Freitag, 18. Juli 2008

Nach dem Schwimmen ein Läufchen

Bereits im Winter hatte ich es ja desöfteren auf dem Plan: eine kürzere Laufeinheit und eine Schwimmeinheit an einem Tag. Ich habe das dann immer, wenn ich nicht gerade Frühschwimmen war, so gelöst, daß ich zunächst lief, mich dann in der Schwimmhalle geduscht hab und dann mein Schwimmtraining absolvierte.

Fast immer nach dem Schwimmen verspüre ich aber die unbändige Lust, zu laufen. Also hab ich das heute mal verkehrt herum gemacht. Nach dem Schwimmen in die Laufsachen und eine schöne lockere 5km-Runde. Das hat so herrlich Spaß gemacht, die Beine, nein, der ganze Körper war so wunderbar frisch und fit! Das werd ich nun öfters machen, solange es die Temperaturen zulassen.

Einziger Nachteil: ich muß dann zu Hause noch mal unter die Dusche! Und dahin verschwinde ich jetzt! Schönen Abend!

Donnerstag, 17. Juli 2008

Waldlauf mit Unterbrechungen

1,5 Stunden locker laufen stand heute auf dem Plan. Gegen 18 Uhr mache ich mich auf, neue Wege in meiner Umgebung zu erkunden. Ich laufe Richtung Klautzke, einem kleinen Waldsee, zum Baden ungeeignet, aber schon mal gern zum Angeln genutzt. Es läuft so richtig gut durch die Waldwege, alles ist saftig grün, das Moos, die Kiefern, manchmal steht hier und da eine Fichte.
Das hat man nicht oft in Brandenburgs Wäldern, hier aber schon. Irgendwie bin ich wie im Rausch, fliege förmlich dahin, als auf dem Weg, der meinen kreuzt, ein Auto fährt. Dies holt mich aus dem Runners High und ich bin völlig aufgelöst, ein komisches Gefühl im Körper, als hätte das Auto alle Energie aus mir herausgezogen... Seid Ihr schon mal durch einen Schreck aufgewacht? So fühlte sich das an, laufen ging auf einmal gar nicht mehr. Hab ich noch nie erlebt, sowas. Ich gehe ein paar Schritte, dann versuche ich langsam, ganz langsam wieder anzulaufen. Das fühlt sich wie ausgelutscht an, ich gehe wieder, suche mir ein paar Heidelbeeren am Wegrand, kann aber nicht lange verharren, sonst werde ich von Mücken gefressen. Hier am Waldsee sind davon reichlich. Wieder gehe ich ein Stück und nun beginne ich wieder langsam anzulaufen. Zu mehr als ganz langsam ist mein Körper aber nicht fähig. Nach ungefähr 2 Kilometern läuft alles wieder rund, ich fühle mich wieder gut und kann den Lauf genießen. Komisch, was das nur war???

Kurz vor Ende meiner Laufrunde kann ich den lachenden Heidelbeeren dann aber nicht widerstehen: So mach ich eine kleine Pause, nasche die süße Verführung, hier sind keine Mücken, die es mir nicht gönnen... und laufe zufrieden nach Hause. So war ich dann fast 1,5 Stunden unterwegs und habe dabei nur lächerliche 12 Kilometer geschafft. Na und?

Mittwoch, 16. Juli 2008

Im Sommer auf der Rolle

.... warum das denn? Weil es der Plan in der Build-Phase, in der ich im Hinblick auf den 9.August nun wieder bin, das so mag. Bisher hatte ich, auch wenn es im Plan stand, lieber Straßenerfahrung mit meinem Flitzer gesammelt, und das war auch gut so. Über den Winter hatte ich auf alle "Programme" auf der Rolle verzichtet, und ausschließlich Grundlagenausdauer auf dem Rad trainiert. Es hat sich als richtig erwiesen, aber nun, da die GA da ist, werde ich es mal mit dem Rollenprogramm versuchen. Vielleicht bringts ja zum Saisonende hin noch ein paar Punkte.

Nach 10 min Einfahren dann das Spannendste: Einbeintraining. Eine ganz neue Erfahrung, die sogar ein bischen weh tut, denn es sind ein paar Intervalle zu kurbeln. Anschließend noch ein bischen GA1 und dann geht es mit 3 x 10 min-Intervallen aber mal so richtig zur Sache! Ich hatte ganz vergessen, wie sehr man auf der Rolle doch schwitzt. Dagegen ist eine Sauna die reinste Bespaßung. Ich habs mir aber auch voll gegeben. Wieder mal so ein "Volle-Kanne-Training" macht auch mal Spaß! Als ich von der Rolle, die ich übrigens im Sommer in der Scheune aufgebaut habe, steige, regnet es draußen in Strömen. Das hatte ich gar nicht mitbekommen. Fazit: Rollentraining im Sommer hat auch was für sich!

Für diese Momente lohnt jedes Training....

Zieleinlauf
... gerade gefunden auf der Internetseite des Spreewald-Triathlons.

