Mittwoch, 3. Dezember 2008

Ein paar Gedanken noch zum Schluß....

Ich muß ehrlich sagen, ich bin ziemlich überwältigt von der riesigen Resonanz, die es in den letzten Tagen hier gab und auch davon, daß so viele hier mitgelesen haben, von denen ich nichts wusste. Nun, das freut mich natürlich und ich möchte mich bei Euch allen bedanken.

Warum halte ich nun trotzdem an meiner Entscheidung fest, diesen Blog hier zu beenden? Am 30. November vor genau einem Jahr habe ich begonnen, hier mein Training und damit meine Entwicklung vom reinen Laufsport zum Triathlon zu dokumentieren. Ich habe insgesamt 269 Trainings- bzw. Wettkampftage kommentiert, eben diese Entwicklung, die für mich wahnsinnig spannend war und die ich auch Anfangs mit etwas Wehmut begann. Denn auch wenn ich zu Anfang des Jahres noch ein paar Marathons und als Krönung den Supermarathon auf dem Rennsteig gelaufen bin, so habe ich doch gerade bei diesen Naturmarathons eine andere Art des Laufens kennengelernt. Des Laufens und des Läuferlebens drum herum. Mundharmonikaklänge in den Turnhallen zur Nachtruhe und am Morgen möchte ich nennen, und alles natürlich in Verbindung mit vielen lieben Menschen, die ich in dieser Zeit ins Herz geschlossen habe und die mir nun schon ein bischen fehlen. Ich denke, das dieses Flair der Landschaftsläufe- und Läufer nicht mit dem des Triathlons vergleichbar ist. Es ist einmalig und das soll auch so bleiben. Vielleicht führt es mich ja irgendwann zurück in diese Welt, wer weiß das schon.

Dennoch war es ein spannender Weg, ein lehrreicher Weg, ein schöner Weg, mit vielen, vielen neuen Erfahrungen, mit viel Spaß, viel geschlucktem Wasser und mit mehr Erfolg, als ich es für möglich gehalten hätte, in diesem Jahr.

Aber das wisst Ihr ja alles selbst, habt es ja jeden Tag gelesen, habt mich ermutigt, habt mich aufgebaut und beglückwünscht. Natürlich wird es im Nachbarblog weitergehen, aber nicht mehr jeden Tag, denn ich denke, das ist nicht nötig. Der Weg vom Läufer zum Triathleten ist beendet. Der neue Weg führt nach Roth im Jahre 2010, bis dahin gibt es unterwegs ein paar Meilensteine zu knacken. Es wird so ein bischen eine Gratwanderung zwischen Realität und Utopie - und das wird mindestens genau so spannend. Es wäre schön, auch weiterhin auf Eure Meinung und Eure Kommentare zählen zu können.

Und nun bekommt dieser Blog hier ein Schloss:

Sonntag, 30. November 2008

Die richtige Entscheidung


Als ich gestern bei Sarah und Martin in Bochum ankomme, erklären mir Beide, daß sie sich nach ihrer Erkältung doch eigentlich fit genug fühlen, um den Marathon in gemütlichem Tempo zu laufen. Diese Ansage läßt mich straucheln... ob ich nicht vielleicht doch, mit den Beiden zusammen... einer mehr in der Liste, Nummer 19.... NEIN!!!! Mein Verstand schaltet sich gerade noch rechtzeitig zu. Nein einen Genussmarathon brauchst Du nicht, schon gar nicht in Bertlich, da gibt es nichts zu genießen, da gibt es nur zu leiden - NEIN!!! Damit schiebst Du den Wiedereinstieg ins Triathlon-Training unnötig nach hinten - NEIN!!!!


Am Morgen dann in der Caffeeteria begegne ich "Redcap" Christian, meinen 11 Jahre jüngeren Zwilling, ihn hatte ich ja gebeten, den Hasen für 3:27 zu machen, aber er hatte mit Tobias leider andere Pläne. Nun hat Tobias ihn aber "im Stich gelassen" und er bot sich an, es doch zu tun... oh je, wieder komme ich ins Straucheln. Aber ich habe ja schon eine Startnummer, so eine gelbe für 10 Kilometer.... Aber ich könnte ja - NEIN!!!!


Mein Start ist relativ spät, ich schicke zuvor die Marathonis noch mit auf den Weg, ess was, trink was, häng ein bischen ab, brauche auch diese Zeit immer, deshalb bin ich ja auch sonst immer zeitig am Wettkampfort. Ich will den Zehner voll anlaufen und meine Position checken. Habe ich Chancen auf einen Treppchenplatz in der Gesamtwertung, dann werd ich weiter Gas geben, ist die Konkurenz stark, werde ich mich ausbremsen. Bestzeitentauglich fühle ich mich nicht, die Bronchen sind noch viel zu stark belegt und auch der Schnupfen ist noch da.

