlerweis zwei Kinder haben eine Ausbildung. Aber das, was alles bereichert, sind die Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Viele persönlich, einige noch nicht, obwohl ich das Gefühl habe, sie schon gut zu kennen. Das hat der 3. Oktober gemacht.
Und darauf trink ich jetzt nen Tee! Schönen Feiertag noch!
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Feuerwehr-Nachtausscheid in Reudnitz
Mein "Kleiner" und ich vor der Abfahrt am Gerätehaus.Kobbeln, das Dorf in dem ich wohne, hat 4 Häuser und 6 Spitzbuben, genauer gesagt 180 Einwohner. In jedem Jahr im Juni nehmen ein paar Verrückte, d.h. 7 Frauen und 7 Männer am Amtsausscheid der Feuerwehren teil.
In diesem Jahr hatten wir uns erstmalig entschlossen, beim Nachtausscheid mitzumischen. Also alles im Dunkeln, nur mit Feuerschalen und Handlampe. Ein paar mal hatten wir alles geübt - heute nun war`s soweit.
Wir Frauen starteten vor unseren Männern, hatten aber auch nur zwei andere Mannschaften als Konkurenz - und belegten die goldene Mitte, den zweiten Platz. Probleme mit den A-Längen führten dazu, daß wir vorn zu spät Wasser hatten. Na ja, aber wir hatten Spaß!
Unsere Jungs habens besser gemacht, auch sie belegten den 2 Platz, allerdings von 11. Richtig Klasse, deshalb steigt jetzt zur Stunde auch gerade noch gegenüber von mir ein kleines Feuerwerk vorm Gerätehaus. Die Nacht wird wohl noch lang, nur ich verschwinde im Bett, denn morgen will ich früh zum Duathlon nach Finsterwalde - so 190 Kilometer von hier entfernt. Hoffentlich wirds nicht zu kalt. Der Zahn der Zeit...
... beginnt nun unweigerlich auch an mir zu nagen...
ICH HABE RÜCKEN
Hehe, heute mal nix vom Training, heute etwas über meinen katastrophalen Gesundheitszustand. Das ich nen Ding an der Birne habe, ist ja nix Neues, das sagen mir ja sowieso alle Freunde und Bekannte ständig.
Aber seit etwa zwei Wochen verspüre ich einen leichten Schmerz in der (angeblichen) Nierengegend. Ich hab schon allerlei Selbstdiagnosen aufgestellt, hatte schon Nierensteine so groß wie Schäferhunde... Na ja, heute bin ich dann mal zu meinem Doc, selbst Läufer, welch ein Segen.
3 x drauf rumgedrückt - Er: "nee, das sind nicht die Nieren, die sind etwa 30 cm höher" und zeigt mir wo... Ich: "Nee, meine sind da unten, jedenfalls waren sie das die letzten 42 Jahre!!!"
Er: "nee, das ist ne schöne Blockade des ISG - passiert mal vorallem so durch Radfahren in Aeroposition..."
Ich: "ich hab also keine Nierensteine oder so?" Er: "Nee, manuelle Therapie und weitermachen!"
Ok, mach ich.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Goldener Oktober?
