
... führte mich mein heutiger Morgenlauf entlang.
Gestern wurde es nichts mit selbigem, da eine familiere Sache dringendst dazwischenkam. Also half es nix, gegen 2 Uhr in der Früh hab ich mich von der Familienfeier verabschiedet und bin ins Heu gekrochen. Also ohne Quatsch, Manfred und ich haben aus Mangel an Quartier (besser gesagt, weil wir uns nicht drum gekümmert hatten) wirklich auf der Scheune im Heu geschlafen. Das Heu war von diesem Jahr, also wirklich noch richtig duftend und frisch. Herrlich, aber um 7:30 hab ich mich aufgerappelt, um pünktlich zum Brunch wieder zurück zu sein. Es waren nur 45 Minuten, aber das macht nichts, da morgen Torsten kommt und mit mir laufen will. Und der gibts sich sicher mit nix unter 15 km zufrieden.
Ursprünglich hatte ich überlegt, noch in die Schwimmhalle heut abend... Aber nach der langen Autofahrt laß ich jetzt einfach mal den Schweinehund regieren, pack die Beine hoch und genieße den Rest des Tages - denn morgen ists vorbei mit dem Urlaub...




Kurz vorm Start dann die erleichternde Lautsprecherdurchsage... Wegen der äußeren Bedingungen, dem Wellengang und den kühlen Außentemperaturen wird das Neopren-Verbot für alle Wettkämpfe aufgehoben. Jetzt gehts mir besser. Die Wettkampfbesprechung ist zeitlich 15 min vor den ersten Start der Sprinter und 20 min vor unseren Start gelegt, so daß ich es nicht schaffe, mich wirklich ordentlich einzuschwimmen. Na ja, was solls, mit Neo sieht die Lage wieder entspannter aus, obwohl die hohen Wellen wirklich etwas beängstigend für mich sind.
.Nach sauharten 2:55 bin ich endlich im Ziel - der härteste Triathlon der Saison ist geschafft - ich bin es auch. Platz 9 von 23 Frauen ist absolut ok, entspricht voll meinen Erwartungen in Hinblick auf die angetretene Konkurrenz. Das es für den dritten Ak-Platz gereicht hat, und ich mit Kerstin Zalewski und Annette Braunert - also richtig guten Triathletinnen auf dem Treppchen stehen darf, ist Überraschung und Ehre für mich zugleich.
Die Rose, die ich geschenkt bekomme, bekommt mein Rad - dafür, daß es mich in unserer gemeinsamen 1. Triathlonsaison nicht ein einziges Mal im Stich gelassen hat.

Der Senftenberger See ist sehr groß, ein ehemaliger Tagebau mit recht klarem Wasser und Schaumkronen wie auf der offenen See. Na Halleluja, das kann ja heiter werden. Auf dem Weg zur ersten Boje kam ich mir vor, wie ein Schiffbrüchiger, glücklicherweise war ich nicht alleine so langsam, sonst hätte ich wohl etwas Panik bekommen. Auf dem Querstück dann gabs die Wellen von hinten, meist ging das beim Atmen ohne Wasserschlucken ab, aber auf dem letzten Stück des Dreieckskurses war es teilweise wieder grenzwertig. Vorallem beim "nach vorn schauen" zur Orientierung, da gabs dann immer einen vollen Schwapp ins Gesicht. Die Orientierung auf dem letzten Stück bereitete mir die größten Probleme, denn der Strand ist groß und es gab kein Zieltor oder Ähnliches am Ausstieg. Ging nicht nur mir so, und deshalb werde ich das dem Veranstalter mal als Vorschlag mitteilen. Nach 20:48 kam ich dann ich der Wechselzone an, davor war ein recht weiter Weg vom Strand hoch durch den zertrampelten loosen Sand und einen Berg zurückzulegen. Im Vergleich zum Vorjahr war ich beim Schwimmen nicht wesentlich schneller, allerdings waren die Bedingungen im Wasser schärfer und - und das ist das Saisonziel beim Schwimmen: ich bin durchgekrault und kam wesentlich frischer und auch nicht als Letzte aus dem Wasser.
Sicher, man muß wohl auch immer ein wenig Glück mit der Konkurenz haben, diesmal hat es eben alles gepasst. Und ich habe mich auch wirklich gut gefühlt, sowohl im Wasser, trotz starkem Wellengang und ohne Neo, auf dem Rad und auch beim Laufen.