Nach dem Start ist mir schnell klar: das wird nix mit der Joggerei, ich befinde mich auf Position 3, das wird ein Kampf. Die Erste ist schnell außer Sichtweite und das will in Bertlich was heißen. Die Zweite immer so 150 m vor mir, und wenn man am Limit läuft, ist das eine Weltreise. Meine Pace ist nur knapp unter der des Halbmarathons, also da steckt noch was drin, denn mehr geht nicht, auch nicht auf nur 10 Kilometern. Sonst aber bin ich gut drauf, Musik im Ohr, doch die Strecke ist nicht sooo flach, wie ich sie in Bertlich erwartet hatte. Aber ok. Der Abstand zur Vorgängerin bleibt unverändert groß, ich komm einfach nicht näher ran und ich bemerke, wie oft sie sich umschaut. Sie kämpft also und das wird es mir nicht leichter machen. Bei km 6 dann überholt mich ein Mädchen, toller Laufstil die Kleine, später sehe ich in den Ergebnissen, daß sie erst 12 Jahre ist. Damit bin ich allerdings auf Platz 4 - wie unschön.... Etwa einen ganzen Kilometer braucht es, bis ich sie wieder ein habe, das verschafft mir auch einen geringeren Abstand zur Zweiten. Noch aber sind 3 Kilometer zu laufen, die Zeit für einen Endspurt scheint mir noch zu früh, so lange halt ich ein höheres Tempo nicht aus.... Km 8, in meinem Ohr plärrt es "Ich will Spaß, ich will Spaß - ich geb Gas, ich geb Gas...." - Dann mach ich`s jetzt. Ich brauche aber fast 1,5 km um ranzulaufen, noch beim Einlauf im Sportplatz, der dann noch einmal zu umrunden ist, ist sie knapp in Führung. Ob was geht? "Lauf Du verdammter Körper, ausruhen kannst Du Dich in 400 Metern, ich geb wirkich alles, mehr geht nicht, ist mir schei$egal, ob ich hinterher umfalle.... ich ziehe vorbei, etwa 300 Meter vorm Ziel - ich weiß, sowas macht man nicht, aber wenn ich`s doch draufhatte... ;o) So laufe ich als Gesamtzweite durch`s Bertlicher Zieltor, muß mich hinterher erstmal an der Stadionstange festhalten, bin aber schnell wieder erholt, die Überholte gratuliert mir, ich entschuldige mich.... Altersklassenmäßig tuen wir uns nichts, sie ist älter, wir gewinnen also beide auch unsere Altersklasse. Es gibt einen schönen Pokal, ein schöner Abschluß der Saison, perfekt nahezu, die Zeit: 46:02 - nicht sehr gut, aber das zeigt mir, daß es für den Marathon heute nicht gelangt hätte, ich habe alles richtig gemacht.



Kathrin und die Starken Männer ;o) - Mit Walter und Thorsten

Siegerehrung nach Bertlich-Art

Nun heißt es auf Sarah und Martin warten, die ihren Marathon laufen. Die Zeit bis dahin ist kurzweilig wie nie, ich treffe so viele liebe Foris, Angie, Roland, Angelika, Thorsten, Walter, Christian, der ohne mich als Klotz am Bein den Marathon in einer phantastischen 2:49 gewann, Tobias... jemanden vergessen? Wiedersehn mit Angie nach 3 Jahren

Irgendwann kommen dann auch Sarah und Martin, ihnen steht die Anstrengung im Gesicht geschrieben, das Wetter war ja auch saumäßig, 1 Grad, Regen, Schneeregen - hässlich ohne Ende. Ich bin immer noch glücklich mit meiner Entscheidung, wir fahren nach Bochum zu den Beiden, ruhen ein bischen aus und gehen am Abend dann noch schön essen.

Dies war`s dann in diesem Blog. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein kleines Nachwort schreiben. Der Blog begann am 30. November im letzten Jahr und soll an diesem Tag ein Jahr später auch enden. Eine schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich Allen. Schaut in den nächsten Tagen nochmal kurz hier rein, ansonsten:
Nebenan unter http://www.sonntagskind-kathrin.blogspot.com/.

Freitag, 28. November 2008

Der Tag kann kommen

Als ich heute morgen aus dem Dachfenster sehe, begrüßt mich aus Osten ein wunderschöner roter Morgenhimmel und die Luft ist klar und kalt. Ich kann nicht anders, eigentlich war das nicht geplant, aber ich springe in meine Laufklamotten, ohne Uhr geht es los in den wunderschönen kalten Morgen hinaus. Ich glaube es waren so 6 oder 7 Kilometer, diese Runde bin ich das letzte Mal im vorigen Winter gelaufen, zwei Rehe im Wald glotzen mich doof an und nach etwa 40 Minuten liegt mein kleines Dorf wieder vor mir im Sonnenschein. Der Tag kann kommen - aber das sagte ich ja schon :o)

Donnerstag, 27. November 2008

Hasenrolle ohne Ohren - oder so

Durch diverse Dinge, die zu erledigen waren, kam ich erst gegen 20:30 Uhr auf die Rolle, aber zur Entschädigung für das "Spätabendstraining" gabs "Keinohrhasen", was die Sache doch tatsächlich kurzweilig und angenehm machte. Nach 1:20 h bin ich aber dann runter, es war kurz vor 10 und ich muß ja immer noch ein bischen "runterfahren", sonst wirds zu spät für`s Bettchen. Und da geh ich jetzt hin. Gute Nacht.

