Mittwoch, 3. Dezember 2008

Ein paar Gedanken noch zum Schluß....

Ich muß ehrlich sagen, ich bin ziemlich überwältigt von der riesigen Resonanz, die es in den letzten Tagen hier gab und auch davon, daß so viele hier mitgelesen haben, von denen ich nichts wusste. Nun, das freut mich natürlich und ich möchte mich bei Euch allen bedanken.

Warum halte ich nun trotzdem an meiner Entscheidung fest, diesen Blog hier zu beenden? Am 30. November vor genau einem Jahr habe ich begonnen, hier mein Training und damit meine Entwicklung vom reinen Laufsport zum Triathlon zu dokumentieren. Ich habe insgesamt 269 Trainings- bzw. Wettkampftage kommentiert, eben diese Entwicklung, die für mich wahnsinnig spannend war und die ich auch Anfangs mit etwas Wehmut begann. Denn auch wenn ich zu Anfang des Jahres noch ein paar Marathons und als Krönung den Supermarathon auf dem Rennsteig gelaufen bin, so habe ich doch gerade bei diesen Naturmarathons eine andere Art des Laufens kennengelernt. Des Laufens und des Läuferlebens drum herum. Mundharmonikaklänge in den Turnhallen zur Nachtruhe und am Morgen möchte ich nennen, und alles natürlich in Verbindung mit vielen lieben Menschen, die ich in dieser Zeit ins Herz geschlossen habe und die mir nun schon ein bischen fehlen. Ich denke, das dieses Flair der Landschaftsläufe- und Läufer nicht mit dem des Triathlons vergleichbar ist. Es ist einmalig und das soll auch so bleiben. Vielleicht führt es mich ja irgendwann zurück in diese Welt, wer weiß das schon.

Dennoch war es ein spannender Weg, ein lehrreicher Weg, ein schöner Weg, mit vielen, vielen neuen Erfahrungen, mit viel Spaß, viel geschlucktem Wasser und mit mehr Erfolg, als ich es für möglich gehalten hätte, in diesem Jahr.

Aber das wisst Ihr ja alles selbst, habt es ja jeden Tag gelesen, habt mich ermutigt, habt mich aufgebaut und beglückwünscht. Natürlich wird es im Nachbarblog weitergehen, aber nicht mehr jeden Tag, denn ich denke, das ist nicht nötig. Der Weg vom Läufer zum Triathleten ist beendet. Der neue Weg führt nach Roth im Jahre 2010, bis dahin gibt es unterwegs ein paar Meilensteine zu knacken. Es wird so ein bischen eine Gratwanderung zwischen Realität und Utopie - und das wird mindestens genau so spannend. Es wäre schön, auch weiterhin auf Eure Meinung und Eure Kommentare zählen zu können.

Und nun bekommt dieser Blog hier ein Schloss:

Sonntag, 30. November 2008

Die richtige Entscheidung


Als ich gestern bei Sarah und Martin in Bochum ankomme, erklären mir Beide, daß sie sich nach ihrer Erkältung doch eigentlich fit genug fühlen, um den Marathon in gemütlichem Tempo zu laufen. Diese Ansage läßt mich straucheln... ob ich nicht vielleicht doch, mit den Beiden zusammen... einer mehr in der Liste, Nummer 19.... NEIN!!!! Mein Verstand schaltet sich gerade noch rechtzeitig zu. Nein einen Genussmarathon brauchst Du nicht, schon gar nicht in Bertlich, da gibt es nichts zu genießen, da gibt es nur zu leiden - NEIN!!! Damit schiebst Du den Wiedereinstieg ins Triathlon-Training unnötig nach hinten - NEIN!!!!


Am Morgen dann in der Caffeeteria begegne ich "Redcap" Christian, meinen 11 Jahre jüngeren Zwilling, ihn hatte ich ja gebeten, den Hasen für 3:27 zu machen, aber er hatte mit Tobias leider andere Pläne. Nun hat Tobias ihn aber "im Stich gelassen" und er bot sich an, es doch zu tun... oh je, wieder komme ich ins Straucheln. Aber ich habe ja schon eine Startnummer, so eine gelbe für 10 Kilometer.... Aber ich könnte ja - NEIN!!!!


Mein Start ist relativ spät, ich schicke zuvor die Marathonis noch mit auf den Weg, ess was, trink was, häng ein bischen ab, brauche auch diese Zeit immer, deshalb bin ich ja auch sonst immer zeitig am Wettkampfort. Ich will den Zehner voll anlaufen und meine Position checken. Habe ich Chancen auf einen Treppchenplatz in der Gesamtwertung, dann werd ich weiter Gas geben, ist die Konkurenz stark, werde ich mich ausbremsen. Bestzeitentauglich fühle ich mich nicht, die Bronchen sind noch viel zu stark belegt und auch der Schnupfen ist noch da.

Nach dem Start ist mir schnell klar: das wird nix mit der Joggerei, ich befinde mich auf Position 3, das wird ein Kampf. Die Erste ist schnell außer Sichtweite und das will in Bertlich was heißen. Die Zweite immer so 150 m vor mir, und wenn man am Limit läuft, ist das eine Weltreise. Meine Pace ist nur knapp unter der des Halbmarathons, also da steckt noch was drin, denn mehr geht nicht, auch nicht auf nur 10 Kilometern. Sonst aber bin ich gut drauf, Musik im Ohr, doch die Strecke ist nicht sooo flach, wie ich sie in Bertlich erwartet hatte. Aber ok. Der Abstand zur Vorgängerin bleibt unverändert groß, ich komm einfach nicht näher ran und ich bemerke, wie oft sie sich umschaut. Sie kämpft also und das wird es mir nicht leichter machen. Bei km 6 dann überholt mich ein Mädchen, toller Laufstil die Kleine, später sehe ich in den Ergebnissen, daß sie erst 12 Jahre ist. Damit bin ich allerdings auf Platz 4 - wie unschön.... Etwa einen ganzen Kilometer braucht es, bis ich sie wieder ein habe, das verschafft mir auch einen geringeren Abstand zur Zweiten. Noch aber sind 3 Kilometer zu laufen, die Zeit für einen Endspurt scheint mir noch zu früh, so lange halt ich ein höheres Tempo nicht aus.... Km 8, in meinem Ohr plärrt es "Ich will Spaß, ich will Spaß - ich geb Gas, ich geb Gas...." - Dann mach ich`s jetzt. Ich brauche aber fast 1,5 km um ranzulaufen, noch beim Einlauf im Sportplatz, der dann noch einmal zu umrunden ist, ist sie knapp in Führung. Ob was geht? "Lauf Du verdammter Körper, ausruhen kannst Du Dich in 400 Metern, ich geb wirkich alles, mehr geht nicht, ist mir schei$egal, ob ich hinterher umfalle.... ich ziehe vorbei, etwa 300 Meter vorm Ziel - ich weiß, sowas macht man nicht, aber wenn ich`s doch draufhatte... ;o) So laufe ich als Gesamtzweite durch`s Bertlicher Zieltor, muß mich hinterher erstmal an der Stadionstange festhalten, bin aber schnell wieder erholt, die Überholte gratuliert mir, ich entschuldige mich.... Altersklassenmäßig tuen wir uns nichts, sie ist älter, wir gewinnen also beide auch unsere Altersklasse. Es gibt einen schönen Pokal, ein schöner Abschluß der Saison, perfekt nahezu, die Zeit: 46:02 - nicht sehr gut, aber das zeigt mir, daß es für den Marathon heute nicht gelangt hätte, ich habe alles richtig gemacht.



Kathrin und die Starken Männer ;o) - Mit Walter und Thorsten

Siegerehrung nach Bertlich-Art

Nun heißt es auf Sarah und Martin warten, die ihren Marathon laufen. Die Zeit bis dahin ist kurzweilig wie nie, ich treffe so viele liebe Foris, Angie, Roland, Angelika, Thorsten, Walter, Christian, der ohne mich als Klotz am Bein den Marathon in einer phantastischen 2:49 gewann, Tobias... jemanden vergessen? Wiedersehn mit Angie nach 3 Jahren

Irgendwann kommen dann auch Sarah und Martin, ihnen steht die Anstrengung im Gesicht geschrieben, das Wetter war ja auch saumäßig, 1 Grad, Regen, Schneeregen - hässlich ohne Ende. Ich bin immer noch glücklich mit meiner Entscheidung, wir fahren nach Bochum zu den Beiden, ruhen ein bischen aus und gehen am Abend dann noch schön essen.

Dies war`s dann in diesem Blog. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein kleines Nachwort schreiben. Der Blog begann am 30. November im letzten Jahr und soll an diesem Tag ein Jahr später auch enden. Eine schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich Allen. Schaut in den nächsten Tagen nochmal kurz hier rein, ansonsten:
Nebenan unter http://www.sonntagskind-kathrin.blogspot.com/.

Freitag, 28. November 2008

Der Tag kann kommen

Als ich heute morgen aus dem Dachfenster sehe, begrüßt mich aus Osten ein wunderschöner roter Morgenhimmel und die Luft ist klar und kalt. Ich kann nicht anders, eigentlich war das nicht geplant, aber ich springe in meine Laufklamotten, ohne Uhr geht es los in den wunderschönen kalten Morgen hinaus. Ich glaube es waren so 6 oder 7 Kilometer, diese Runde bin ich das letzte Mal im vorigen Winter gelaufen, zwei Rehe im Wald glotzen mich doof an und nach etwa 40 Minuten liegt mein kleines Dorf wieder vor mir im Sonnenschein. Der Tag kann kommen - aber das sagte ich ja schon :o)

Donnerstag, 27. November 2008

Hasenrolle ohne Ohren - oder so

Durch diverse Dinge, die zu erledigen waren, kam ich erst gegen 20:30 Uhr auf die Rolle, aber zur Entschädigung für das "Spätabendstraining" gabs "Keinohrhasen", was die Sache doch tatsächlich kurzweilig und angenehm machte. Nach 1:20 h bin ich aber dann runter, es war kurz vor 10 und ich muß ja immer noch ein bischen "runterfahren", sonst wirds zu spät für`s Bettchen. Und da geh ich jetzt hin. Gute Nacht.

Mittwoch, 26. November 2008

Meine Fresse...


... war das geil!!! Man möge mir meine Ausdrucksweise verzeihen, aber das kommt von über einer Woche Sportabstinenz (ja, ja, mal von dem kleinen Triathlon am Wochenende abgesehen)
Den ganzen Tag scheint hier bei knappen 0 Grad und gestern Abend nochmal frisch gefallenem Schnee die Sonne. Und ich sitze in meinem verdammten Büro und kämpfe mehr oder weniger mit den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise... ;o) Als ich dann nach 15 Uhr endlich in die Laufschuhe darf, ist es auch hier vorbei mit der Sonne, trübe Regenwolken und ein Temperaturanstieg in den Plusbereich machen einen hässlichen Novembernachmittag aus diesem so schön begonnenen Tag (ich muß irgendwie wieder zum Morgenläufer werden).