Weit gefehlt! Dicke Regenwolken wechseln mit Sturmböen und kurzen Aufheiterungen ab. Aber ich bin ja Triathlet - ich habe ja den großen Bonus, zwischen 3 Disziplinen wählen zu können. Welch ein Glück, meine Radeinheit hatte ich Vorgestern bei trockenem Wetter und ein paar Sonnenstrahlen, laufen war ich gestern, also diese Dusche kann ich mir heute auch ersparen - gehts also schwimmen. War ich ja in den letzten Wochen wenn überhaupt, nur sporadisch. Aber langsam muß ich mich wieder ans Wasser gewöhnen, denn auch der Trainingsplan für den Marathon sieht Ausdauer-Schwimmeinheiten vor. Und außerdem: Triathleten werden im Winter gemacht. Hab ich mal irgendwo gelesen ;o)
Lust habe ich keine, als ich so nach der Arbeit mit der Zeitung und einer schönen Tasse Tee den Feierabend genieße. Der Regen prasselt auf das Dachfenster und hier drinnen ist es kuschlig warm. Ich erwähne so beiläufig etwas von "... würd ja vorm Schwimmen noch mit dem Hund gehen, aber bei dem Wetter...!?!" "Ach, aber Laufen konntest Du gestern bei strömendem Regen, was???" höre ich von meinem Mann, der dabei ist, das zweite Bad in unser Haus einzubauen. Blubb blubb - ja ja, er hat ja Recht. Natürlich lasse ich das nicht auf mir sitzen, zieh mir Jacke und Schuhe an und schnapp mir den Hund, der sich freut wie blöde! Also der Hund ;o)
Keine 200 m vom Haus geht das Unwetter so richtig los. Na ja, ist nun auch egal. Nach ner halben Stunde sind wir wieder daheim, Hund happy, ich nass. Einmal komplett umgezogen und ins Schwimmbad. Ob ich Lust habe oder nicht, darüber habe ich nun schon gar nicht mehr nachgedacht.
Ich schwimme 3 x 500 m, genieße es, keine Technik, keine Sprints, einfach nur treiben lassen im türkisfarbenen Becken, den eigenen Atem hören, das Blubbern - schön ist es und die 40 min reine Schwimmzeit vergehen wie im Flug.
Lust habe ich keine, als ich so nach der Arbeit mit der Zeitung und einer schönen Tasse Tee den Feierabend genieße. Der Regen prasselt auf das Dachfenster und hier drinnen ist es kuschlig warm. Ich erwähne so beiläufig etwas von "... würd ja vorm Schwimmen noch mit dem Hund gehen, aber bei dem Wetter...!?!" "Ach, aber Laufen konntest Du gestern bei strömendem Regen, was???" höre ich von meinem Mann, der dabei ist, das zweite Bad in unser Haus einzubauen. Blubb blubb - ja ja, er hat ja Recht. Natürlich lasse ich das nicht auf mir sitzen, zieh mir Jacke und Schuhe an und schnapp mir den Hund, der sich freut wie blöde! Also der Hund ;o)
Keine 200 m vom Haus geht das Unwetter so richtig los. Na ja, ist nun auch egal. Nach ner halben Stunde sind wir wieder daheim, Hund happy, ich nass. Einmal komplett umgezogen und ins Schwimmbad. Ob ich Lust habe oder nicht, darüber habe ich nun schon gar nicht mehr nachgedacht.
Ich schwimme 3 x 500 m, genieße es, keine Technik, keine Sprints, einfach nur treiben lassen im türkisfarbenen Becken, den eigenen Atem hören, das Blubbern - schön ist es und die 40 min reine Schwimmzeit vergehen wie im Flug.
Das war der September
Meine lausige Trainingsbilanz im September, nicht rühmlich, aber der Vollständigkeit halber:
Lauf: 207 km
Rad: 202 km
Schwimmen 6 km
Die 3 Highlights, also der Hannover-Tri, der 24-h-4er-Staffellauf (welch ein Wort) und der Schorfheide-Marathon rechtfertigen allerdings das wenige Training. Nun bin ich dabei, langsam wieder ein wenig hochzufahren, am 7. Oktober beginnt die erste Trainingseinheit des Planes für Bertlich, gleich hammerhart mit 5 x 2 km im Marathontempo -20sec! Ismirschlecht!
Lauf: 207 km
Rad: 202 km
Schwimmen 6 km
Die 3 Highlights, also der Hannover-Tri, der 24-h-4er-Staffellauf (welch ein Wort) und der Schorfheide-Marathon rechtfertigen allerdings das wenige Training. Nun bin ich dabei, langsam wieder ein wenig hochzufahren, am 7. Oktober beginnt die erste Trainingseinheit des Planes für Bertlich, gleich hammerhart mit 5 x 2 km im Marathontempo -20sec! Ismirschlecht!
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