Mittwoch, 26. November 2008

Meine Fresse...


... war das geil!!! Man möge mir meine Ausdrucksweise verzeihen, aber das kommt von über einer Woche Sportabstinenz (ja, ja, mal von dem kleinen Triathlon am Wochenende abgesehen)
Den ganzen Tag scheint hier bei knappen 0 Grad und gestern Abend nochmal frisch gefallenem Schnee die Sonne. Und ich sitze in meinem verdammten Büro und kämpfe mehr oder weniger mit den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise... ;o) Als ich dann nach 15 Uhr endlich in die Laufschuhe darf, ist es auch hier vorbei mit der Sonne, trübe Regenwolken und ein Temperaturanstieg in den Plusbereich machen einen hässlichen Novembernachmittag aus diesem so schön begonnenen Tag (ich muß irgendwie wieder zum Morgenläufer werden).

Ich aber will!!!, ich will meinen Schneelauf im Winterwald, auf den ich die letzten Tage verzichten musste und so gings unbeirrt hinein in meinen Lieblingswald. Und auch wenn es überall am tauen war - für mich war es heute der geilste, der allergeilste Lauf im geilsten, im allergeilsten Winterwald der ganzen Welt. E n d l i c h wieder laufen, ich hätt noch mindestens 5 Kilometer an die acht dranhängen können, aber es war mir dann doch zu dunkel und übertreiben wollt ich`s ja auch nicht gleich! Und, um den Eintrag auch gebührend abzuschließen: Jetzt gehts mir so richtig SAUGUT!

Dienstag, 25. November 2008

Ich bin medikamenten-resistent

Ja, so issa, mein Körper! 4 Jahre lang hat er sich erfolgreich gegen Eindringlinge gewehrt, bis ich beim meinem übertriebenem Saunabesuch sämtliche Abwehrkräfte in mir abgekocht habe. Seit dem hat eine hässliche Erkältung Oberhand und läßt auch nix anderes mehr rein. Grippostat, Aspirin, nichts hat eine Chance - ich werde gestraft für diese Dummheit.... ;o)

So im Allgemeinen geht es mir ja schon wieder recht gut und ich nutze die Zeit des Nichttrainings für Dinge, die sonst liegenbleiben oder vernachlässigt werden. So habe ich am Wochenende schon alles im Haus auf "Weihnachtlich" gemacht, passt ja zum Wetter, und gestern war ich dann mal ein bischen shoppen. Ein bischen, das sind bei mir 2 Stunden, dann ist es genug... ;o)

Hartnäckig hält sich im Moment bei mir der festsitzende Husten und ebenso der Schnupfen. Ich habe es nun noch einmal mit ACC akkut versucht, wenn sich bis morgen nichts ändert, werde ich wohl doch mal zum Doc. Ich hätte gehofft, Schöneres schreiben zu können, jetzt, wo sich dieser Blog langsam dem Ende neigt. Gleichzeitig nutze ich diese unfreiwillige Unterbrechung aber auch als Saisonpause und ich werde dann nach vollständiger Genesung noch eine Woche "Just for Fun" dranhängen, wo alles kann aber nichts muß. Und danach beginnt dann für mich ein neuer Plan, eher als gedacht, aber schaden kann es ja nicht, denn Triathleten werden ja bekanntlich im Winter gemacht.

Aber morgen, da werde ich einen klitzekleinen Genusslauf wagen, ich hoffe, es ist dann noch genug Winterwald übrig für mich, denn im Moment sieht hier alles zauberhaft aus.

Samstag, 22. November 2008

Auch große Leute machen manchmal dumme Sachen

Zwei Grad minus und ein verschneites kleines Dorf im Sonnenschein - das war mein Blick heute morgen aus dem Fenster. "Triathlon andersherum", der 18. bereits, das heißt, erst laufen, dann Rad und am Ende Schwimmen in der Halle. Ich freute mich schon lange auf dieses Ding, denn im letzten Jahr hab ich mir die Schwimmstrecke von 400 m einfach noch nicht zugetraut. Und es ist ja nur ein kurzer, deshalb habe ich mich entschlossen, trotz meines immer noch starken Hustens und des Schnupfens, zu starten. Das also ist die dumme Sache. Und es wurde auch nicht besser, als mir meine Sportfreunde vor Beginn der Veranstaltung bestätigten, wie krank ich doch aussehe... tzzzzzh, das ist moralische Kriegsführung - nicht mit mir ;o)

Wegen der Glätte und des Schnee`s wurde das Rad fahren komplett gecancelt, ist auch besser so, denn die Gefahr eines Sturzes war schon arg. Ich habe ja noch nicht mal mein Auto vernünftig vor der Schwimmhalle zu stehen gebracht, ok, ich habe auch erst am Montag einen Termin zum Reifenwechsel - selbst schuld.