Ich aber will!!!, ich will meinen Schneelauf im Winterwald, auf den ich die letzten Tage verzichten musste und so gings unbeirrt hinein in meinen Lieblingswald. Und auch wenn es überall am tauen war - für mich war es heute der geilste, der allergeilste Lauf im geilsten, im allergeilsten Winterwald der ganzen Welt. E n d l i c h wieder laufen, ich hätt noch mindestens 5 Kilometer an die acht dranhängen können, aber es war mir dann doch zu dunkel und übertreiben wollt ich`s ja auch nicht gleich! Und, um den Eintrag auch gebührend abzuschließen: Jetzt gehts mir so richtig SAUGUT!

Dienstag, 25. November 2008

Ich bin medikamenten-resistent

Ja, so issa, mein Körper! 4 Jahre lang hat er sich erfolgreich gegen Eindringlinge gewehrt, bis ich beim meinem übertriebenem Saunabesuch sämtliche Abwehrkräfte in mir abgekocht habe. Seit dem hat eine hässliche Erkältung Oberhand und läßt auch nix anderes mehr rein. Grippostat, Aspirin, nichts hat eine Chance - ich werde gestraft für diese Dummheit.... ;o)

So im Allgemeinen geht es mir ja schon wieder recht gut und ich nutze die Zeit des Nichttrainings für Dinge, die sonst liegenbleiben oder vernachlässigt werden. So habe ich am Wochenende schon alles im Haus auf "Weihnachtlich" gemacht, passt ja zum Wetter, und gestern war ich dann mal ein bischen shoppen. Ein bischen, das sind bei mir 2 Stunden, dann ist es genug... ;o)

Hartnäckig hält sich im Moment bei mir der festsitzende Husten und ebenso der Schnupfen. Ich habe es nun noch einmal mit ACC akkut versucht, wenn sich bis morgen nichts ändert, werde ich wohl doch mal zum Doc. Ich hätte gehofft, Schöneres schreiben zu können, jetzt, wo sich dieser Blog langsam dem Ende neigt. Gleichzeitig nutze ich diese unfreiwillige Unterbrechung aber auch als Saisonpause und ich werde dann nach vollständiger Genesung noch eine Woche "Just for Fun" dranhängen, wo alles kann aber nichts muß. Und danach beginnt dann für mich ein neuer Plan, eher als gedacht, aber schaden kann es ja nicht, denn Triathleten werden ja bekanntlich im Winter gemacht.

Aber morgen, da werde ich einen klitzekleinen Genusslauf wagen, ich hoffe, es ist dann noch genug Winterwald übrig für mich, denn im Moment sieht hier alles zauberhaft aus.

Samstag, 22. November 2008

Auch große Leute machen manchmal dumme Sachen

Zwei Grad minus und ein verschneites kleines Dorf im Sonnenschein - das war mein Blick heute morgen aus dem Fenster. "Triathlon andersherum", der 18. bereits, das heißt, erst laufen, dann Rad und am Ende Schwimmen in der Halle. Ich freute mich schon lange auf dieses Ding, denn im letzten Jahr hab ich mir die Schwimmstrecke von 400 m einfach noch nicht zugetraut. Und es ist ja nur ein kurzer, deshalb habe ich mich entschlossen, trotz meines immer noch starken Hustens und des Schnupfens, zu starten. Das also ist die dumme Sache. Und es wurde auch nicht besser, als mir meine Sportfreunde vor Beginn der Veranstaltung bestätigten, wie krank ich doch aussehe... tzzzzzh, das ist moralische Kriegsführung - nicht mit mir ;o)

Wegen der Glätte und des Schnee`s wurde das Rad fahren komplett gecancelt, ist auch besser so, denn die Gefahr eines Sturzes war schon arg. Ich habe ja noch nicht mal mein Auto vernünftig vor der Schwimmhalle zu stehen gebracht, ok, ich habe auch erst am Montag einen Termin zum Reifenwechsel - selbst schuld.

Die Konkurenz hielt sich in Grenzen, neben mir starteten nur 3 weitere Frauen, alle aber viel jünger als ich. Bereits nach der ersten von 4 Laufrunden war ich in Führung, aber beim Laufen spürte ich es ganz deutlich: fit fühlt sich anders an. Das Schwimmen am Schluß war das reinste Vergnügen und ich hatte das Gefühl, richtig schön durchs Wasser zu gleiten. War ja auch mal ne völlig neue Erfahrung, so auf abgesperrter Bahn beim Wettkampf. Cool irgendwie. Zeiten gibts nicht, da nur die Gesamteinläufe gezählt wurden, ich bin auch ohne Uhr gelaufen und geschwommen, weil ich mich mit meiner Erkältung nicht noch zusätzlich unter Druck setzen wolle. So bin ich Erste geworden, Preisgeld gabs sogar auch.
Zielanschlag
Und jetzt wird wieder weiter gehustet. Interessant für mich sind die Schwimmfotos, da sehe ich auf Anhieb, daß ich irgendwie viel zu weit mit dem Arm aushole... Es gibt noch viel zu tun.

Freitag, 21. November 2008

Hin oder her oder her oder hin....

... ich kann es drehn und wenden, der Marathon am 30. wird wohl immer unwahrscheinlicher. Gestern war ich noch voll optimistisch, am 30. ausgeruht am Start zu stehen, nachdem ich zum Ende dieser Woche noch 60 - 90 min im Marathontempo trainieren kann und anschließend ordentlich taper. Aber bei meiner Saunasession am letzten Wochenende habe ich wohl alle Antikörper abgekocht, ich werde diesen hartnäckigen Husten einfach nicht los und so kann ich diese Woche auch nicht als "Vortapering-Woche" abhaken, da Tapering Erholung und "Form kommen lassen" bedeutet, und das, was ich gerade mache, ist alles andere als das ;o).

Und auch wenn ich das noch nicht offiziell canceln will, im Kopf hab ich es eigentlich schon abgehakt - und das ist das Schlimme bei mir, oder na ja, wie mans nimmt, manchmal auch das Gute - wenns im Kopf geklickt hat, dann isses so. Basta. Aber was ganz Anderes hat sich jetzt in meiner Rübe breitgemacht.... Also nach Bertlich fahren werde ich ohnehin, da es auf dem Rückweg von der Betriebsfeier liegt, soviel ist sicher... auch das Treffen mit den Foris ist es wert... ganz klar. Aber beim Spielen mit Daniels sagt mir meine Halbmarathon-Bestzeit von vor 14 Tagen neben ner Marathon-Bestzeit auch eine neue Bestzeit für 10 km voraus... und hier wird`s interessant ;o). Das wäre eine 43 vor dem Komma, das wär`s :o))!!! Und das wäre sicher auch trotz der jetzt vorhandenen Zwangspause drin. Trainiert habe ich übrigens seit Dienstag nicht mehr... Tja, was tun, sprach Zeuss.... Ich könnte auch den 10er laufen und dann ins Bergwerk.... da hätte ich jetzt schon 3 Angebote... oder doch ins Siebengebirge eine Woche später.... Das hieße dann aber die Saison noch mal um weitere 14 Tage verlängern. Lang genug war sie, immerhin bin ich am 16. März diesen Jahres den ersten Marathon gelaufen.... Oder einfach den 10er in Bertlich noch "Volles Rohr", dann 14 Tage "Off Season" und dann in meinen Plan für Kraichgau einsteigen.... Wohl das Vernünftigste - aber Vernünftig ist doch auch langweilig... hmh, ich weiß auch nicht, ich überleg mal noch ein bischen ;o)

Donnerstag, 20. November 2008

Herbststürme

Heute fühl ich mich nicht mehr ganz so platt wie gestern, aber Husten und Schnupfen zeigen nun, was in ihnen steckt. Deshalb auch heute kein Sport, nur ein Spaziergang mit dem Hund, bei dem ich alle Launen des Novembers zu spüren bekomme. Ich bin aber gut angezogen, so daß es lediglich auf dem Rückweg, als mir der Regen direkt ins Gesicht peitscht, etwas unangenehm wird.

Und jetzt hab ich`s mir hier mit ner Tasse heißem Kakao und ner Kuscheldecke auf der Couch gemütlich gemacht, ne Kerze an, draußen pfeift der Sturm, und - das hatte ich seit Ewigkeiten nicht: ein gutes Buch.

Und der Marathon Ende nächster Woche??? Keine Ahnung, ich laß es einfach auf mich zukommen, ist ja nur ein Marathon, nichts weiter - warum Trübsal blasen, das Wetter ist mies genug. Wie es kommt, so kommt es eben.

Mittwoch, 19. November 2008

Drei Tage geb ich Dir...

... Du verdammter "Grippaler Infekt" oder wie du heißt! Oder Du lernst mich kennen!
Bitte keine Empfehlungen für Hausmittelchen, pflanzliche Alternativen - mit Kanonen auf Spatzen - und nicht anders.

Dienstag, 18. November 2008

In mir steckt mehr...

... haha, ja, ich habs doch immer gewußt! Die Halsschmerzen als solches sind im Großen und Ganzen weg, aber ich verspüre zunehmend etwas in mir, daß ich seit 4 Jahren nicht mehr kannte.... Und weil ich nicht so ganz fit bin, entscheide ich mich statt dem geplanten 90 min im MRT für einen lockeren, kurzen Lauf. Und bin froh darüber. Prozentual das Gleiche in Grün wie am Samstag beim Langen. Einlaufen - na ja, dann einige Zeit locker, dann Gummibeine... Nee, nach 8,5 km bin ich froh, wieder an meinem Auto zu sein. Ich bin wohl doch etwas angeschlagen, was solls, besser jetzt, als nächste Woche. Ich muß nur schauen, daß ich irgendwann zum Wochenende noch wenigstens 60 min im MRT hinbekomme. Der Rest passt oder passt nicht. Morgen mache ich jedenfalls Pause, die mistige Erkältung auskurieren. Auch wenn ich heute Mittag noch der Meinung war, die Schwimmeinheit gegen 60 min locker Rolle zu tauschen. Ich werde sie nun tauschen gegen 30 min Hunderunde mit anschließendem Extremcouching. Jemand neidisch??? ;o)

Bleibt gesund!

Montag, 17. November 2008

Ich hab soooooo'n Hals... ;o)

Ich glaube, mein Trainingsplan hat ein Problem mit mir ;o) Am Samstag waren eigentlich 75' GA1 beginnend mit schrittweiser Steigerung zum MRT und als Can do-Einheit noch 2 h Rad, aber nicht direkt im Anschluß. Da habe ich ja den 35er gemacht und gestern dann war ich faul und im Tropical Island. Ja und hier beginnt der Ärger... ich habe, nicht wie allgemein üblich 2, max 3 Saunagänge gemacht.... neeee SIEBEN. Weil die ja da alle anders aussahen, Elefantensauna, Blütensauna, Kräutersauna, Tempelsauna, Baumsauna.....und noch zwei, deren Namen mir gerade nicht einfällt. Bereits gestern Abend bemerkte ich dann ein unangenehmes Kratzen im Hals, das ich irgendwie auf eine Unverträglichkeit einer ätherischen Substanz in der Sauna schob... ich wurde mehrmals in der Nacht über dieses immer schlimmer werdende Kratzen wach. Meinem Mann ging es genau so (er war auch in all diesen Saunen mit) und nun glauben wir, das es einfach eine Nummer zu heftig war und durch die Hitze und die Feuchtigkeit inkl. ätherischer Öle die Schleimhäute angegriffen wurden.