Dienstag, 15. Juli 2008

Verloren und wiedergefunden

Heute wollte ich meine Strecke Richtung Wirchensee laufen und dabei die 5x1000m-Intervalle einbauen. Doch oh Schreck - wo ist mein Garmin??? Hennes..... äh, nee, das war ne andere Baustelle...;o)

Ich suche den Wechselrucksack, das Auto, die Küche, die warmen Sachen die ich nach dem Triathlon anhatte, ab... NICHTS, der Garmin bleibt verschwunden. Also setze ich mich kurzer Hand ins Auto, vielleicht hab ich ihn beim anschließenden Baden im See und dem damit verbundenen Umziehen verloren. Am Müllroser See suche ich die Stelle ab, auch den Platz, wo die Wechselzone war... NICHTS. Traurig laufe ich zum Auto, da sehe ich die offene Receptionstür des Campingplatzes - fragen kostet nichts: Und tatsächlich, ein Badegast hatte ihn gefunden und abgegeben... der Engel!!!! Leider hat er keinen Namen hinterlassen. Überglücklich fahre ich nach Hause.

Allerdings ist der Akku leer - Tempotraining also ohne Garmin. Na ja, mach ich halt ein bischen Fahrtenspiel. Beim Warmlaufen fällt mir ein, daß die Leitpfosten meist 50 m auseinanderstehen. So hab ich wenigstens eine grobe Orientierung. Und das klappt prima: 5 x 20 Leitpfosten, zwischendrin immer 3 min Pause, 6 km auslaufen - ein toller Sommerabend, wenn auch ohne Sonne. Die Grillen zirpen und es riecht nach frisch gemähtem Gras. Laufen ist schön.

Schwimmen und ein Blick in die nahe Zukunft

Gestern Abend und heute früh war ich schwimmen. Während es gestern Abend mäßig lief, habe ich heute morgen endlich wieder einmal ein gutes Gefühl im Wasser, und steige mit der Gewissheit aus dem Becken, das war gutes Training.

Heute Nachmittag gehts noch zum Intervalltraining. Nach dem morgentlichen Schwimmen fühle ich mich immer topfit - so, als könnte ich Bäume ausreißen. Mal sehen, ob das dann heute Nachmittag noch genauso ist.

Ich hatte ja überlegt, überhaupt noch einen Marathon im Herbst zu laufen - ich hatte ja irgendwie keine rechte Lust, wieder aus dem Triathlontraining auszusteigen, einfach weil ich seit langem nicht mehr so freudig trainiert und mich auf jede Trainigseinheit gefreut habe. Und als obs ein Zeichen wär, flog mir die Zeitschrift Triathlon Training ins Haus, mit einem Trainingsplan für Triathleten, die gern noch einen Herbstmarathon bestreiten wollen. Hier ein Auszug aus Woche 3 aus dem 8-Wochenplan
MONTAG - Ruhe
DIENSTAG - 15min einlaufen/ 5x3km im M-Tempo -10-20sec/15minauslaufen
MITTWOCH - 60-90min schwimmen - 30 min Athletik und Dehnung
DONNERSTAG - 60 min Laufen GA1, 3 Steigerungen
FREITAG - 75 min Laufen GA!, 3 Steigerungen - 30 min Athletik und Dehnung
SAMSTAG 60 min Schwimmen - 2,5 h Rad GA1
SONNTAG 2 h Laufen + 2 h Rad koppeln

Der Plan setzt also voll auf die Radausdauer, die längsten Laufeinheiten snd 2:15 lang, allerdings wird im Anschluß an diese Einheit meist noch 2 - 3 h Rad gefahren.

Das ist so richtig nach meinem Geschmack! Also mach ich`s. Obs gut geht, weiß ich freilich nicht. Schon gar nicht, ob ich damit zur Bestzeit gelangen kann. Aber das ist Wurscht, für mich wird es ein spannendes Experiment. Und ich bin gespannt, wie`s ausgeht. Selbst wenn die Bestzeit damit nicht erreichbar wäre - egal. Ich mach das so!!!

Aaaaber: ich habe die beiden Vorbereitungs-Marathons aus meiner Planung gestrichen. Auch den Marathon, der durch die Heimat meines Mannes und unmittelbar an seinem Elternhaus verbeiführt. Der Termin Ende September scheint mir zu früh, und ich möchte nicht über die Berge wandern. Also geh ich entspannt in den September, nach dem Radurlaub folgt Anfang des Monats noch der Hannover-Triathlon als Saisonabschluß, dann ein Duathlon und dann 3 Wochen Off-Season, d.h. alles kann, nichts muss! Eventuell werd ich dann auch mal wieder klettern gehen. Anfang Oktober beginnt dann der Plan. Jap - so gefällt mir das!!!!