Die Konkurenz hielt sich in Grenzen, neben mir starteten nur 3 weitere Frauen, alle aber viel jünger als ich. Bereits nach der ersten von 4 Laufrunden war ich in Führung, aber beim Laufen spürte ich es ganz deutlich: fit fühlt sich anders an. Das Schwimmen am Schluß war das reinste Vergnügen und ich hatte das Gefühl, richtig schön durchs Wasser zu gleiten. War ja auch mal ne völlig neue Erfahrung, so auf abgesperrter Bahn beim Wettkampf. Cool irgendwie. Zeiten gibts nicht, da nur die Gesamteinläufe gezählt wurden, ich bin auch ohne Uhr gelaufen und geschwommen, weil ich mich mit meiner Erkältung nicht noch zusätzlich unter Druck setzen wolle. So bin ich Erste geworden, Preisgeld gabs sogar auch.
Zielanschlag
Und jetzt wird wieder weiter gehustet. Interessant für mich sind die Schwimmfotos, da sehe ich auf Anhieb, daß ich irgendwie viel zu weit mit dem Arm aushole... Es gibt noch viel zu tun.

Freitag, 21. November 2008

Hin oder her oder her oder hin....

... ich kann es drehn und wenden, der Marathon am 30. wird wohl immer unwahrscheinlicher. Gestern war ich noch voll optimistisch, am 30. ausgeruht am Start zu stehen, nachdem ich zum Ende dieser Woche noch 60 - 90 min im Marathontempo trainieren kann und anschließend ordentlich taper. Aber bei meiner Saunasession am letzten Wochenende habe ich wohl alle Antikörper abgekocht, ich werde diesen hartnäckigen Husten einfach nicht los und so kann ich diese Woche auch nicht als "Vortapering-Woche" abhaken, da Tapering Erholung und "Form kommen lassen" bedeutet, und das, was ich gerade mache, ist alles andere als das ;o).

Und auch wenn ich das noch nicht offiziell canceln will, im Kopf hab ich es eigentlich schon abgehakt - und das ist das Schlimme bei mir, oder na ja, wie mans nimmt, manchmal auch das Gute - wenns im Kopf geklickt hat, dann isses so. Basta. Aber was ganz Anderes hat sich jetzt in meiner Rübe breitgemacht.... Also nach Bertlich fahren werde ich ohnehin, da es auf dem Rückweg von der Betriebsfeier liegt, soviel ist sicher... auch das Treffen mit den Foris ist es wert... ganz klar. Aber beim Spielen mit Daniels sagt mir meine Halbmarathon-Bestzeit von vor 14 Tagen neben ner Marathon-Bestzeit auch eine neue Bestzeit für 10 km voraus... und hier wird`s interessant ;o). Das wäre eine 43 vor dem Komma, das wär`s :o))!!! Und das wäre sicher auch trotz der jetzt vorhandenen Zwangspause drin. Trainiert habe ich übrigens seit Dienstag nicht mehr... Tja, was tun, sprach Zeuss.... Ich könnte auch den 10er laufen und dann ins Bergwerk.... da hätte ich jetzt schon 3 Angebote... oder doch ins Siebengebirge eine Woche später.... Das hieße dann aber die Saison noch mal um weitere 14 Tage verlängern. Lang genug war sie, immerhin bin ich am 16. März diesen Jahres den ersten Marathon gelaufen.... Oder einfach den 10er in Bertlich noch "Volles Rohr", dann 14 Tage "Off Season" und dann in meinen Plan für Kraichgau einsteigen.... Wohl das Vernünftigste - aber Vernünftig ist doch auch langweilig... hmh, ich weiß auch nicht, ich überleg mal noch ein bischen ;o)

Donnerstag, 20. November 2008

Herbststürme

Heute fühl ich mich nicht mehr ganz so platt wie gestern, aber Husten und Schnupfen zeigen nun, was in ihnen steckt. Deshalb auch heute kein Sport, nur ein Spaziergang mit dem Hund, bei dem ich alle Launen des Novembers zu spüren bekomme. Ich bin aber gut angezogen, so daß es lediglich auf dem Rückweg, als mir der Regen direkt ins Gesicht peitscht, etwas unangenehm wird.

Und jetzt hab ich`s mir hier mit ner Tasse heißem Kakao und ner Kuscheldecke auf der Couch gemütlich gemacht, ne Kerze an, draußen pfeift der Sturm, und - das hatte ich seit Ewigkeiten nicht: ein gutes Buch.

Und der Marathon Ende nächster Woche??? Keine Ahnung, ich laß es einfach auf mich zukommen, ist ja nur ein Marathon, nichts weiter - warum Trübsal blasen, das Wetter ist mies genug. Wie es kommt, so kommt es eben.

Mittwoch, 19. November 2008

Drei Tage geb ich Dir...

... Du verdammter "Grippaler Infekt" oder wie du heißt! Oder Du lernst mich kennen!
Bitte keine Empfehlungen für Hausmittelchen, pflanzliche Alternativen - mit Kanonen auf Spatzen - und nicht anders.

