Donnerstag, 2. Oktober 2008

Feuerwehr-Nachtausscheid in Reudnitz

Mein "Kleiner" und ich vor der Abfahrt am Gerätehaus.

Kobbeln, das Dorf in dem ich wohne, hat 4 Häuser und 6 Spitzbuben, genauer gesagt 180 Einwohner. In jedem Jahr im Juni nehmen ein paar Verrückte, d.h. 7 Frauen und 7 Männer am Amtsausscheid der Feuerwehren teil.

In diesem Jahr hatten wir uns erstmalig entschlossen, beim Nachtausscheid mitzumischen. Also alles im Dunkeln, nur mit Feuerschalen und Handlampe. Ein paar mal hatten wir alles geübt - heute nun war`s soweit.

Wir Frauen starteten vor unseren Männern, hatten aber auch nur zwei andere Mannschaften als Konkurenz - und belegten die goldene Mitte, den zweiten Platz. Probleme mit den A-Längen führten dazu, daß wir vorn zu spät Wasser hatten. Na ja, aber wir hatten Spaß! Unsere Jungs habens besser gemacht, auch sie belegten den 2 Platz, allerdings von 11. Richtig Klasse, deshalb steigt jetzt zur Stunde auch gerade noch gegenüber von mir ein kleines Feuerwerk vorm Gerätehaus. Die Nacht wird wohl noch lang, nur ich verschwinde im Bett, denn morgen will ich früh zum Duathlon nach Finsterwalde - so 190 Kilometer von hier entfernt. Hoffentlich wirds nicht zu kalt.

Der Zahn der Zeit...

... beginnt nun unweigerlich auch an mir zu nagen...

ICH HABE RÜCKEN
Hehe, heute mal nix vom Training, heute etwas über meinen katastrophalen Gesundheitszustand. Das ich nen Ding an der Birne habe, ist ja nix Neues, das sagen mir ja sowieso alle Freunde und Bekannte ständig.
Aber seit etwa zwei Wochen verspüre ich einen leichten Schmerz in der (angeblichen) Nierengegend. Ich hab schon allerlei Selbstdiagnosen aufgestellt, hatte schon Nierensteine so groß wie Schäferhunde... Na ja, heute bin ich dann mal zu meinem Doc, selbst Läufer, welch ein Segen.
3 x drauf rumgedrückt - Er: "nee, das sind nicht die Nieren, die sind etwa 30 cm höher" und zeigt mir wo... Ich: "Nee, meine sind da unten, jedenfalls waren sie das die letzten 42 Jahre!!!"
Er: "nee, das ist ne schöne Blockade des ISG - passiert mal vorallem so durch Radfahren in Aeroposition..."
Ich: "ich hab also keine Nierensteine oder so?" Er: "Nee, manuelle Therapie und weitermachen!"
Ok, mach ich.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Goldener Oktober?

Weit gefehlt! Dicke Regenwolken wechseln mit Sturmböen und kurzen Aufheiterungen ab. Aber ich bin ja Triathlet - ich habe ja den großen Bonus, zwischen 3 Disziplinen wählen zu können. Welch ein Glück, meine Radeinheit hatte ich Vorgestern bei trockenem Wetter und ein paar Sonnenstrahlen, laufen war ich gestern, also diese Dusche kann ich mir heute auch ersparen - gehts also schwimmen. War ich ja in den letzten Wochen wenn überhaupt, nur sporadisch. Aber langsam muß ich mich wieder ans Wasser gewöhnen, denn auch der Trainingsplan für den Marathon sieht Ausdauer-Schwimmeinheiten vor. Und außerdem: Triathleten werden im Winter gemacht. Hab ich mal irgendwo gelesen ;o)

Lust habe ich keine, als ich so nach der Arbeit mit der Zeitung und einer schönen Tasse Tee den Feierabend genieße. Der Regen prasselt auf das Dachfenster und hier drinnen ist es kuschlig warm. Ich erwähne so beiläufig etwas von "... würd ja vorm Schwimmen noch mit dem Hund gehen, aber bei dem Wetter...!?!" "Ach, aber Laufen konntest Du gestern bei strömendem Regen, was???" höre ich von meinem Mann, der dabei ist, das zweite Bad in unser Haus einzubauen. Blubb blubb - ja ja, er hat ja Recht. Natürlich lasse ich das nicht auf mir sitzen, zieh mir Jacke und Schuhe an und schnapp mir den Hund, der sich freut wie blöde! Also der Hund ;o)

Keine 200 m vom Haus geht das Unwetter so richtig los. Na ja, ist nun auch egal. Nach ner halben Stunde sind wir wieder daheim, Hund happy, ich nass. Einmal komplett umgezogen und ins Schwimmbad. Ob ich Lust habe oder nicht, darüber habe ich nun schon gar nicht mehr nachgedacht.