Als ich dann heute morgen aufstand, dachte ich, ich hätte Rasierklingen im Hals. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie solche Halsschmerzen gehabt... :o(

Sonst geht es mir aber körperlich gut und deshalb hab ich mich für ne Stunde locker Rolle entschieden. Na ja, auch das war ein Griff in die (wieauchimmerdenkteuchwasaus)... Der Film ging ganze 1:55 - und Halsschmerzen habe ich immer noch. Mal schauen, was ich die Woche noch hinbekomme, mit dem Hals jedenfalls morgen mit Sicherheit keine 90' MRT. Ist ja noch ein paar Tage... ;o)

Samstag, 15. November 2008

Ego-Trip

Im Marathonplan für Triathleten besteht der längste Lauf aus einer Einheit über 2:15 und anschließenden 2 Stunden Rad. Das habe ich ja bis jetzt auch so in der Art praktiziert. Aber irgendwie hatte ich ja immer noch gehofft, daß mein Test-Halbmarathon so um die 1:38 endet und ich damit Bertlich samt sub 3:30-Aktion knicke und dafür lieber im Bergwerk oder im Siebengebirge locker laufe - so als Jahresabschluß quasi... Ja, nun hab ich aber letzte Woche den Halben so hingelegt, daß die 3:30 theoretisch drin wären - und was mach ich nun mit der Form??? Also versuch ichs, sagte ich ja bereits. Aber da ist der Kopf, der mir sagt: ohne Lauf über 30 km schaffst Du das nie!!!! In meinen früheren Vorbereitungen hab ich im Schnitt über 10 Läufe zwischen 30 und 35 km gemacht. Also mußte ich es heute tun. Eben fürs Ego. Deshalb auch Ego-Trip.

Bei leichtem Nieselregen laufe ich los, fünf Kilometer brauche ich, bis ich das gute Gefühl spüren kann - nach weiteren 15 bin ich irgendwie völlig im Eimer. Die notwendigerweise mitgeschleppte Trinkflasche am Gürtel wandert und hüpft auf und um meine Hüfte, das, aber der warme Tee darin ist einfach gut. Meine Beine fühlen sich nach 20 Kilometern an, wie sie das höchstens nach 42 dürften - ein Riegel gibt wieder etwas Power und langsam läuft es wieder, ich erhol mich wieder, ab Km23 bis 30 ziehe ich das Tempo an, bin aber meilenweit vom MRT entfernt. Egal, durchgebissen, der Friedhof in Diehlo beschehrt mir neues frisches Wasser und ein kurzes Gespräch mit einer Oma, die das interessant findet, was ich da tue und mir sagt, daß ich doch gar nicht so weit laufen müsse, ich wäre doch schlank... ;o) Das bringt mich dann doch zum Schmunzeln.
Den Berg, der folgt, gehe ich hinauf, er tut einfach weh, nicht nur der Berg, der gesamte Lauf ab Kilometer 20, aber es nützt nix, ich muß ja heim und ich werde einen Teufel tun, und den Telefonjoker ziehen. Nach 3:32 und 34,8 Kilometern ist es überstanden. Und was fang ich jetzt mit der Erkenntnis an?


Ich hab also wenigstens einen Langen Lauf gemacht. Er tat weh. Ich habe es nicht geschafft, eine Endbeschleunigung ala Greif hinzulegen. Ich war schon nach 20 Kilometern im Ar§§§. Ich hab mich weitere 15 Kilometer inkl. Tempoverschärfung durchgebissen. Ist das alles jetzt nun gut, oder schlecht für den Kopf? Ehrlich, ich habe keine Ahnung. Ich werd es also ausprobieren müssen in Bertlich. Ich bin nicht unbedingt davon überzeugt, das ich das schaffe. Das hat nichts mit Resignation zu tun, aber ich bin Realist. Aber eines fiel mir bei diesem Long Jog wieder ein: der Grund, warum ich Triathletin geworden bin... ich hasse lange Läufe über 2,5 Stunden :o))

Freitag, 14. November 2008

Mondscheinlauf ohne Mondschein...

... geht gar nicht. Eigentlich wollten Anett und ich heute bei (Nichtmehrganz)Vollmond im Wald laufen, nur kurz, nur locker - nur zum Genießen eben. Aber leider spielten uns die Wolken einen Streich - gestern wäre das perfekt gewesen, aber da mußte ich ja mit meinem Schei$$ Marathontempo dazwischenfunken ;o)

Na ja, jedenfalls haben wir`s nicht getan. Das sieht jetzt so aus, wie ein Eintrag über ein Nichttraining. Ziemlich doof, deshalb hab ich mich für ne halbe Stunde Athletik entschlossen, so mit Sit ups, Übungen für die Rückenmuskulatur, (Hilfs)Liegestützen und Zugseil-Übung.

Morgen werde ich dann einen Ü30er laufen. Steht nicht so im Trainingsplan, der möchte nur 75 min in schrittweiser Steigerung zum M-Tempo und als Can-Einheit irgendwann, also nicht direkt im Anschluß 2 Stunden Rad. Aber ich werde mich hier mal dem Plan widersetzen, ich kann irgendwie noch nicht so recht glauben, in zwei Wochen nen Marathon zu laufen, jedenfalls nicht auf Zeit. Ich brauch diesen Long Jog einfach für die Birne. Also mach ichs einfach.

Donnerstag, 13. November 2008

Oli ist schuld...

... denn Oli hat mir ein Hintertürchen geöffnet, und nun weiß ich gar nicht so genau, ob ich das gut oder schlecht finden soll ;o) Wenn das Mrt-Tempo über die Gesamtdistanz ne Nummer zu groß erscheint (nein, so hat er das natürlich nicht gesagt ;o), dann 1000m-Wiederholungsläufe... Ja, aber daran hatte ich eigentlich gar nicht gedacht, als ich heute, noch im Hellen, aber mit einem knapp über dem Horizont hängenden riesigenVollmond im Rücken auf meine Laufstrecke ging. Ich fühlte mich frisch und ausgeruht, eine Sache ahnte ich jedoch schon beim Einlaufen, als mir nicht wirklich richtig warm wird. Wir haben 6 Grad, als ich loslaufe, und da zeigt mir meine Muskulatur für gewöhnlich einen Vogel, wenn es ans Tempo geht.

So war es dann auch, der erste Kilometer fühlte sich grausam an und ich erinnerte mich an Olis Aussage. So wurden aus den geplanten 65min im Mrt-Tempo Intervalle von 1000/1000/2000/3000 und 5000 m und das funktionierte hervorragend. In der Summe habe ich eine Pace von 4:54 - perfekt. Auch wenn ich mir im Moment nicht vorstellen kann, das über 42 km durchzustehen, aber das ging mir bisher ja immer so und ich habe noch nie so akribisch das Marathontempo trainiert. Wir werden sehen. Ich habe jedenfalls gerade beschlossen, daß ich Olis Tipp gut finde. Weil es mir jetzt gutgeht. Also: Danke Oli!
Ach ja, insgesamt waren es dann 16 Kilometer im Mondschein und bei sternenklarem Himmel. Das hatte was.

Mittwoch, 12. November 2008

Ein ganz normaler Mittwoch

Bin müde, war irgendwie immer spät die letzten Tage. Als ich von der Arbeit heimkomme, gönne ich mir zwei Stunden Auszeit und kuschel mich in mein Bettchen. Munter und gut gelaunt mach ich mich anschließend an meinen Trainingsplan, den ich in letzter Zeit viel zu sehr mißachtet hatte. 30 min Athletik, natürlich vorher zum Munterwerden einen Kaffee und anschließend wollte ich eigentlich ins Schwimmbad. Doch die Küken waren heute einmal vollzählig, daß passiert nun nicht mehr so oft, und deshalb war es wichtiger, ein gemeinsames Abendessen mit der ganzen Familie dem Schwimmtraining vorzuziehen. Je näher der Tag rückt, daß die "Große" endgültig das Haus verlässt, desto mehr genieße ich diese Momente. Ich hatte nun über 20 Jahre Zeit, mich auf diesen Tag vorzubereiten, und trotzdem kommt er immer irgendwie eher, als man denkt. Aber es ist gut so, das ist der Lauf der Zeit, sie müssen ihre eigenen Wege gehen.

In Schwimmbad bin ich trotzdem noch, dann eben später. 500 m einschwimmen, 500 m Paddels und anschließend noch 10 x 50 m schnell - muß reichen für heut. Fühl mich gut.

Dienstag, 11. November 2008

Im Dunkeln über die Landstraßen

Mein Trainingsplan schreibt mir für heute eigentlich 75 min im Marathontempo vor, aber der weiß ja nix von dem Halbmarathon am Samstag. Und meine Beine fühlen sich heute auch noch nicht danach an, als würden sie sich mit einem 4:54er Schnitt wohlfühlen (wer weiß, ob sie sich das überhaupt jemals würden ;o)). Also entschied ich mich zunächst für einen lockeren Lauf, mal schauen, wie sich die Woche noch entwickelt, vielleicht reiße ich das Marathontempo ja noch mal an. Der Lauf heute war nicht wie üblich eine Runde, sondern ich habe bereits gestern vor dem Schwimmtraining meine Klamotten zu meiner Freundin nach Eisenhüttenstadt gebracht, und bin dann heute nach der Arbeit rasch nach Haus, rein in die Laufsachen und los. Die einbrechende Dunkelheit zwang mich dazu, nicht durch die Wälder, sondern an der Landstraße entlang zu laufen. Zur Sicherheit ein Reflektorband am Arm, ging es dann los. Nicht ganz ungefährlich an manchen Stellen, da derzeit eine Umleitung den gesamten Güterverkehr über unsere kleine Straße führt. Aber ich habs überlebt und nach 1:10 und 11,5 Kilometern war ich bei meiner Freundin zum verabredeten Weiberabend, von dem mich dann mein Mann nach der Spätschicht abholte. Machen wir öfters mal, haben wir uns vorgenommen ;o)

Montag, 10. November 2008

Wasserscheuer (Muskel)Kater?

So hoffe ich zumindest. Denn eigentlich habe ich heute Ruhetag, aber es gibt zwei Gründe, abzutauchen: der Erste ist der notwendigste: letzte Woche kam ich nicht dazu. Der Zweite ist der angenehme - oder auch nicht, wie man es nimmt: Katzen oder Kater sind bekanntlich wasserscheu. Und ich, ich hab nun doch vom Halbmarathon meinen verdienten Muskelkater bekommen. Und ich hatte schon befürchtet, ich hätte nicht alles gegeben, am Samstag ;o). Aber da war er ja heute nun und deshalb bin ich ins Schwimmbad - oder doch nicht deshalb... ;o)

Lange Rede, kurzer Sinn: 2 x 500 m, danach 300 m Paddels, 1000 m Pullbuoy und Tempoverschärfung, 200 m ausschwimmen - Ende - gut wars.