Sonntag, 13. Juli 2008

Schlaubetal-Triathlon

1,5 / 37,4 / 10

Seit 6 Wochen bestreite ich jedes Wochenende einen Triathlon, und frauentechnisch hat es glücklkicherweise immer gepasst. Aber irgendwann mußte es ja mal so kommen.... Na ja, ist alles gut gegangen ;o) Vielleicht hätte ich ohne diesen Ballast aber ein wenig mehr rausholen können. Keine Ahnung. Der Reihe nach:

Schwimmen: In meinem Trainingsrevier, ich freu mich drauf, denn hier habe ich alle Freiwassertrainings mit Frederik gemacht, doch was sich heut abspielt, das überrascht mich. Der Prügelei am Anfang kann ich mich nicht widersetzen, denn obwohl es ein Landstart war, gehen viele bereits ins Wasser ganz auf die linke Seite... Nö, da bleib ich dann eben in der Mitte. Auf den ersten knapp 600 m bis zur ersten Boje saufe ich den halben See aus und denke, es liegt an den ganzen von Links kommenden... lag es vielleicht auch - zusätzlich. Die folgenden 400 m parallel zum Ufer der Gegenseite waren entspannt, endlich kann ich ruhig schwimmen. Dann der Rückweg, der von rechts Wind frischt heftig auf, die Wellen klatschen teileweise über mir zusammen und das sorgt natürlich für minimalen Vortrieb - und Frischwasser im Bauch. Die letzten 260 m sind dann gegen die Strömung, also mit Gegenwind zu schwimmen - ist nicht schön, macht keinen Spaß, ich bin froh, daß es vorbei ist. Geht ja aber allen so. Schwimmzeit 34 min. Nix gut :o( Danach tue ich mich wieder schwer, mit der rechten Hinterpfote aus dem Neo zu kommen. Es lag also in Hamburg nicht am Chip, es lag an meiner Ungeschicklichkeit. Übungsbedarf!!!

Rad: Die Strecke glaubte ich zu kennen, durch mein Training. Da fahre ich aber meistens auf den gut ausgebauten Radwegen, und die sind etwas entschärft. Deshalb überraschen mich die langgezogenen Steigungen in meiner Heimat doch ein wenig - und kosten Kraft. Irgendwie fühle ich mich auf dem Rad nicht zu Hause - obwohl ich auf der östlichsten Stelle nur 7 km davon entfernt bin. Na ja, neben wenigen Herrn kann ich noch zwei Frauen einsammeln, eine von ihnen atackiert mich bis zur Wechselzone immer wieder. Ich hatte gehofft, daß ich die 37,4 km schneller fahren kann, am Ende stehen da 1:13 - na ja, ein 31er Schnitt bei den Bergen ist eigentlich ok - aaaaber....

Lauf: Ich lasse zwei Frauen direkt nach der Wechselzone hinter mich, sie werden mich auch in Folge nicht mehr bedrängen. Männer sammle ich vielleicht 5 bis 10 ein, leider keine weitere Frau mehr. Das Gelände kenne ich von zahlreichen lockeren Trainingsläufen, aber heute hier im Wettkampf will es mir einfach nicht gefallen. Ich bekomm die Beine nicht hoch, durch den dichten Baumbestand an manchen Stellen zeigt mir mein Garmin eh nur 8er Zeiten an (was aber nicht stimmt). Den Garmin habe ich eigentlich nur aus dem Grund dabei, nicht zu langsam zu laufen, denn ein Schnitt unter 5 min geht immer... Heute hatte ich diese Hilfe nicht, keine Damenkonkurenz mehr in unmittelbarer Nähe weder vor mir zum Ansporn, noch hinter mir zum Weglaufen... Na ja, und so war ich mit meiner Laufleistung von 49:12 überhaupt nicht zufrieden.

Die 2:37 sollten mich versönlich stimmen, gut, die Radstrecke war nur 37,5 km, dafür aber doch stark profiliert - die Damenkonkurenz war sehr stark, das hatte ich vorher schon gesehen. Gesamt-Sechste von 11 und Ak-Vierte von 7. Ich sollte zufrieden sein. Bin es aber nicht. Deshalb werde ich jetzt die nächsten 3 Wochen wieder stärker trainieren. Das Weichspülprogramm hat zwar meine Form recht gut erhalten, über die 6 Wochen, aber weiter bringt es mich nicht. So hab ich beschlossen, erstmal Wettkampfpause zu machen und am 3. August den Koschenberg-Triathlon (das ist ein Sprint und war im letzten Jahr mein aller-aller-erster) noch aus dem Training heraus und den Werbellinsee als nächsten Höhepunkt zu setzen. Obwohl sich da schon die starken Damen angemeldet haben, und die Treppchenchancen quasi nicht vorhanden sind - vielleicht läßt sich die Lücke ja ein wenig schließen.

Den Herbstmarathon betreffend habe ich einen schönen Trainingsplan gefunden - dazu werde ich die Tage was schreiben.

Nachdem ich heute meine Tochter vom Dresdner Flughafen abgeholt habe, war der Tag sehr sofaorientiert. Außerdem habe ich ständig die aktuellen Roth-Zeiten von Frederik, Oli und Sandra im Internet verfolgt. Nun ist genug erholt!