Samstag, 28. Juni 2008

Spreewald-Triathlon 1,5/42/10

Trotz nur einem Weizenbier und einem Gläschen Sekt aus Anlass der Abitur-Zeugnissübergabe meiner Tochter, fühle ich mich heute morgen so, als hätte ich die ganze Nacht durchgezecht. Das kann ja heiter werden. Bei der Wettkampfeinweisung treffe ich dann endlich auch auf Acki, nach dem ich schon die ganze Zeit Ausschau gehalten habe.

Hier gibts ein Lehrbeispiel von: Wie pelle ich mich in die Pelle..Nach dem Einschwimmen dann gehts mir schlagartig besser, es sind heute zwei Runden im Uhrzeigersinn mit einem Landgang zu schwimmen. Nach dem Start, der an Land erfolgt, rennt alle Welt nach Links Außen - nee, ich bin doch nicht blöd und renne erstmal 100 m - so stürze ich mich im hinteren Feld so ziemlich mittig in das brodelnde Getümmel. 210 Athleten werden am Ende in der Ergebnisliste stehen, alle starten zugleich. Ich bekomme ein wenig Prügel ab, selbstbewußt versuche ich, mir einen Weg zu bahnen. Dies gelingt mir recht gut bis zur ersten Boje nach etwa 300 m. Hier ist der Teufel los, und ich werde das eine oder andere Mal unter Wasser gedrückt. Damit schwindet ein wenig mein Selbstbewußtsein und ich schwimme etwas defensiver und gehe Kollisionen aus dem Weg, indem ich entweder Tempo verringere oder zur Seite ausweiche. Hier bin ich noch nicht konsequent genug, aber ich denke, mit ein wenig mehr Erfahrung werde ich das noch hinbekommen.

Nach dem kurzen Landgang, hier zu sehen, ich lasse doch tatsächlich noch einige hinter mir, muß ich erst wieder in den normalen Rythmus zurückfinden. Auf den letzten 300 m lege ich an Tempo zu. Auch wenn am Ende mit 32 min meine bisher langsamste Schwimmzeit zu Buche steht (ok, der Sandweg bis zur Zeitnahme war auch nicht gerade kurz), hat es mir Spaß gemacht.

Meinen sonnenblumenmarkierten Wechselplatz finde ich schnell, der Wechsel geht reibungslos und auf dem Rad gebe ich mir die Kante. Ich fahre fast ausschließlich auf dem großen Blatt und in Aero-Position, daß mir die Spreewälder Strecke liegt, hatte ich ja vor 5 Wochen beim Duathlon schon bewiesen. Nun die doppelte Streckenlänge, aber auch die schaffe ich in einem 33er Schnitt. Was für eine Freude, ich überhole mehr, als ich selbst überholt werde und zu meiner Freude auch einige Frauen. Für die 42km inkl. beider Wechsel brauche ich 1:20 h

Wechsel in die Laufschuhe, raus und laufen - klappt prima, finde gleich mein Tempo, aber eine andere Frau, die ich auf der Radstrecke überholte, läuft vorbei - ich merke sofort, das das lauftechnisch nicht meine Liga ist und konzentriere mich auf meinen eigenen Rythmus. Der ist nicht leicht zu halten, die Strecke ist zwar flach, jedoch sehr crossig und sandig. Zwei Runden sind zu laufen, am Ende stehen nach glatt 10 Kilometern 47:11 zu Buche.


Gesamtergebnis: 02:39:59 - Juchu - Ich freu mich sehr über diese Zeit! Platz 4 in der Altersklasse von 11 - Platz 10 von 30 Frauen und Platz 82 von 210 Gesamtfinishern. Die Ergebnisliste ist hier zu finden: KLICK
Rundum zufrieden tauche ich dann noch einmal zur Erfrischung mit Acki im See ab... und wir üben keine Hebefigur...

Freitag, 27. Juni 2008

Lockerer Lauf

7,5 Kilometer heute in meinem Lieblingswald. Früher hätte ich bei dieser Länge nur müde geschmunzelt. Heute ist das legitim und ich habe auch dem Laufen gegenüber keine Skrupel mehr, die Schuhe für nur so ein Stück zu schnüren. Ich glaube, ich habe den Absprung geschafft.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Technik, die begeistert...