Dienstag, 18. November 2008

In mir steckt mehr...

... haha, ja, ich habs doch immer gewußt! Die Halsschmerzen als solches sind im Großen und Ganzen weg, aber ich verspüre zunehmend etwas in mir, daß ich seit 4 Jahren nicht mehr kannte.... Und weil ich nicht so ganz fit bin, entscheide ich mich statt dem geplanten 90 min im MRT für einen lockeren, kurzen Lauf. Und bin froh darüber. Prozentual das Gleiche in Grün wie am Samstag beim Langen. Einlaufen - na ja, dann einige Zeit locker, dann Gummibeine... Nee, nach 8,5 km bin ich froh, wieder an meinem Auto zu sein. Ich bin wohl doch etwas angeschlagen, was solls, besser jetzt, als nächste Woche. Ich muß nur schauen, daß ich irgendwann zum Wochenende noch wenigstens 60 min im MRT hinbekomme. Der Rest passt oder passt nicht. Morgen mache ich jedenfalls Pause, die mistige Erkältung auskurieren. Auch wenn ich heute Mittag noch der Meinung war, die Schwimmeinheit gegen 60 min locker Rolle zu tauschen. Ich werde sie nun tauschen gegen 30 min Hunderunde mit anschließendem Extremcouching. Jemand neidisch??? ;o)

Bleibt gesund!

Montag, 17. November 2008

Ich hab soooooo'n Hals... ;o)

Ich glaube, mein Trainingsplan hat ein Problem mit mir ;o) Am Samstag waren eigentlich 75' GA1 beginnend mit schrittweiser Steigerung zum MRT und als Can do-Einheit noch 2 h Rad, aber nicht direkt im Anschluß. Da habe ich ja den 35er gemacht und gestern dann war ich faul und im Tropical Island. Ja und hier beginnt der Ärger... ich habe, nicht wie allgemein üblich 2, max 3 Saunagänge gemacht.... neeee SIEBEN. Weil die ja da alle anders aussahen, Elefantensauna, Blütensauna, Kräutersauna, Tempelsauna, Baumsauna.....und noch zwei, deren Namen mir gerade nicht einfällt. Bereits gestern Abend bemerkte ich dann ein unangenehmes Kratzen im Hals, das ich irgendwie auf eine Unverträglichkeit einer ätherischen Substanz in der Sauna schob... ich wurde mehrmals in der Nacht über dieses immer schlimmer werdende Kratzen wach. Meinem Mann ging es genau so (er war auch in all diesen Saunen mit) und nun glauben wir, das es einfach eine Nummer zu heftig war und durch die Hitze und die Feuchtigkeit inkl. ätherischer Öle die Schleimhäute angegriffen wurden.

Als ich dann heute morgen aufstand, dachte ich, ich hätte Rasierklingen im Hals. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie solche Halsschmerzen gehabt... :o(

Sonst geht es mir aber körperlich gut und deshalb hab ich mich für ne Stunde locker Rolle entschieden. Na ja, auch das war ein Griff in die (wieauchimmerdenkteuchwasaus)... Der Film ging ganze 1:55 - und Halsschmerzen habe ich immer noch. Mal schauen, was ich die Woche noch hinbekomme, mit dem Hals jedenfalls morgen mit Sicherheit keine 90' MRT. Ist ja noch ein paar Tage... ;o)

Samstag, 15. November 2008

Ego-Trip

Im Marathonplan für Triathleten besteht der längste Lauf aus einer Einheit über 2:15 und anschließenden 2 Stunden Rad. Das habe ich ja bis jetzt auch so in der Art praktiziert. Aber irgendwie hatte ich ja immer noch gehofft, daß mein Test-Halbmarathon so um die 1:38 endet und ich damit Bertlich samt sub 3:30-Aktion knicke und dafür lieber im Bergwerk oder im Siebengebirge locker laufe - so als Jahresabschluß quasi... Ja, nun hab ich aber letzte Woche den Halben so hingelegt, daß die 3:30 theoretisch drin wären - und was mach ich nun mit der Form??? Also versuch ichs, sagte ich ja bereits. Aber da ist der Kopf, der mir sagt: ohne Lauf über 30 km schaffst Du das nie!!!! In meinen früheren Vorbereitungen hab ich im Schnitt über 10 Läufe zwischen 30 und 35 km gemacht. Also mußte ich es heute tun. Eben fürs Ego. Deshalb auch Ego-Trip.

