Donnerstag, 16. Oktober 2008

Wenn du nicht mehr spürst, daß du läufst

Wenn dich während des Laufens völlig unerwartet ein totales Glücksgefühl durchströmt, du nicht mehr spürst, das du läufst, du eins bist mit allen Dingen, die um dich herum sind, dem feuchten Hebstlaub, der Musik in deinen Ohren, dem Geruch des Waldes und dem Wind in deinem Gesicht - dann hast du wahrscheinlich das seltene Erlebnis eines Runners High.

Zum ersten und einzigen Mal habe ich das im kalten Winter 2005/2006 erlebt, als ich an der zugefrorenen Oder in den Sonnenaufgang hineingelaufen bin. Und dann eben heute, an diesem sonst so hektischen Tag...

Die Vorbereitungen des Schlaubetal-Marathon laufen auf Hochtouren und deshalb kam ich nicht drum herum, meine Laufschuhe zu schnüren, als die Abenddämmerung bereits einsetzte. In die Stadt wollte ich nicht, da ist zwar Licht, aber ich wollte mir heute ein wenig den Kopf freilaufen und dazu taugen keine Ampeln, kein Autolärm, keine beleuchteten Schaufenster. So hab ich den Radweg hinaus aus meinem Dorf in Richtung Schlaubetal gewählt, den kann ich auch ohne Stirnlampe laufen.

Eigentlich steht heute eine CAN do-Einheit von 45min an, da ich aber in den nächsten 2 Tagen nicht dazu kommen werde, zu trainieren, habe ich diese mit der morgigen MUST-Einheit getauscht. 75 min mit 3 Steigerungen. Na ja, was soll ich sagen, es läuft schleppend an, ich finde nicht so recht ein Tempo, bei dem ich mich wohlfühle, die doofen Intervalle vom Montag haben meinen Laufrythmus irgendwie durcheinandergebracht. Aber irgendwann dann, ja, irgendwann hat dann alles gepasst. Leider ist es in dem Moment, in dem du realisierst, was da gerade mit dir passiert, auch schon wieder in dieser höchsten Intensität vorbei. Aber auch der Rest des Laufes war das, was man im allgemeinen "verdammt geil" nennen könnte.

Den nächsten Sport im eigentlichen Sinne gibts für mich erst wieder am Sonntag Abend. Obwohl das, was die nächsten 2 Tage folgen wird, ja durchaus auch unter Ausdauertraining zählen dürfte ;o)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Viel Spaß und Erfolg für Euer Projekt!

Solche Läufe wie Du sie beschreibst fühlen sich wirklich nur so langes so unbeschreiblich an, wie man es kaum mitbekommt. Sobald es bemekrt, kann es passieren, dass die Aufmerksamkeit wieder auf irgendetwas, sei es von außen oder Laufschritte oder sonst was gelenkt wird. Schön solche Läufe.