Sonntag, 9. November 2008

Off Road


Der nach dem gestrigen Halbmarathon befürchtete Muskelkater blieb weitesgehend aus. Nur ein leichtes Ziehen in den Adduktioren blieb zurück und ich wollte eigentlich heute gemütlich rollen. Entweder, wenn das Wetter nochmal mitspielt, über die Landstraße mit meinem Blitz oder aber auf der Rolle.
Doch auch mein Mann brauchte nach der gestrigen Geburtstagsfeier bei unserem Nachbarn ein bischen "Freilauf" - oder besser gesagt: frische Luft ;o) So entschieden wir uns für eine gemeinsame Mountainbike-Runde durch die Wälder ums Schlaubetal und entdeckten verlassene Forsthäuser, verwunschene Seen, kleine Bächlein - kurz, wir entdeckten Orte direkt vor unserer Haustür, die wir noch nicht kannten.
Bis auf die Tatsache, das bereits mein Gaul nach 8 Kilometern scheute und mich abwarf, wobei ich mir leicht das Knie ledierte, war`s eine schöne 3-Stündige Runde, und nun bin ich schon wieder platt ;o) Jetzt schnell was futtern und in zwei Stunden gehts dann auf nach Cottbus, zum Rosenstolz-Konzert. Freu mich drauf!

Samstag, 8. November 2008

Nun muß ich wohl...

... was? Auflösung später! Regen prasselt aufs Dachfenster, als heute morgen um 6:30 Uhr der Wecker fiept - Samstags, so bekloppt können auch nur wir Sportler sein. Uah, Regen und keine Aussicht auf Besserung. Halbmarathon in Forst, ich wills probieren, eine neue Bestzeit zu laufen. Meine alte steht seit April 2007 bei 01:38:54 und es wird Zeit, sie zu zersägen. Meine letzte Zehnerzeit von vor 14 Tagen ist da nicht so zuversichtlich, und wenn, dann nur um Sekunden. Aber einen Versuch ist es wert, die Strecke ist flach und schnell - und hässlich. 10,55 Kilometer auf dem Neiße-Damm hin und das ganze wieder zurück. Schön blöd, nur laufen, nicht gucken müssen, keine Kurven... so mag ich das ;o) Anett ist kurz nach halb 8 bei mir und wir fahren zusammen nach Forst. Sind viel zu zeitig da, da wir uns heut nicht verfahren haben, es aber in der Zeiplanung mit drin war. Also haben wir noch ein bischen Zeit, uns voll motiviert auf das Wesentliche zu konzentrieren:


Kommentar halte ich gerade für überflüssig, ich denke, die Motivation spring aus unser beider Gesichtern - unglaublich. Das Geheimnis unserer Erfolge ;o)

Immer noch Regen, Regen, Regen. Wir laufen uns mit Ganzkörperkondom warm, um nicht schon vor dem Start durchzuweichen, treffen auch noch Ralf aus dem RW-Forum und dann gehts auch schon los. Ich finde recht rasch mein Tempo, es geht mir gut und irgendwann stecke ich mittendrin in einer Truppe von 4 Jungs, das Tempo passt hervorragend. Schräg rechts einer vor mir, schräg links einer leicht hinter mir, und zwei rechts und links hinter mir - ich komm mir vor wie Paula mit ihren Hasen. Geil, die Jungs machen ihre Späße, daß sie es motivierend finden, mir hinterherzulaufen... na ja, Kerle ;o) Irgendwann bedauern sie es, daß ich gleich meinen Wendepunkt habe, ich laß sie weiter bedauern, Kilometer 5 folgt und sie machen Platz, ich lauf aber weiter - die Verwirrung ist groß - Wie, Du willst den Halben laufen? Hehe, ja, will ich. Und dann meine Frage, was sie für ein Zeitziel haben. "Irgendwas zwischen 1:40 und 1:35" "Ich hätte gern ne 1:36" sage ich "Kriegt Ihr das hin" "Für Dich tun wir alles..." Na dann kann ja nix mehr schiefgehen. Toll! An Kilometer 8 kommen mir zum ersten Mal Zweifel auf, das Tempo so halten zu können. Ist schon arg. Aber ich bleibe gut dran, es ist unwahrscheinlich motivierend, mit den Jungs zu laufen. Nach etwa 9 Kilometern haben wir die erste Frau eingeholt - jetzt bekomm ich noch mal Aufwind und bin mir sicher, es zu packen. Bis etwa Kilometer 15. Von da an wär ich am Liebsten gegangen, immer wieder war ich nahe dran, abreißen zu lassen, einer der Jungs hat sich dann auch abgesetzt, und sein eigenens Ziel verfolgt, ein anderer übernahm nun die direkte Führungsarbeit. Das war so Klasse, er hat so auf mich geachtet und ich hab so gelitten ;o) Sobald ich auch nur einen Meter nach hinten wich, kam sofort die Aufforderung, zuzumachen und das er sich hier nicht umsonst die ganze Mühe macht... Ohne ihn hätt ich abreißen lassen, ganz sicher. Etwa 800 m vorm Ziel hat er mir dann Glück gewünscht und hat noch einen vor ihm laufenden Ak-Konkurenten eingeholt, im Ziel wurde ich dann jubelnd empfangen.

Na ja: ich habs geschafft!!! Mit einer persönlichen Bestzeit von 01:36:31 und dem Gesamtsieg bin ich sauglücklich und saukaput! Ohne die Jungs, speziell ohne Wieland, hätt ich das nie und nimmer gepackt. Das war so richtig Klasse! Deshalb mußte er auch mit aufs Foto, und auch wenn es ein bischen verwackelt ist: es gehört in diesen Blog.


Anett hatte noch ne nette Überraschung im Rucksack, die haben wir uns natürlich noch schmecken lassen :o) So, und nun muß ich wohl: die Aktion Bertlich-Marathon sub 3:30 starten, denn Daniels sagt mir eine relativ sichere 3:27:50 voraus, also für den ungünstigsten Fall. Ob ich dort dann das Glück habe, von jemandem gezogen zu werden, bezweifle ich allerdings. Seit heute weiß ich diesen Bonus jedenfalls zu schätzen. Das hatte ich ja bisher noch nicht. Und es war ne harte Nummer heute. Ich werde es also in Bertlich angehen und wenn es schiefgeht, werde ich es überleben, aber ich will es wenigstens versuchen.

Prost!

Donnerstag, 6. November 2008

Einfach laufen

Nach fast 8 Stunden Computerlehrgang bin ich kurz nach 16 Uhr dann in die Laufschuhe, ich musste einfach raus. Obwohl eigentlich in der Recom-Woche ausschließlich GA1 auf dem Plan steht, konnt ich nicht anders - 13 Kilometer in 1:08 ist eigentlich komplett bekloppt, aber mir war irgendwie so. Wieder mal "Frei Schnauze" raus und durch die Gegend, einfach Laufen, Rosenstolz im Ohr. Ich hätte heute irgendwie einen Marathon laufen können, aber im Hinblick auf Samstag war wohl das Tempo schon ne Nummer zu hoch. Na ja, wir werden sehen. Heut jedenfalls wars gut für mich.

Dienstag, 4. November 2008

Locker gelaufen...

Anett - zu schnell für`s Foto

... mit Anett! Ich habe Recom-Woche und deshalb stand heute statt des sonst für den Dienstag üblichen Tempo-Trainings eine lockere 60-min-Laufeinheit an und da freute ich mich richtig drauf. Noch mehr, da es mit Anetts Plan auch passte und so liefen wir am Oder-Spree-Kanal entlang Richtung "Insel", vorbei an meiner alten Schule, auf dessen Sportplatz der Sportverein "Dynamo Eisenhüttenstadt" sein Fußballtraining unter Flutlicht absolvierte und nutzten die Chance, nachzufragen, ob wir dort ab und an zum Bahntraining erscheinen dürfen. Danach hab ich Anett verdonnert, mit mir meinen alten Schulweg zu laufen, das tue ich ab und an. Nach insgesamt 1:11 Stunden und fast 11 Kilometern pausenlosem Plappern waren wir wieder am Ausgangspunkt und - schön war`s!

Sonntag, 2. November 2008

Wolkenlauf

Ok, ich hätte auch Nebellauf schreiben können, aber das würde diesen Lauf zu einem trüben, alltäglichen, stinknormalen, für diese Jahreszeit eben notwendigen Lauf degradieren. War aber nicht so. Frei Schnauze losgelaufen, das mach ich nicht so oft, meist weiß ich vorher ganz genau, wo ich lang will und wieviele Kilometer mir das beschehren wird. Diesmal bin ich an jeder Wegkreuzung nur meiner Laune gefolgt, Musik in den Ohren, mitten im Zauber der Wolken, die auf die Erde gekommen waren. 10 Kilometer führten mich dann sogar auf der Marathonstrecke entlang, auf der noch immer die mit Sägespäne gemalten Pfeile die Richtung wiesen.
Mit pitschnassen Haaren vom Nebel - äh den Wolken und nach 2:30 und 25 Kilometern war ich dann wieder zu Hause. Dort wartete Rolle nebst DVD und da ich mir einen Bonus von 30 min herausgelaufen hatte, war nach dem Film nach 1,5 h dann auch glücklicherweise Schluß mit der Strampelei. Danach bin ich noch ins Schwimmbad.... neeee, nur in meine Badewanne! Und jetzt, jetzt bin ich so richtig schön kaput und freu mich auf meine Rekom-Woche.