Bei leichtem Nieselregen laufe ich los, fünf Kilometer brauche ich, bis ich das gute Gefühl spüren kann - nach weiteren 15 bin ich irgendwie völlig im Eimer. Die notwendigerweise mitgeschleppte Trinkflasche am Gürtel wandert und hüpft auf und um meine Hüfte, das, aber der warme Tee darin ist einfach gut. Meine Beine fühlen sich nach 20 Kilometern an, wie sie das höchstens nach 42 dürften - ein Riegel gibt wieder etwas Power und langsam läuft es wieder, ich erhol mich wieder, ab Km23 bis 30 ziehe ich das Tempo an, bin aber meilenweit vom MRT entfernt. Egal, durchgebissen, der Friedhof in Diehlo beschehrt mir neues frisches Wasser und ein kurzes Gespräch mit einer Oma, die das interessant findet, was ich da tue und mir sagt, daß ich doch gar nicht so weit laufen müsse, ich wäre doch schlank... ;o) Das bringt mich dann doch zum Schmunzeln.
Den Berg, der folgt, gehe ich hinauf, er tut einfach weh, nicht nur der Berg, der gesamte Lauf ab Kilometer 20, aber es nützt nix, ich muß ja heim und ich werde einen Teufel tun, und den Telefonjoker ziehen. Nach 3:32 und 34,8 Kilometern ist es überstanden. Und was fang ich jetzt mit der Erkenntnis an?


Ich hab also wenigstens einen Langen Lauf gemacht. Er tat weh. Ich habe es nicht geschafft, eine Endbeschleunigung ala Greif hinzulegen. Ich war schon nach 20 Kilometern im Ar§§§. Ich hab mich weitere 15 Kilometer inkl. Tempoverschärfung durchgebissen. Ist das alles jetzt nun gut, oder schlecht für den Kopf? Ehrlich, ich habe keine Ahnung. Ich werd es also ausprobieren müssen in Bertlich. Ich bin nicht unbedingt davon überzeugt, das ich das schaffe. Das hat nichts mit Resignation zu tun, aber ich bin Realist. Aber eines fiel mir bei diesem Long Jog wieder ein: der Grund, warum ich Triathletin geworden bin... ich hasse lange Läufe über 2,5 Stunden :o))

Freitag, 14. November 2008

Mondscheinlauf ohne Mondschein...

... geht gar nicht. Eigentlich wollten Anett und ich heute bei (Nichtmehrganz)Vollmond im Wald laufen, nur kurz, nur locker - nur zum Genießen eben. Aber leider spielten uns die Wolken einen Streich - gestern wäre das perfekt gewesen, aber da mußte ich ja mit meinem Schei$$ Marathontempo dazwischenfunken ;o)

Na ja, jedenfalls haben wir`s nicht getan. Das sieht jetzt so aus, wie ein Eintrag über ein Nichttraining. Ziemlich doof, deshalb hab ich mich für ne halbe Stunde Athletik entschlossen, so mit Sit ups, Übungen für die Rückenmuskulatur, (Hilfs)Liegestützen und Zugseil-Übung.

Morgen werde ich dann einen Ü30er laufen. Steht nicht so im Trainingsplan, der möchte nur 75 min in schrittweiser Steigerung zum M-Tempo und als Can-Einheit irgendwann, also nicht direkt im Anschluß 2 Stunden Rad. Aber ich werde mich hier mal dem Plan widersetzen, ich kann irgendwie noch nicht so recht glauben, in zwei Wochen nen Marathon zu laufen, jedenfalls nicht auf Zeit. Ich brauch diesen Long Jog einfach für die Birne. Also mach ichs einfach.

Donnerstag, 13. November 2008

Oli ist schuld...

... denn Oli hat mir ein Hintertürchen geöffnet, und nun weiß ich gar nicht so genau, ob ich das gut oder schlecht finden soll ;o) Wenn das Mrt-Tempo über die Gesamtdistanz ne Nummer zu groß erscheint (nein, so hat er das natürlich nicht gesagt ;o), dann 1000m-Wiederholungsläufe... Ja, aber daran hatte ich eigentlich gar nicht gedacht, als ich heute, noch im Hellen, aber mit einem knapp über dem Horizont hängenden riesigenVollmond im Rücken auf meine Laufstrecke ging. Ich fühlte mich frisch und ausgeruht, eine Sache ahnte ich jedoch schon beim Einlaufen, als mir nicht wirklich richtig warm wird. Wir haben 6 Grad, als ich loslaufe, und da zeigt mir meine Muskulatur für gewöhnlich einen Vogel, wenn es ans Tempo geht.

So war es dann auch, der erste Kilometer fühlte sich grausam an und ich erinnerte mich an Olis Aussage. So wurden aus den geplanten 65min im Mrt-Tempo Intervalle von 1000/1000/2000/3000 und 5000 m und das funktionierte hervorragend. In der Summe habe ich eine Pace von 4:54 - perfekt. Auch wenn ich mir im Moment nicht vorstellen kann, das über 42 km durchzustehen, aber das ging mir bisher ja immer so und ich habe noch nie so akribisch das Marathontempo trainiert. Wir werden sehen. Ich habe jedenfalls gerade beschlossen, daß ich Olis Tipp gut finde. Weil es mir jetzt gutgeht. Also: Danke Oli!
Ach ja, insgesamt waren es dann 16 Kilometer im Mondschein und bei sternenklarem Himmel. Das hatte was.