Den 3. Schwimmtrainingstag in Folge merke ich deutliche Verbesserungen bei den Technikübungen. Es fällt mir zunehmend einfacher, die Übungen auszuführen, der Körper gleitet besser durchs Wasser und ich bekomm auch nicht mehr soviel des selbigen in die Nase. Anschließend bin ich noch einen 800er Block geschwommen und dann 7 x 25m Sprints. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sich das vermehrte Techniktraining auf die Schwimmzeit auswirkt. Der 100m-Test gleich am Anfang der Einheit heute bracht 2:11

Mittwoch, 25. Juni 2008

Kurz und knackig

... so war mein Training heute. 23 hüglige Kilometer auf dem Blitz, so, daß die Oberschenkel brennen. Danach gleich in die Laufschuhe, den Hund geschnappt und ganz so, wie es ihm gefällt - losrennen ohne Sinn und Verstand, um dann nach 2 Kilometern nur noch herumzutrotteln. So gefällt uns Beiden das.

Ich habe mal in der Teilnehmerliste geschnüffelt, hochklassige Besetzung bei den Damen. Da wird es sicher sehr schwer werden, vorn mitzumischen. Zumal sich noch ein Neoverbot anbahnt. Dann kann ich`s eh vergessen. Macht aber nichts, Spaß soll`s machen. Richtig mitmischen will ich eh erst im nächsten Jahr.

Nix ausruhen...

Heute ist schon Mittwoch, und natürlich habe ich mich nicht auf meinen Lorbeeren ausgeruht. Am Sonntag habe ich eine schöne locker Radrunde über 70 km gedreht. Montag hab ich im Schwimmbad viel Technik trainiert. Dienstag dann 13,5 Kilometer gelaufen, eingeschlossen 5 x 1000 m etwas schneller und danach gings nochmal ins Schwimmbad - Technik und Sprints. Anschließend meine wöchentliche Langschlafeinheit, die dieses Mal 9 Stunden dauerte. Kann ich jedem, der intensiv trainert, nur wärmstens empfehlen - wirkt Wunder. Und nun freu ich mich schon wieder wie`n Schnitzel auf meinen Koppeltraining heute Nachmittag. Kurz und knackig.

Ach übrigens habe ich Gewichtsprobleme.... Ich muß schau`n, daß ich nicht zu viel abnehme. Das heißt: Futtern, Futtern, Futtern - wie geil ist das denn :o))

Samstag, 21. Juni 2008

Bornsdorf - ein geiler Samstag

Ich hatte mich ja ursprünglich für die Sprintdistanz (750/20/5) angemeldet, war aber nach dem erfolgreichen Debüt am letzten Wochenende heiß auf die Olympische und habe mich kurzerhand umgemeldet. Auch wenn Brandenburgische Meisterschaften ausgetragen werden, ebenso Landesliga, egal, lernen, lernen, lernen - das ist das Motto dieses Sommers und ich habe Welpenschutz. Die Wassertemperaturen von 19,xx° erlauben das Tragen des Neos und ich pelle mich hinein.

Dies Schwimmstrecke ist ein Viereckkurs, zwei mal zu schwimmen, mit kurzem Landgang. Ich halte es wie in Moritzburg... allem Gerangel aus dem Wege gehen, defensiv schwimmen, einzig erklärtes Ziel: druchkraulen. Der Landgang zwischendrin bringt mich ziemlich aus dem Takt und ich muß mich sehr bemühen, weiterhin ruhig zu atmen, bin ganz schön außer Puste danach. Dummerweise führe ich das letzte (geschätzte) Achtel an, habe also nicht direkt jemanden zur Orientierung vor der Nase und die Bojen sind weit weg. So passiert es, daß ich fast in die Gegenspur gerate, dort beenden die Landesligisten gerade ihre Schwimmeinheit. Ich erkenne sie an mir wahnsinnig schnell entgegenkommenden weißen Badekappen... Ups, nun aber schnell die Richtung gewechselt und wieder in den Takt kommen. Die Zeit ist nicht unbedingt zufriedenstellend, passt aber dennoch zum mir erklärten Saisonziel und das hat geklappt: Ohne Brustzüge durchgekrault. Schwimmzeit 33:17. Macht so ein Landgang langsamer???