Samstag, 1. November 2008

Auf der Flucht

Neben familiären Verpflichtungen verhinderten auch meine durch den gestrigen Abend weizenbierkontaminierten Glykogenspeicher einen früheren Start meines heutigen Trainings ;o)

Die Sonne gab sich alle Mühe, den schlechten Ruf des heute beginnenden "trüben Monats" zu vertuschen. Und so saß ich dann endlich um 15 Uhr auf meinem Blitz, das Thermometer zeigte 13 Grad, Herz was willst Du mehr. Kaum Wind, die Sonne auf dem Rücken, surrten die Räder den Asphalt entlang. Dorthin, wo die Neisse in die Oder mündet, wollte ich fahren. Und von dort dann auf den Oderdamm nach Eisenhüttenstadt und dann zurück nach Hause. Wollte! An der Neissemündung angekommen, unterbach ein Bauzaun meine Fahrt, der Damm bis nach Eisenhüttenstadt ist für Radfahrer gesperrt, ich konnte nur in der Ferne ein paar Baufahrzeuge erkennen - Pech gehabt, also Planänderung. Keine Karte dabei, Frei Schnauze nach Himmelsrichtung weiter, unplanmäßige 5 km-Holperstrecke hässlich zu fahren. Viel zu schnell färbte die untergehende Sonne den Abendhimmel glutrot, das sah zwar phantastisch aus, jedoch war ich noch 20 km von zu Hause entfernt. Also Sporen gegeben, das war dann kein GA1 mehr, die einbrechende Dunkelheit und die Tatsache, keine Beleuchtung am Rad zu haben ließen mir jedoch keine Wahl. Aus den ursprünglich geplanten 2,5 Stunden wurden dann leider nur 1:54 und 52 Kilometer, aber das ist auch in Ordnung.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Wut im Bauch und Power in den Beinen

Die Finanz- und Wirtschaftskrise erfasst natürlich und gerade auch die Stahlindustrie und so gab es heute auch bei uns schlechte Nachrichten. Mit einer gehörigen Wut im Bauch habe ich deshalb heute meine 5 x 3000m im Marathontempo -10-20 sec (so war es jedenfalls gefordert) abgerissen. Beim Einlaufen mit Anett spielte wohl schon das Adrenalin verrückt, denn sie musste mich zur Disziplin ermahnen, langsam zu laufen. Nach 2,8 km gings dann los - und wie es ging, mit dieser Wut. Ja, das kann ich, in solch einem Zustand bin ich 2005 in Duisburg beim HM Bestzeit gelaufen. Das Negativtempo konnte ich zwar nicht in dem Maße durchziehen, aber -3 bis -11sec waren immer drin. Die letzten 1,5 Intervalle taten dann aber schon ein kleines bischen weh. Durch die Runden, die wir liefen, tangierten wir uns einige Male, die Kommunikation wurde aber von Mal zu Mal knapper ;o). Danach noch 2 km zusammen auslaufen - macht in der Summe heute für mich 22 Kilometer. Danach war ich in der passenden Stimmung und hab meinen Chef angerufen. Nun geht`s mir wieder besser! Alles wird gut!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Gut gedopt ist halb geschwommen

Erik hat mir "Vom Junkie zum Ironman" besorgt, und weil er den Film morgen schon wieder abgeben muß, gabs heute einen Familiennachmittag und zum ersten Mal haben sich meine Männer für meinen Sport interessiert... (so Fragen wie: ist immer erst schwimmen, dann Rad und dann laufen? ;o)) Und auch wenn Schwimmen in diesem Film eigentlich komplett zu kurz kam, hatte ich beim anschließenden Schwimmtraining ein Wassergefühl, wie ich es noch nie während meines mittlerweile fast einjährigem Schwimmtrainings hatte. Es war so richtig geil, nur die beschlagene Brille forderte nach 1500 m eine kurze Pause. Die folgenden 1000 m bin ich dann mit dem Pullbuoy geschwommen und habe die Schlagzahl erhöht. Saugeil wars heute, kurz vor 22 Uhr bin ich als Letzte aus der Halle raus.

Kleiner Nachtrag noch: zwischen Film und Schwimmbad hab ich noch die lt. Trainingsplan geforderte halbe Stunde Athletik gemacht, ich finde das erwähnenswert ;o)

Dienstag, 28. Oktober 2008

Umschmiss die Zweite

Heute morgen klicke ich den Garmin aus der Ladestation und schmeiße ihn in die Sporttasche zu den anderen Laufsachen für das Intervalltraining 5 x 3000 m heute nach der Arbeit. Mit Anett treffen wir uns um 15:45 an der Inselhalle, wollen uns zusammen einlaufen, dann jeder sein Ding abreißen und anschließend noch gemütlich austraben. Ich will meinen Garmin einschalten - nix. Akku komplett leer. Beim Umdrehen seh ich das Dilemma: ein Kontakt ist wieder einmal komplett eloxiert. Und das verhindert das Laden. Super. Wie soll ich da ein Intervalltraining vernünftig gestalten. Geht nich... Ok, die eine Runde ist 3200 m lang, die andere 2000 - kann ich mir also aussuchen und nach meiner normalen Stopuhr, die ich auch im Alltag trage, laufen. Nach dem Einlaufen will ich diese starten: Fehlanzeige. Nix is, auch sie streikt. Ich freunde mich bereits mit dem Gedanken an, mit Anett die Intervalle mitzulaufen, ist ja auch nicht sooo langsam, aber dann entschließen wir uns Beide für einen 14km Genusslauf in den Abend hinein, hinaus aus der Stadt und in die Wälder. War auch schön, oder eigentlich viel schöner. Das Tempotraining wird nachgeholt - am Donnerstag. Was muß, das muß. Der Garmin ist schon freigekratzt und hängt an der Ladestation.

Montag, 27. Oktober 2008

Plan-Umschmiss

Eigentlich habe ich Recom-Woche. Blödsinn ;o)... Na ja, eigentlich nicht, aber am 8. November möchte ich einen Halbmarathon laufen, und den möglichst ausgeruht, soll er doch der Standortbestimmung dienen, und nicht nur das, das Ergebnis soll darüber entscheiden ob Bertlich oder nicht. Soll heißen: Bertlich-Marathon nur, wenn die HM-Zeit auf eine Bestzeit schließen läßt. Meine 10er-Zeit macht es mir nicht leicht, Daniels sagt 3:26.... aaaaber eher blablabla 3:32. Dankeschön, aber das hab ich schon ;o)

Also, um eine vernünftige HM-Zeit abzuliefern, die dann auch PB sein müsste, möchte ich ausgeruht sein und deshalb werde ich die Recom-Woche um eine solche nach hinten verschieben und diese Woche noch einmal das Programm von letzter Woche durchziehen. Das hatte ich ja eh nur mit halbem Ar*** gemacht, wegen des Zehners.

Heute wollt ich Fenster putzen, aber dann haben wir, als ich nach Hause kam, Winterurlaubsplanung gemacht, dann war ich mit dem Hund - darüber wurde es dunkel - na ja, Wohnzimmer und Diele habe ich ja trotzdem geschafft, dann eben im Dunkeln. Der Rest muß halt warten bis zum nächsten Ruhetag... ;o) Ja, mein Haus hats auch nicht leicht mit mir. Und weil ich darüber hinaus nun noch eine Menge freier Energie hatte, hab ich mich auf die Warteliste des ausgebuchten Untertagemarathons am 6. Dezember setzen lassen. Hat nicht genug wehgetan, letztes Jahr! Einmal doof - immer doof - ist eben so!

Sonntag, 26. Oktober 2008

Platt

Ich hatte mal wieder nur die Rennerei im Kopf und habe die wirklich schönsten Dinge, die der gestrige Wettkampf noch so mit sich brachte, völlig unterschlagen. Wie gut, daß Anett wenigstens darüber berichtete.

Die heute gewonnene Stunde habe ich meinem Haushalt geschenkt und noch eine weitere dazu, muß ja auch mal sein. Gegen 10:30 bin ich dann aber bei herrlichem Sonnenschein losgetrabt - Große Ausdauereinheit, 2 Stunden laufen (es wurden 2:15) durchs herbstliche Schlaubetal. Nach 1:45 war ich ziemlich alle, der gestrige Zehner forderte wohl doch seinen Tribut.

Zu Hause war alles vorbereitet, Rolle, Notebook mit DVD, Kopfhörer - locker treten zu meinem Lieblings-Zweiteiler (nein, nix zum Anziehen, ein Film) ging dann aber wieder. Zumindest die erste Stunde. Nach 1,5 Stunden war ich erlöst, Film alle und darüber war ich überhaupt nicht böse. 3:45 sollten genügen. Morgen ist Ruhetag, den hab ich nun auch nötig - und meine Fenster auch, die müssen nämlich geputzt werden.

Samstag, 25. Oktober 2008

Vielen Dank Herr Fürst von Pückler...

... für diesen wundervollen, läuferfreundlichen Branitzer Park!
Vor zwei Jahren habe ich bereits an diesem tollen 10km-Lauf teilgenommen, damals habe ich mir vergeblich die Zähne an dieser verdammten 45 aus gebissen - 45:01 war damals mein offizielles Ergebnis, auf das ich aber durchaus stolz war. Aber ich hatte die 44 vor dem Doppelpunkt, die ich so lange herbeisehnte, knapp verpasst.

Im letzten Jahr bedauerte ich es dann sehr, hier nicht starten zu können, die Strecke ist schön zu laufen, sehr kurzweilig, 85 Prozent auf Wald- bzw. Parkboden und durchaus bestzeitentauglich. Aber unser Schlaubetalmarathon fiel auf den gleichen Tag. In diesem Jahr zeigten sich die Cottbusser kulant und verlegten ihren Lauf kurzerhand eine Woche nach hinten.

Meine persönliche 10er Bestzeit kannte ich nicht wirklich. Im Oktober 2006 jene 45:01 und dann im März des Folgejahres eine 44:08 - geht gar nicht, nicht mehr in meinem Leistungsniveau und schon gar nicht im zeitigen Frühjahr nach dem Wintertraining. Damals zeigte mir mein Garmin auch eine eindeutig zu kurze Strecke an und hochgerechnet ergab das dann eine Zeit von 44:40, welche ich fortan zu meiner PB erklärte und welche es für mich zu unterbieten galt. In Berlin vor zwei Wochen war es mir mit 44:51 leider nicht gelungen.

Da ich mir die Messlatte immer gern etwas höher lege, erklärte ich vor dem Lauf unter Zeugen (Anett), daß ich eine 44:30 laufen möchte und das nur dies für mich eine neue Bestzeit darstellt.

Kalt wars heute morgen, 6 Grad, aber ich entschied mich für kurz (hatte gar nix anderes mit). Beim Einlaufen um den See wollte mir aber nicht recht warm werden. So hatte ich auch die ersten zwei Kilometer arg zu tun, die Beine auf Betriebstemperatur zu bringen, die Pace war aber ok. An Kilometer 4 erspähte ich etwa 50 m vor mir direkte Konkurenz, gelbes Shirt, schwarzer Zopf - die hol ich mir! YES - bei Kilometer 6 hab ich sie und etwa 100 bis 150 m vor mir tanzte der nächste Zopf, diesmal in weißem Shirt. Nachdem ich das potentielle Opfer anvisiert und den Kilometer 6 mit 26:50 passiert hatte, bekam ich Gehirnmatsche und begann bekloppterweise irgend eine Schwachsinn zu rechnen - kam letztlich zu dem Schluß, daß, wenn ich jetzt sogar 5 min pro Kilometer bräuchte, ich eine unreelle Zeit hinlegen würde... bis mich das Kilometerschild mit der roten 7 aus dem Wahn erlöste.

Rechnen und Laufen passen bei mir halt nicht zusammen. Weißen Zopf mit schwarzem Shirt - oder war es umgekehrt - hin oder her, ich kam nicht mehr ran, an die (wie ich hinterher hörte 17-jährige) Läuferin aus Cottbus. Mit Platz zwei in der Gesamtwertung (von 31) und Platz eins in der Ak und einer persönlichen (Punktlandungs)Bestzeit von 44:29 bin ich sauglücklich! Das Auslaufen mit Anett, die ebenfalls Bestzeit gelaufen ist und Dieter rundete die Sache ab!