Mittwoch, 12. November 2008

Ein ganz normaler Mittwoch

Bin müde, war irgendwie immer spät die letzten Tage. Als ich von der Arbeit heimkomme, gönne ich mir zwei Stunden Auszeit und kuschel mich in mein Bettchen. Munter und gut gelaunt mach ich mich anschließend an meinen Trainingsplan, den ich in letzter Zeit viel zu sehr mißachtet hatte. 30 min Athletik, natürlich vorher zum Munterwerden einen Kaffee und anschließend wollte ich eigentlich ins Schwimmbad. Doch die Küken waren heute einmal vollzählig, daß passiert nun nicht mehr so oft, und deshalb war es wichtiger, ein gemeinsames Abendessen mit der ganzen Familie dem Schwimmtraining vorzuziehen. Je näher der Tag rückt, daß die "Große" endgültig das Haus verlässt, desto mehr genieße ich diese Momente. Ich hatte nun über 20 Jahre Zeit, mich auf diesen Tag vorzubereiten, und trotzdem kommt er immer irgendwie eher, als man denkt. Aber es ist gut so, das ist der Lauf der Zeit, sie müssen ihre eigenen Wege gehen.

In Schwimmbad bin ich trotzdem noch, dann eben später. 500 m einschwimmen, 500 m Paddels und anschließend noch 10 x 50 m schnell - muß reichen für heut. Fühl mich gut.

Dienstag, 11. November 2008

Im Dunkeln über die Landstraßen

Mein Trainingsplan schreibt mir für heute eigentlich 75 min im Marathontempo vor, aber der weiß ja nix von dem Halbmarathon am Samstag. Und meine Beine fühlen sich heute auch noch nicht danach an, als würden sie sich mit einem 4:54er Schnitt wohlfühlen (wer weiß, ob sie sich das überhaupt jemals würden ;o)). Also entschied ich mich zunächst für einen lockeren Lauf, mal schauen, wie sich die Woche noch entwickelt, vielleicht reiße ich das Marathontempo ja noch mal an. Der Lauf heute war nicht wie üblich eine Runde, sondern ich habe bereits gestern vor dem Schwimmtraining meine Klamotten zu meiner Freundin nach Eisenhüttenstadt gebracht, und bin dann heute nach der Arbeit rasch nach Haus, rein in die Laufsachen und los. Die einbrechende Dunkelheit zwang mich dazu, nicht durch die Wälder, sondern an der Landstraße entlang zu laufen. Zur Sicherheit ein Reflektorband am Arm, ging es dann los. Nicht ganz ungefährlich an manchen Stellen, da derzeit eine Umleitung den gesamten Güterverkehr über unsere kleine Straße führt. Aber ich habs überlebt und nach 1:10 und 11,5 Kilometern war ich bei meiner Freundin zum verabredeten Weiberabend, von dem mich dann mein Mann nach der Spätschicht abholte. Machen wir öfters mal, haben wir uns vorgenommen ;o)

Montag, 10. November 2008

Wasserscheuer (Muskel)Kater?

So hoffe ich zumindest. Denn eigentlich habe ich heute Ruhetag, aber es gibt zwei Gründe, abzutauchen: der Erste ist der notwendigste: letzte Woche kam ich nicht dazu. Der Zweite ist der angenehme - oder auch nicht, wie man es nimmt: Katzen oder Kater sind bekanntlich wasserscheu. Und ich, ich hab nun doch vom Halbmarathon meinen verdienten Muskelkater bekommen. Und ich hatte schon befürchtet, ich hätte nicht alles gegeben, am Samstag ;o). Aber da war er ja heute nun und deshalb bin ich ins Schwimmbad - oder doch nicht deshalb... ;o)

Lange Rede, kurzer Sinn: 2 x 500 m, danach 300 m Paddels, 1000 m Pullbuoy und Tempoverschärfung, 200 m ausschwimmen - Ende - gut wars.

Sonntag, 9. November 2008

Off Road


Der nach dem gestrigen Halbmarathon befürchtete Muskelkater blieb weitesgehend aus. Nur ein leichtes Ziehen in den Adduktioren blieb zurück und ich wollte eigentlich heute gemütlich rollen. Entweder, wenn das Wetter nochmal mitspielt, über die Landstraße mit meinem Blitz oder aber auf der Rolle.
Doch auch mein Mann brauchte nach der gestrigen Geburtstagsfeier bei unserem Nachbarn ein bischen "Freilauf" - oder besser gesagt: frische Luft ;o) So entschieden wir uns für eine gemeinsame Mountainbike-Runde durch die Wälder ums Schlaubetal und entdeckten verlassene Forsthäuser, verwunschene Seen, kleine Bächlein - kurz, wir entdeckten Orte direkt vor unserer Haustür, die wir noch nicht kannten.
Bis auf die Tatsache, das bereits mein Gaul nach 8 Kilometern scheute und mich abwarf, wobei ich mir leicht das Knie ledierte, war`s eine schöne 3-Stündige Runde, und nun bin ich schon wieder platt ;o) Jetzt schnell was futtern und in zwei Stunden gehts dann auf nach Cottbus, zum Rosenstolz-Konzert. Freu mich drauf!

Samstag, 8. November 2008

Nun muß ich wohl...