Ab in die Wechselzone, hier klappt alles wunderbar, bin recht schnell mit dem Rad auf der Strecke. Die Radstrecke ist geil, geiler, am Geilsten. Hügelig und anspruchsvoll, so stand es
in der Beschreibung. War es sicher auch, aber das hat mich heute nicht gestört. Wunderbare

Landschaft entlang ehemaliger Tagebaugebiete, an einem

See entlang, der frisch geflutet auf bessere Zeiten wartet,

Wildromantik pur. Hier bläst auch ein kräftiger Gegenwind, und hier schaffe ich es auch endlich, einen lästigen Lutscher (Windschattenfahrer) abzuhängen. Leider hat das kein Kampfrichter bemerkt, die hatten mit den Landesligisten zu tun. Aber eine Radpanne beendete sein Tun - die Welt ist manchmal eben doch gerecht.


Obwohl die Radstrecke nicht gerade einfach ist, gelingt mir ein ordentlicher 32er Schnitt, Radzeit inklusiver beider Wcchsel 01:20:26.


Auf der Laufstrecke kann ich dann, nach einer 27 sekündigen Gebüschpause (ja, ich habe auf die Uhr geschaut) noch mal kassieren und Gas geben. Nicht ganz einfach zu laufen, gerade auf den ersten 300 Metern jeder Runde geht es über Wiese und stoppfelfeldähnliches Gelände. Auch die Sonne kommt inzwischen raus und es gibt auf der 2,7 km-langen Runde einige Abschnitte in prallem Sonnenschein.Kämpferherz, was willst Du mehr. Ich sammle neben einigen Männern noch 3 Frauen ein und an einer 4. bin ich lange dran, bevor ich sie dann zu Beginn der 4. Runde schlucken kann. Nun will ich den Platz nicht mehr hergeben, ein Blick zurück sagt mir, daß sie etwa 30 Meter hinter mir ist. Ich geb mir voll die Kante und kämpfe mich wirklich ins Ziel, was ich nach 10,8 Laufkilometern und einer Zeit von 00:52:40 erreiche.

Mit meiner Gesamtzeit von 02:46:23 bin ich hochzufrieden. Zum ersten Mal stand ich im Triathlon auch Nicole gegenüber, die letzte Woche in Moritzburg ihr Halbdistanz-Debüt hatte.

Vor genau einem Jahr hatte man uns den gemeinsamen Sieg beim Scharmützelseelauf nicht gegönnt, heute stehen wir zu Zweit in der Altersklassenwertung auf dem Treppchen Nummer zwei. Eine runde Sache - wie auch die ganze Veranstaltung. Nach dem Zieleinlauf gings übrigens nochmal richtig in den See! Bornsdorf sieht mich sicher wieder!

Donnerstag, 19. Juni 2008

Abschuß auf dem Rad

Heut hatte ich mir eine neue Strecke ausgesucht, ich wollte 30 km fahren, und da meine zwei Hausstrecken je 23 oder 37 km lang sind, dachte ich, ich versuch mal was Neues. Gleich nach dem Losfahren bemerkte ich, daß mein Tacho nicht funzt. Hab ein bischen dran rumgefriemelt, es aber nicht hinbekommen. Bin ich also auf blauen Dunst los. Die ersten 20 km auf bekanntem Terrain und dann hab ich mich wohl kartenmäßig etwas verhauen. Es waren am Ende doch wohl so um die 40 - gefühlte 60 Kilometer, die neue Strecke war bergig und schwer zu fahren. Da ich jedoch etwas auf`s Tempo gedrückt hab, war ich hinterher ziemlich platt, was ich dann auf dem anschließenden Lauf zu spüren bekam. Eigentlich sollte der zügig sein, das hab ich aber nur einen Kilometer gemacht, denn ich wollte mich nicht ganz abschießen. Übermorgen ist ja die nächste OD, die aber nur eine Trainingseinheit wird. Nicht mehr, und nicht weniger.