Ich schwimme 3 x 500 m, genieße es, keine Technik, keine Sprints, einfach nur treiben lassen im türkisfarbenen Becken, den eigenen Atem hören, das Blubbern - schön ist es und die 40 min reine Schwimmzeit vergehen wie im Flug.

Das war der September

Meine lausige Trainingsbilanz im September, nicht rühmlich, aber der Vollständigkeit halber:

Lauf: 207 km
Rad: 202 km
Schwimmen 6 km

Die 3 Highlights, also der Hannover-Tri, der 24-h-4er-Staffellauf (welch ein Wort) und der Schorfheide-Marathon rechtfertigen allerdings das wenige Training. Nun bin ich dabei, langsam wieder ein wenig hochzufahren, am 7. Oktober beginnt die erste Trainingseinheit des Planes für Bertlich, gleich hammerhart mit 5 x 2 km im Marathontempo -20sec! Ismirschlecht!

Dienstag, 30. September 2008

Wenn ich nicht klettern kann, dann lauf ich eben

Und ich habe mich so gefreut! sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts?
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, (1830 - 1916)
Gestern Abend bereits kündigte sich an, daß unser Klettern im Elbsandsteingebirge wohl im warsten Sinne des Wortes "ins Wasser fallen" würde. Das Klettern am nassen Felsen ist verboten. Bine schlug zwar vor, in eine XXL-Kletterhalle nach Dresden zu fahren, aber wer einmal am Felsen geklettert ist, dem ist das nur ein schwacher Trost. Und so entschloss ich mich dann, meinen für heute geplanten Urlaubstag aufzusparen und arbeiten zu gehen.
Dafür bin ich dann um 17 Uhr mit Matti und Bianka bei strömendem Regen zum Lauf gestartet. Weil ich nun endlich mal meinen immer noch knapp 3 überflüssigen Kilos, die ich immer noch vom Urlaub mitschleppe, den Kampf angesagt habe, gab es heute nur fettarmen Joghurt zum Mittag, und das hab ich dann beim Lauf schon bemerkt, die letzten 5 Kilometer der insgesamt 18 waren dann doch ein bischen härter, als gedacht.

Fotos vom Foritreffen mit Runnersworld...

... gibts HIER.

Montag, 29. September 2008

"Und immer wieder...

... sind es die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen."
Guy de Maupassant, (1850 - 1893), französischer Erzähler und Novellist
Nur ab und an läßt sich die Sonne heute hinter den dicken Wolken hervorlocken, aber ich habe heute noch einen Tag frei und deshalb ist das Wetter egal. Ich setze mir die gelben Gläser in die Brille ein, damit scheint eh immer die Sonne, egal, wie trübe es auch sein mag. Am Anfang ist es ein bischen frisch, aber irgendwann bin ich einigermaßen warmgefahren.
Wie immer bin ich im Zwiespalt zwischen verdreckten Radwegen und dicken LKW`s auf der Landstraße und ich wäge genau ab, wann ich wo fahre. Ich hasse das.
Nach etwas mehr als 40 Kilometern kommt ein langer, langer Berg und ich sehe vor mir einen Jungen, etwa 17/18 Jahre alt, wie er sich mit seinem Mountainbike den Berg hinaufquält. Ich fahre locker im Sitzen an ihm vorbei und wußte genau, daß er das nicht auf sich sitzen läßt. Ungefähr 3 min später hat er mich, laut prustend und mit hochrotem Kopf, wieder eingeholt. Das könne er nicht auf sich sitzen lassen, meinte er. Wir kamen ins Plaudern, er erzählte dann von seinem Schuljahr in Minnesota, es war richtig toll. Nach etwa 7 Kilometern trennten sich unsere Wege, ich hatte dann noch 11 nach Haus. In der Summe 58,xx Kilometer, die nicht wegen des tollen Wetters oder der schönen Landschaft, vielmehr aber wegen der netten, unerwarteten Begegnung noch ein wenig nachklingen.