... was? Auflösung später! Regen prasselt aufs Dachfenster, als heute morgen um 6:30 Uhr der Wecker fiept - Samstags, so bekloppt können auch nur wir Sportler sein. Uah, Regen und keine Aussicht auf Besserung. Halbmarathon in Forst, ich wills probieren, eine neue Bestzeit zu laufen. Meine alte steht seit April 2007 bei 01:38:54 und es wird Zeit, sie zu zersägen. Meine letzte Zehnerzeit von vor 14 Tagen ist da nicht so zuversichtlich, und wenn, dann nur um Sekunden. Aber einen Versuch ist es wert, die Strecke ist flach und schnell - und hässlich. 10,55 Kilometer auf dem Neiße-Damm hin und das ganze wieder zurück. Schön blöd, nur laufen, nicht gucken müssen, keine Kurven... so mag ich das ;o) Anett ist kurz nach halb 8 bei mir und wir fahren zusammen nach Forst. Sind viel zu zeitig da, da wir uns heut nicht verfahren haben, es aber in der Zeiplanung mit drin war. Also haben wir noch ein bischen Zeit, uns voll motiviert auf das Wesentliche zu konzentrieren:


Kommentar halte ich gerade für überflüssig, ich denke, die Motivation spring aus unser beider Gesichtern - unglaublich. Das Geheimnis unserer Erfolge ;o)

Immer noch Regen, Regen, Regen. Wir laufen uns mit Ganzkörperkondom warm, um nicht schon vor dem Start durchzuweichen, treffen auch noch Ralf aus dem RW-Forum und dann gehts auch schon los. Ich finde recht rasch mein Tempo, es geht mir gut und irgendwann stecke ich mittendrin in einer Truppe von 4 Jungs, das Tempo passt hervorragend. Schräg rechts einer vor mir, schräg links einer leicht hinter mir, und zwei rechts und links hinter mir - ich komm mir vor wie Paula mit ihren Hasen. Geil, die Jungs machen ihre Späße, daß sie es motivierend finden, mir hinterherzulaufen... na ja, Kerle ;o) Irgendwann bedauern sie es, daß ich gleich meinen Wendepunkt habe, ich laß sie weiter bedauern, Kilometer 5 folgt und sie machen Platz, ich lauf aber weiter - die Verwirrung ist groß - Wie, Du willst den Halben laufen? Hehe, ja, will ich. Und dann meine Frage, was sie für ein Zeitziel haben. "Irgendwas zwischen 1:40 und 1:35" "Ich hätte gern ne 1:36" sage ich "Kriegt Ihr das hin" "Für Dich tun wir alles..." Na dann kann ja nix mehr schiefgehen. Toll! An Kilometer 8 kommen mir zum ersten Mal Zweifel auf, das Tempo so halten zu können. Ist schon arg. Aber ich bleibe gut dran, es ist unwahrscheinlich motivierend, mit den Jungs zu laufen. Nach etwa 9 Kilometern haben wir die erste Frau eingeholt - jetzt bekomm ich noch mal Aufwind und bin mir sicher, es zu packen. Bis etwa Kilometer 15. Von da an wär ich am Liebsten gegangen, immer wieder war ich nahe dran, abreißen zu lassen, einer der Jungs hat sich dann auch abgesetzt, und sein eigenens Ziel verfolgt, ein anderer übernahm nun die direkte Führungsarbeit. Das war so Klasse, er hat so auf mich geachtet und ich hab so gelitten ;o) Sobald ich auch nur einen Meter nach hinten wich, kam sofort die Aufforderung, zuzumachen und das er sich hier nicht umsonst die ganze Mühe macht... Ohne ihn hätt ich abreißen lassen, ganz sicher. Etwa 800 m vorm Ziel hat er mir dann Glück gewünscht und hat noch einen vor ihm laufenden Ak-Konkurenten eingeholt, im Ziel wurde ich dann jubelnd empfangen.

Na ja: ich habs geschafft!!! Mit einer persönlichen Bestzeit von 01:36:31 und dem Gesamtsieg bin ich sauglücklich und saukaput! Ohne die Jungs, speziell ohne Wieland, hätt ich das nie und nimmer gepackt. Das war so richtig Klasse! Deshalb mußte er auch mit aufs Foto, und auch wenn es ein bischen verwackelt ist: es gehört in diesen Blog.


Anett hatte noch ne nette Überraschung im Rucksack, die haben wir uns natürlich noch schmecken lassen :o) So, und nun muß ich wohl: die Aktion Bertlich-Marathon sub 3:30 starten, denn Daniels sagt mir eine relativ sichere 3:27:50 voraus, also für den ungünstigsten Fall. Ob ich dort dann das Glück habe, von jemandem gezogen zu werden, bezweifle ich allerdings. Seit heute weiß ich diesen Bonus jedenfalls zu schätzen. Das hatte ich ja bisher noch nicht. Und es war ne harte Nummer heute. Ich werde es also in Bertlich angehen und wenn es schiefgeht, werde ich es überleben, aber ich will es wenigstens versuchen.

Prost!