Meine Kampfansage für 2009: ich will eine 43 vor dem Doppelpunkt!

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Die Sonne strahlt...

... heute den ganzen Tag, so, als wolle sie sich entschuldigen, für den Ausrutscher gestern. Und so, als wolle sie sagen: Saug ihn noch einmal ein, diesen schönen Herbsttag, ein paar Blätter hat der Wind noch an den Bäumen gelassen, nicht mehr lange, und dann sind auch sie verschwunden.

Und das tat ich auch. Nach der Arbeit hatte ich so richtig Lust, mich noch einmal aufs Rad zu setzen und über die Landstraßen zu rollen. Aber der Wind war recht frisch und es wird gegen Abend dann doch recht rasch kühl. So entschied ich mich dann doch für den Lauf, der ja auch im Plan stand. Allerdings machte ich aus geforderten 75 min dann nur 45, denn ich möchte doch ausgeruht am Samstag an der Startlinie stehen. Es wurde noch recht aufregend unterwegs, denn einem älteren Ehepaar war ihr großer schwarzer Hund weggelaufen und ich versprach, die Augen offen zu halten. Sie haben ihn dann selbst gefunden, waren aber so freundlich und warteten auf mich, bis ich zurückkam, nicht, daß ich umsonst weitersuche - hätt ich nicht ;o)

Im Anschluß an den Lauf noch eine halbe Stunde Athletik und Streching, dann Hausarbeit und nun Couch. Komisch, die Kinder kommen immer weniger heim, ich hab plötzlich so viel Zeit übrig, vielleicht sollte ich anfangen zu stricken ;o))

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Regen den ganzen Tag

Soll er doch, von mir aus. Ich bin froh, daß ich die Laufeinheiten an den vergangenen schönen Tagen gemacht habe, obwohl ich kein Schönwetterläufer bin und es durchaus reizvoll finde, durch den Regen zu traben. Aber so ist`s auch nicht schlecht.

Weil Ferien sind, brauch ich vor 8 gar nicht in die Schwimmhalle. Und selbst um diese Zeit ist es unmöglich, eine freie Bahn zu bekommen, ja nicht einmal, sich noch irgendwo einzuklinken, da es übermäßig voll ist. Ok, geh ich eben nebenan ins Nichtschwimmer, wenn ich dort quer schwimme, dann ist eine Bahn 20 m lang. Na ja, besser als nix.

Es schwimmt sich gut, irgendwie habe ich heute ein gutes Wassergefühl und während ich so vor mich hinschwimme, kommen mir unweigerlich die vielen Stunden vor fast genau einem Jahr in den Sinn, in denen ich an genau der selben Stelle ums Überleben und um jeden gekraulten Meter kämpfte - oder was ich dafür hielt. Erst gegen 20:45 hatte ich das Bad dann plötzlich wie auf einen Schlag ganz für mich allein. Ich hatte es allerdings verpasst, vorher was Kleines zu essen, deshalb trieb mich dann der Hunger nach Hause. Gut war`s.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Zuviel gewollt und abgeschossen

Die 5 x 3000 m im bekloppten Tempo geisterten mir bereits seit einigen Tagen im Kopf herum, denn ich finde das ganz schön heftig. Und dann ausgerechnet heute, nach dem gestrigen Kanten von erst 23 km Laufen und anschließend geschätzten 48 km Rolle.... Na ja, ging wohl in die Hose... ;0)

Nach dem 2. Intervall war die Luft raus, ich werde ja am Samstag noch einen 10er Wettkampf laufen, da hol ich mir dann die restlichen TempoKilometer und noch einen als Strafe dazu.

Auf dem Rückweg lächelte mich vom Baum ein knallroter Apfel an und zur Belohnung hab ich mir den dann noch gegönnt, bevor ich die restlichen 2 Kilometer nach Hause getrabt bin. Reue? Nö! Bin kaput wie nach dem Soll - von daher ist`s ok.

Schlaubetal-Marathon 2008


Der Schlaubetal-Marathon gehört zu meinem Leben, mehr, als zu meinem Weg vom Läufer zum Triathleten, und darum - HIER gibts einen (diesmal nur kleinen) Bericht.

Montag, 20. Oktober 2008

Ein Stück vom Paradies

Das ich Freitag und Samstag nicht zum Trainieren kommen würde, war ja klar. Aber eigentlich wollte ich dann gestern die Ausdauereinheit des Marathon-Trainingsplanes durchziehen. So gegen Nachmittag, hatte ich mir gedacht, wenn die Aufräumarbeiten beendet sind.

Na ja, nun ging die Party bis 2 Uhr, das Aufräumen am Sonntag bis 14:00 und nachdem ich was gefuttert hatte und nur eine halbe Stunde die Beine hochpacken wollte, war`s dann geschehen... ich wollte nicht mehr! Der Schweinehund hat zugeschlagen! Könnte man meinen. Nee, ich habe ganz einfach nur meine Trainingseinheit von Montag auf Sonntag vorgezogen... ;o) Den Ruhetag ;o) Nachdem ich mich dann ein bischen ausgeruht hatte, hab ich mich um meinen seit 4 Tagen verlotterten Haushalt gekümmert - was sein muß, muß sein.

Da ich aber diese lange Trainingseinheit in der Marathon-Vorbereitung für wichtig halte (obwohl ich am Samstag sicher auch mindestens einen HM gelaufen bin), habe ich dann die Einheit heute nachgeholt, obwohl man das ja eigentlich nicht soll. Aber mich zog es sowieso hinaus bei diesem goldigen Herbstwetter - in mein Schlaubetal - und zwar in den Teil, der nicht in den Marathon integiert ist, der fast nur mir allein und manchmal ein paar verirrten Wanderern gehört. Na ja, das stimmt sicher nicht, aber ich habe das Gefühl, weil ich noch nie einer Menschenseele in diesem Stück Schlaubetal begegnet bin. Hier wird das Laufen zum Hochgenuss.
Obwohl ich mindestens schon 20 mal hier entlang gelaufen bin, habe ich noch niemals dieses Grab hier mitten im Wald entdeckt. Sachen gibts...
Nach 2 Stunden und 9 Minuten sitze ich dann zu Hause auf der Rolle, Laptop mit DVD im Innern hatte ich vorher bereits vorbereitet und so ging es zum "Goldenen Kompass" dann noch für weitere 1:50 h auf die Rolle. Trotz Ablenkung durch den Film war es dann in der letzten Stunde doch mächtig hart.

Eigentlich stehen Morgen 5 x 3000m im Marathontempo minus 10-20sec an, aber das sollte man ausgeruht machen - ich denke, das wird morgen nix. Mal schauen, wenn das Wetter schön ist, werd ich noch ne Runde mit dem Rad in die schönen bunten Natur starten. Schwimmen wäre sicher besser, aber da Ferien sind, wird es schwierig, eine Bahn zu ergattern und Abends, wo die Chance bestünde, wollen wir den Marathon auswerten. Ja, nicht so einfach mit der Freizeit ;o)

Freitag, 17. Oktober 2008

Der Countdown läuft...

... für die zweite Auflage unseres Schlaubetal-Marathons. Immerhin bin ich heute schon eine Stunde eher zu Hause, als im vergangenen Jahr. Und die Probleme, die wir im letzten Jahr hatten, hatten wir allesamt auch nicht.

Aaaaber: Es gibt so Sachen, die gibt es gar nicht... ;o) Mal schauen, was uns morgen dann so wundersames erwartet. Sport frei!

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Wenn du nicht mehr spürst, daß du läufst

Wenn dich während des Laufens völlig unerwartet ein totales Glücksgefühl durchströmt, du nicht mehr spürst, das du läufst, du eins bist mit allen Dingen, die um dich herum sind, dem feuchten Hebstlaub, der Musik in deinen Ohren, dem Geruch des Waldes und dem Wind in deinem Gesicht - dann hast du wahrscheinlich das seltene Erlebnis eines Runners High.

Zum ersten und einzigen Mal habe ich das im kalten Winter 2005/2006 erlebt, als ich an der zugefrorenen Oder in den Sonnenaufgang hineingelaufen bin. Und dann eben heute, an diesem sonst so hektischen Tag...

Die Vorbereitungen des Schlaubetal-Marathon laufen auf Hochtouren und deshalb kam ich nicht drum herum, meine Laufschuhe zu schnüren, als die Abenddämmerung bereits einsetzte. In die Stadt wollte ich nicht, da ist zwar Licht, aber ich wollte mir heute ein wenig den Kopf freilaufen und dazu taugen keine Ampeln, kein Autolärm, keine beleuchteten Schaufenster. So hab ich den Radweg hinaus aus meinem Dorf in Richtung Schlaubetal gewählt, den kann ich auch ohne Stirnlampe laufen.

Eigentlich steht heute eine CAN do-Einheit von 45min an, da ich aber in den nächsten 2 Tagen nicht dazu kommen werde, zu trainieren, habe ich diese mit der morgigen MUST-Einheit getauscht. 75 min mit 3 Steigerungen. Na ja, was soll ich sagen, es läuft schleppend an, ich finde nicht so recht ein Tempo, bei dem ich mich wohlfühle, die doofen Intervalle vom Montag haben meinen Laufrythmus irgendwie durcheinandergebracht. Aber irgendwann dann, ja, irgendwann hat dann alles gepasst. Leider ist es in dem Moment, in dem du realisierst, was da gerade mit dir passiert, auch schon wieder in dieser höchsten Intensität vorbei. Aber auch der Rest des Laufes war das, was man im allgemeinen "verdammt geil" nennen könnte.

Den nächsten Sport im eigentlichen Sinne gibts für mich erst wieder am Sonntag Abend. Obwohl das, was die nächsten 2 Tage folgen wird, ja durchaus auch unter Ausdauertraining zählen dürfte ;o)

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Große Ereignisse...


... werfen ihre Schatten voraus ;o) Nach der Arbeit mit dem seit gestern voll mit Schildern beladenen Bulli zum Verein gefahren, alles abgeladen, sonstigen Kram ausgeladen, mit Falk, Jens, Thomas, Jörg, Anett und Bianka die vorbereiteten Startnummerntüten mit Startnummern und sonstigen schnuckligen Dingen befüllt und um 20:30 Uhr dann endlich im Wasser.

Der Vorteil: die letzte halbe Stunde gehörte das Schwimmbad mir allein. Reine Trainingszeit 75 min. Ein langer Tag - aber ich habs ja so gewollt ;o)

Dienstag, 14. Oktober 2008

Gehasst und geliebt...

... werden sie von mir, diese Intervall-Trainingseinheiten. Heute standen 6 x 2000 m im Marathontempo minus 10 bis 20 sec und dazwischen kurze 400 m Trabpause an. Die Beine fühlten sich frisch an, ohne Nachwirkungen vom Wettkampf am Wochenende, gestern war zudem Ruhetag. Also frisch fröhlich auf den Oderdamm, da war ich lange nicht, das Wetter war gut, kurze Klamotten noch einmal, die Strecke ist asphaltiert und flach...

Ich laufe mich etwas ein, so knapp 3 Kilometer, vorbei an der alten Kraftwerksruine, die noch zu Hilters Zeiten gebaut wurde. Hier gibt es jede Menge Braunkohlevorkommen - doch dann kam alles anders und der Rohbau wurde niemals beendet. Man sieht im Schornstein noch die Einschüsse von den erbitterten Kämpfen hier an der Oder.
Es liegt hier, direkt an der Grenze zu Polen, immer eine ganz eigenartige Atmosphäre in der Luft, etwas unheimlich, aber nicht unangenehm - so auch heute.
Nach dem Einlaufen wirds dann ernst - das Tempo ist hart, es ist mir ein Rätsel, wie ich vor zwei Tagen über 20 Sekunden schneller sein konnte, und das auf durchgängigen 10 Kilometern. Jedes Mal bin ich echt froh, daß die 2000 m zu Ende sind, die Vorgabe von minus 10 schaffe ich nicht ein einziges Mal. Aber wenigstens bin ich nicht langsamer, als geplantes M-Tempo und es sind ja auch noch ein paar Wochen Zeit. Sollte das Gefühl für dieses Tempo allerdings nicht besser werden, werde ich den Bestzeitenversuch für dieses Jahr canceln und nur einen Halbmarathon in Bertlich laufen. Daniels sagt ohnehin nach meiner Zehnerzeit eine sehr knappe Kalkulation auf sub 3:30 voraus. Wir werden sehen, noch ist es nicht soweit, sich zu entscheiden.

Beim Auslaufen über 3 km belohne ich mich dann, indem ich barfuß auf der von Rasen bewachsenen Dammkrone laufe. Und jetzt, so im Nachhinein, mag ich diese Trainingseinheit, die immerhin fast 20 km gebracht hat.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Standortbestimmung - "Berlin rennt - 10 km"

Vorn Links bin ich

Die Nacht war kurz, nach einem wundervollen Reinhard-Mey-Abend konnte ich es natürlich nicht lassen, mich noch via Internet über die aktuellen Geschehnisse beim Ironman Hawai zu informieren. Die Vernunft, na ja und auch die Müdigkeit siegten dann jedoch gegen 2 Uhr nachts. Kein großes Problem allerdings, da der Lauf im Herzen Berlins, mit Start und Ziel am Schloss Charlottenburg erst um 12:30 Uhr startet.

Ich habe keinen Plan, zu welcher Solo-Leistung ich auf 10 km imstande bin, aber eine Pace von 4:23 für ne neue Bestzeit halte ich für utopisch. Trotzdem will ich alles geben. Weil ich mich bis 10 min vorm Startschuß warmlaufe, komm ich nicht mehr in den Startblock rein, muß also außen anstehen, und habe somit alle Läufer zwischen 40 und 50 min geplanter Endzeit vor mir.

Diese Spanne von 10 min sind natürlich bei einem 10er Welten und als ich mich auf den ersten 1,5 km mühsam vorarbeite, bestaune ich so manche Selbstüberschätzung.... Na ja...

Ich kann dann endlich frei laufen, merkwürdig ist, daß mein Forerunner permanent aktuelle Paces von 4:11 anzeigt, allerdings Rundenpaces von 4:25:xx hmh....

Ich fühle mich recht wohl bei dem Tempo, glaube aber, daß es zu früh ist, noch weiter aufzudrehen. Dann laufen wir in den Zoo hinein - bis auf ein paar Enten oder so bekomm ich nix mit von den Tieren. Die Wege sind sehr schmal und dazu kommt, daß hier die Staffelläufer wechseln, also wieder langsame Läufer im ohnehin schon schmalen Terrain unterwegs sind. Das kostet Zeit, auch die vielen Kurven.

Raus aus dem Zoo werden die Straßen auch wieder breit, im Großen und Ganzen ist es eine wunderschöne Laufstrecke durch die Hauptstadt - Berlin ist einfach immer und immer wieder geil. So 3 Km vor dem Ziel erkenne ich von hinten eine Läuferin, deren Stil mir bekannt vorkommt - klar, das ist Mieke aus Berlin, direkte Konkurrentin beim Duathlon am letzten Wochenende. Ich laufe auf, tippe auf ihre Schulter - Freude auf beiden Seiten - heute sind wir keine Konkurrenten, um den Sieg geht es nicht und sie ist eine AK unter mir. Also ziehen wir uns beide gegenseitig ins Ziel. Kurz davor steht Elke und erwischt uns sogar noch mit der Kamera.


Mit 44:50 schramme ich nur ein paar Sekunden an meiner Bestzeit vorbei, die hab ich irgendwo bei den Enten im Zoo gelassen - aber das macht gar nichts. Ich weiß, daß ich es draufgehabt hätte und darüber bin ich ziemlich happy. Zu Hause dann schau ich in die Ergebnisliste von Davengo und sehe, daß ich Ak-Zweite von 312 geworden bin!!! Und das in Berlin - das glaub ich fast gar nicht. Und deshalb krieg ich auch das Grinsen gerade gar nicht weg. Bleibts halt :oD

Mein Garmin spuckt übrigens am Ende eine 10,3 km-Strecke aus und beim Exportieren auf Google Earth spuckt mir dieses sogar 10,48 km aus... das gibt Traumstoff ;o)

Freitag, 10. Oktober 2008

Der Joker im Ärmel

7:40 liege ich auf der Pritsche meines Physio und mir tat eigentlich schon seit Tagen nix mehr weh. Eigentlich seit dem Tag, an dem ich erfuhr, daß der Nierenstein ein ISG ist und der Krebs eine Blockade... Na ja, aber auf die Physio freu ich mich. Weil: der kennt jeden Muskel meines Körpers und der macht immer, daß wenn nix mehr geht, alles wieder geht.

Als ich 20 min später wieder aufstehe, habe ich das Gefühl, eine Dampfwalze hätte mich überrollt. Und immer schön warmhalten (Oma) - jaaaaaa jaaaa!

Das Wetter ist ein Traum: Sonne satt den ganzen Tag und 15 Grad. Mein Trainingsplan zeigt mir heute ein rotes "Must do" - Kästchen: 60 min Laufen.... Aber ich hab so Lust aufs Rad - und ich habe mir ja gestern durch die Can do-Einheit einen Bonus erarbeitet. Außerdem ist es sicher sowieso klüger, jetzt so 2 Tage vor dem Wettkampf nicht mehr groß zu laufen. Also zieh ich den Joker - die Radeinheiten am Wochenende müssen ja ausfallen - mach ich sie eben jetzt.

Kurz nach 4 rolle ich los, schön warm eingepackt, ich fahre die Strecke, auf der ich vor etwa 6 Monaten mein Rad eingerollt bin. Fahre vorbei an der Stelle,an der ich zum ersten Mal in die Aero-Position bin und erinnere mich, wie unsicher ich damals doch war. Ja, hat sich wohl viel getan, in den letzten 8 Monaten.

Heute aber waren es dann knapp 2,5 Stunden auf dem Blitz durchs herbstliche Brandenburg - schön, und zum Schluß ein bischen kalt! Morgen fahre ich nach Berlin. Erst zu Birgit und dann gehen wir abends gemeinsam zum Reinhard Mey-Konzert ins Tempodrom, für das wir schon seit über einem Jahr Karten haben. Und am Sonntag ist um 12:30 Uhr am Schloss Charlottenburg Start eines 10km-Laufes. Promineten Besetzung: Dieter Baumann und - was mich besonders freut: Jan Frodeno und Daniel Unger - Triathletinnen-Herz, was willst Du mehr ;o)

Das schwarze Geheimnis - Episode 1

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Ein Lauf für die Sinne


Die Trainingseinheit heute steht in einem blauen Kästchen, das heißt nicht "must do" sondern "can do". Und weil der Tag so schön mit Sonnenschein anfing, hatte ich Lust auf diesen kurzen lockeren Lauf a 45 min. Außerdem werden beide Ausdauer-Trainingseinheiten am Wochenende wegfallen, wegen des Konzertes am Samstag und des 10er Wettkampfes am Sonntag. Also "can ich erst recht do" ;o)

Pünktlich zum Feierabend ist dann jedoch die Sonne verschwunden, der Himmel mit dicken Wolken verhangen, die dann während ich unterwegs bin, auch noch leichten Nieselregen hervorbringen.
Und trotzdem war es ein rundum schöner Lauf. Die neue Rosenstolz in den Ohren, Niesel im Gesicht, die Gedanken weit weg... Wer braucht schon die Sonne am Himmel, wenn sie im Herzen scheint!

Jetzt schnell duschen und dann zum nächsten Termin im Auftrag des Schlaubetal-Marathon.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

(Im) Wasser marsch...

Heute war Einweisung aller Helfer des Schlaubetal-Marathons. Die Helfer, speziell die Leute an den Versorgunsstellen wurden über die Bedürfnisse der Läufer aufgeklärt, na ja, es wird schon werden. Im Großen und Ganzen wirds schon etwas perfekter, als bei der ersten Auflage im letzen Jahr. Dank meinen neuen Erkundungen mit SportTracks und Google-Earth konnte ich die Laufstrecke samt Verpflegungspunkten via Beamer an die Wand werfen. Erst nach 19 Uhr sind wir dann fertig, ich hab Hunger, gönne mir beim Bäcker noch ein Stück Quarkkuchen und gegen 19:30 Uhr stehe ich endlich am Beckenrand.

Mein Trainigsplan sagt 60 - 90 min Schwimmen - ok, dann mach ich das einfach mal. Einfach eben so, einfach nur schwimmen, so sechzig bis neunzig Minuten... Die ersten zehn sind irgendwie ätzend und ich schaue dauernd auf die große Hallenuhr. Der Rest ist ein Selbstläufer.... Schwimmen, besser gesagt abtauchen - herrlich, schön! Die Gedanken baden schicken - besser geht fast nicht. Ich bin 120 Bahnen a 25 m geschwommen, macht summa summarum 3000 m.

Irgendwie war das so richtig geil!

Dienstag, 7. Oktober 2008

Mein Plan B beginnt

Soviel Zeit muß sein: schöne Momente selbst im härtesten Training

"Beginnt" ist falsch. Er begann ja eigentlich schon. Und zwar gestern. Mit einem Ruhetag. Den habe ich gemeinsam mit Bianka und Jörg genutzt, um noch diverse Dinge für unseren Marathon zu besprechen, ich war dann erst gegen 21 Uhr zu Hause.

Heute also Tag 2 des Planes B. Doch zuvor noch ein paar erklärende Worte: das B steht ja meistens für... die zweite Möglichkeit, wenn Plan A nicht aufgeht. In meinem Falle steht das B aber für BERTLICH. Bertlich deshalb, weil ich denke, daß es häßlich genug ist, um sich die Kante zu geben, nicht feiern zu müssen, wenn Zuschauer am Straßenrand brüllen: "SUPER, KLASSE" und Du weißt, Du hast auf Deine Endzeit schon 2 min eingebüßt... Nee, sowas will ich nicht. Jetzt nicht. Ich will Bestzeit laufen und das auch nur, wenn ich weiß, daß ich`s drauf hab. Und dazu brauch ich nur mich selbst, ne flache Strecke und ne halbwegs gut funktionierende Zeitmessung.
Also doch Plan B! Wenn ich merke, daß ich´s nicht drauf hab, werd ich`s nicht versuchen. Ich will eine Bestzeit, ohne das sie wehtut. PUNKT Und wenn es nicht geht, dann eben im nächsten Jahr. Und in Bertlich will ich keinen Genussmarathon laufen. Dann wirds eben nur ein halber. Aber genug geschwafelt.

Die erste Trainingseinheit des Planes für Triathleten ging mal gleich hefigst zur Sache: nach dem Einlaufen 5 x 2000 m Marathontempo - 10 bis 20 sec. Das ist hammerhart, die -20 entsprechen ja meinem 10er WK-Tempo. Was solls, ich versuchs, schaffe alle Intervalle in -10 bis -14, wäre auch mit reinem M-Tempo zum Auftakt zufrieden gewesen. Aber es war echt hart, da einige Hügel mit dabei waren. Am Ende knapp 18 Kilometer und das Gefühl: Gutes Training heute.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Mein Schlaubetal

Mit Bianka an der Kieselwitzer Mühle bei km 11

Der Countdown für die zweite Auflage unseres Schlaubetal-Marathons läuft. Noch zwei Wochen bis zum großen Tag. Grund für uns heute, noch ein letztes Mal die gesamte Strecke abzulaufen- bzw. zu fahren. Bianka brauchte einen Langen Lauf, mir war es egal, so teilten wir beide uns die Strecke. Teilweise hatten wir dann unterwegs noch Begleitung von Matti, Werner und Anett.

Das Schlaubetal ist im Moment gerade voll damit beschäftigt, sich für den 18. zu rüsten und färbt langsam die Blätter der Laubwälder in warme Rot- und Gelbtöne. Zum rechten Zeitpunkt wird dann hoffentlich alles golden sein.

Mit Werner fahre ich stets neben Bianka her, doch ein Blick auf die Uhr sagt mir, daß Anett bereits an der Bremsdorfer Mühle auf uns wartet. Eine schöne Gelegenheit, mal kurz auszubrechen und aufzudrehen, mir mit dem MTB mal die Kante zu geben. Teilweise geht es recht heftig zu, so über Wurzeln, Löcher, Schlamm. Da ich aber keinen Helm aufhabe, bin ich doch etwas vorsichtig an manchen Stellen, auch dort, wo die Schlaube nur 10 cm am schmalen Pfad entlangfließt. Es macht eine irre Laune, ich werde das unbedingt ins Wintertraining einbauen. Vielleicht wage ich mich ja dann irgendwann doch noch mal an einen Cross-Tri- oder Duathlon.
Zauberhaftes Schlaubetal


Gemeinsam mit Anett warten wir dann auf Bianka und Werner, und nun geht es für 15 km zu Viert durchs Schlaubetal. Dies ist auch wegen des schönen Wetters heute bei Wanderern sehr beliebt und es sieht zum Schießen aus, wie Bianka begleitet von 3 Radfahrern durch die Gegend rennt. Wir flachsen dann immer, wenn wir an Leuten vorbeikommen sowas wie: "Eigentlich ist sie im geschlossenen Vollzug, aber das ist Teil der Therapie - Agressionsabbau" und finden das lustig.

Anett verläßt uns dann in Drei Tannen, Werner an km 30 in Fünfeichen. Nette Ortsnamen, oder?!
Bei Km 34 tauschen wir dann die Rollen, Bianka geht wohlverdient aufs Rad und ich nehme die letzten 8 Km unter die Füße. Geil wars wiedermal.

Freitag, 3. Oktober 2008

3. Oktober - ein Datum, 3 Gründe zum Schreiben

Ja, der erste Grund, heute hier was reinzukritzeln, ist der, daß ich genau an diesem Tag vor 3 Jahren morgens gegen 1 Uhr eine Zigarette ausdrückte, und dann ins Bett ging. Als ich dann gegen 10 nach dem Frühstück wie gewohnt mit Kaffee und Aschenbecher zum PC gegangen bin, um im Forum zu schnökern und gemütlich dabei eine zu rauchen, hab ich mir so gedacht: NÖ! Diese Zigarette rauche ich nicht. Und das hab ich bis heute nicht getan.

Der zweite Grund ist mein Saisonabschluß im Multi-Sport-Wettkampfgeschehen. Nach einer kurzen Nacht bin ich heute Morgen ins 2 Autostunden entfernte Schönborn bei Finsterwalde gefahren. Ein kleiner Duathlon, bei dem alles ein bischen anders ist. Also einfacher. Aber trotzdem schön. Und herzlich eben. Ich mag solche Wettkämpfe.

Bei der Anmeldung gibt es zunächst kleine Pappkärtchen, auf denen die Startnummer steht. Also, früher hätte ich gesagt: Zigarettenschachtelgroß. Jaaaaa, früher. Jetzt überleg ich gerade, was dem nahekommt, so aus Sportlersicht. Geltütchengroß - ja, das passt. Das Kärtchen muß man irgendwie mit sich führen und dann abgeben. Blos wann???? Na ja, wir werden sehen.

Die Wechselzone besteht aus 3 rostigen Fahrradständern vom ehemaligen Konsumgeschäft des Dorfes. Der Rest der Räder lehnt am Zaun, wer früh da ist, hat den Luxus, sein Rad "profimäßig" an das Geländer, besser gesagt die Absperrstange des kleinen Fußballplatzes - also die Stange, wo die Nachbarn mit den Bierbäuchen und den Bierflaschen in der Hand drauflehnen, um wiederum ihre Nachbarn vom FC Traktor Kleinkleckersdorf anfeueren. Also die Anlehnstange für Fußballfans - ich glaube, jeder weiß, was gemeint ist. Solch einen Platz habe ich ergattert - der erste Sieg heute.

Siegerehrung ala Schönborn ;o)

Es ist schweinekalt, als ich morgens losfahre, zeigt das Thermometer 4 Grad und es wird noch wahnsinnig in die Höhe klettern. 9 Grad werden es während des Wettkampfes sein. Und es bläst ein eisiger Wind. Ich entscheide mich für meinen Einteiler mit Kurzarm, Radweste, Arm- und Beinlingen. Die Laufstrecke ist crossig, hier bereue ich fast ein wenig die Beinlinge, später werde ich froh sein, sie anzuhaben. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Rennen angehen soll, habe sowas ja noch nie in der Länge gemacht. Den 10er Auftaktlauf volles Rohr trau ich mich nicht, immerhin folgen 30 mir unbekannte Radkilometer und anschließend nochmal 5 zu Fuß. Also laufe ich angestrengt, aber nicht am Limit. Leider starten nur 4 Frauen auf der langen Distanz, die erste ist gleich nach dem Start weg, die Zweite läuft etwa 10 m vor mir. Da häng ich mich erstmal ran, aber nach etwa 3 Kilometern gehe ich dann doch vorbei. Nun hängt sie sich an mich und kurz vor der Wechselzone dreht sie nochmal voll auf. Nee, ich laß mich nicht herausfordern, der Wettkampf ist noch lang. Nach 47:27 bin ich an meinem Rad wechsel rasch die Schuhe, Helm und Brille auf und bin noch vor meiner Konkurentin auf der Radstrecke. Die ersten Kilometer machen einen Heidenspaß, klar, mir ist ja auch noch vom Laufen warm. An Km 7 an einer Kurve sehe ich, daß meine Verfolgerin direkt hinter mir ist. Nach einem kurzen netten smalltalk dreh ich auf - ihre Laufleistung entspricht meiner, also hab ich nur auf dem Rad die Chance, ein-zwei Minuten herauszufahren. Es geht ja immerhin um den 2. Platz. Der Gedanke, noch von Hinten aufgerollt zu werden, kommt mir komischerweise gar nicht erst.

Bereits an der Wendestelle nach 15 Kilometern habe ich knapp 700 m herausgefahren. Das dürfte genug Polster sein für den 5er im Anschluß. Nun blos nicht nachlassen. Langsam bin ich komplett durchgefroren und der eisige Wind macht auch das Fahren nicht angenehmer. Meine Arme sind kalt, meine Hände komischeweise nicht. Auch der Körper ist warm - aber die Füße, die spüre ich kaum noch vor Kälte. Nach 30 Kilometern und 58:15 bin ich wieder an meiner Anlehnstange ;o). Dies ist die schnellste "Frauen-Radzeit", sogar 3 sec schneller als die der späteren Siegerin. Aber die läuft eben nochmal in einer anderen Liga.

Rad abstellen, Helm wegschmeißen, Sonnenbrille auch, Schuhe wechseln, alles geht fix. Und nun mache ich die Erfahrung meines Lebens: Ein Lauf mit tiefgekühltem Fahrgestell. Meine Beine sind steif vor Kälte, meine Füße, speziell die Zehen völlig taub. Es ist hammerhart und brauch genau bis zum Wendepunkt nach 2,5 km, bevor alles an mir auf Betriebstemperatur ist.

Für die letzten, sehr crossigen 5 km brauch ich dann nochmal 25:29 und mit einer Gesamtzeit von 02:11:11 werde ich Gesamtzweite und AK-Erste. Schade, daß nur 4 Frauen dabei waren, aber weil wir uns bei der Siegerehrung als Erste die Preise aussuchen durften, ist das vielleicht auch besser so. Der Sprecher ermahnte uns dann nämlich, wir wären nicht im Supermarkt - weil es so lange dauerte... ;o) Ich nenne nun eine Duftlampe mein Eigen, genau das Richtige für "nach dem Sauwettertraining auf der Couch gemütlich machen" an langen Herbst- und Winterabenden.
Das große Grabschen im Supermarkt ;o)

Der Dritte Grund, was zu schreiben heute, ist das Datum selbst - und der Feiertag, der auf dieses Datum fällt. Das ich im Osten Deutschlands zu Hause bin, das dürfte ja bekannt sein. Ich habe die Wende damals nicht herbeigesehnt, ich war eine der Menschen hier, die es nicht vermissten, überall hinreisen zu können, ich hatte auch keine Verwandschaft im Westen. Mir ging es rundherum gut, ich hatte einen sicheren Arbeitsplatz, mein Kind war betreut während ich arbeitete und es war klar, das es nach der Schule eine Ausbildung bekommt.

Ja, dann kam alles anders. Mir geht es immer noch gut, ich habe Paris gesehn, Lissabon, Bangkok, Rangun, Köln, Bremen, München, Hamburg. Meine mittlerweis zwei Kinder haben eine Ausbildung. Aber das, was alles bereichert, sind die Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Viele persönlich, einige noch nicht, obwohl ich das Gefühl habe, sie schon gut zu kennen. Das hat der 3. Oktober gemacht.
Und darauf trink ich jetzt nen Tee! Schönen Feiertag noch!