Donnerstag, 30. Oktober 2008

Wut im Bauch und Power in den Beinen

Die Finanz- und Wirtschaftskrise erfasst natürlich und gerade auch die Stahlindustrie und so gab es heute auch bei uns schlechte Nachrichten. Mit einer gehörigen Wut im Bauch habe ich deshalb heute meine 5 x 3000m im Marathontempo -10-20 sec (so war es jedenfalls gefordert) abgerissen. Beim Einlaufen mit Anett spielte wohl schon das Adrenalin verrückt, denn sie musste mich zur Disziplin ermahnen, langsam zu laufen. Nach 2,8 km gings dann los - und wie es ging, mit dieser Wut. Ja, das kann ich, in solch einem Zustand bin ich 2005 in Duisburg beim HM Bestzeit gelaufen. Das Negativtempo konnte ich zwar nicht in dem Maße durchziehen, aber -3 bis -11sec waren immer drin. Die letzten 1,5 Intervalle taten dann aber schon ein kleines bischen weh. Durch die Runden, die wir liefen, tangierten wir uns einige Male, die Kommunikation wurde aber von Mal zu Mal knapper ;o). Danach noch 2 km zusammen auslaufen - macht in der Summe heute für mich 22 Kilometer. Danach war ich in der passenden Stimmung und hab meinen Chef angerufen. Nun geht`s mir wieder besser! Alles wird gut!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Gut gedopt ist halb geschwommen

Erik hat mir "Vom Junkie zum Ironman" besorgt, und weil er den Film morgen schon wieder abgeben muß, gabs heute einen Familiennachmittag und zum ersten Mal haben sich meine Männer für meinen Sport interessiert... (so Fragen wie: ist immer erst schwimmen, dann Rad und dann laufen? ;o)) Und auch wenn Schwimmen in diesem Film eigentlich komplett zu kurz kam, hatte ich beim anschließenden Schwimmtraining ein Wassergefühl, wie ich es noch nie während meines mittlerweile fast einjährigem Schwimmtrainings hatte. Es war so richtig geil, nur die beschlagene Brille forderte nach 1500 m eine kurze Pause. Die folgenden 1000 m bin ich dann mit dem Pullbuoy geschwommen und habe die Schlagzahl erhöht. Saugeil wars heute, kurz vor 22 Uhr bin ich als Letzte aus der Halle raus.

Kleiner Nachtrag noch: zwischen Film und Schwimmbad hab ich noch die lt. Trainingsplan geforderte halbe Stunde Athletik gemacht, ich finde das erwähnenswert ;o)

Dienstag, 28. Oktober 2008

Umschmiss die Zweite

Heute morgen klicke ich den Garmin aus der Ladestation und schmeiße ihn in die Sporttasche zu den anderen Laufsachen für das Intervalltraining 5 x 3000 m heute nach der Arbeit. Mit Anett treffen wir uns um 15:45 an der Inselhalle, wollen uns zusammen einlaufen, dann jeder sein Ding abreißen und anschließend noch gemütlich austraben. Ich will meinen Garmin einschalten - nix. Akku komplett leer. Beim Umdrehen seh ich das Dilemma: ein Kontakt ist wieder einmal komplett eloxiert. Und das verhindert das Laden. Super. Wie soll ich da ein Intervalltraining vernünftig gestalten. Geht nich... Ok, die eine Runde ist 3200 m lang, die andere 2000 - kann ich mir also aussuchen und nach meiner normalen Stopuhr, die ich auch im Alltag trage, laufen. Nach dem Einlaufen will ich diese starten: Fehlanzeige. Nix is, auch sie streikt. Ich freunde mich bereits mit dem Gedanken an, mit Anett die Intervalle mitzulaufen, ist ja auch nicht sooo langsam, aber dann entschließen wir uns Beide für einen 14km Genusslauf in den Abend hinein, hinaus aus der Stadt und in die Wälder. War auch schön, oder eigentlich viel schöner. Das Tempotraining wird nachgeholt - am Donnerstag. Was muß, das muß. Der Garmin ist schon freigekratzt und hängt an der Ladestation.

Montag, 27. Oktober 2008

Plan-Umschmiss

Eigentlich habe ich Recom-Woche. Blödsinn ;o)... Na ja, eigentlich nicht, aber am 8. November möchte ich einen Halbmarathon laufen, und den möglichst ausgeruht, soll er doch der Standortbestimmung dienen, und nicht nur das, das Ergebnis soll darüber entscheiden ob Bertlich oder nicht. Soll heißen: Bertlich-Marathon nur, wenn die HM-Zeit auf eine Bestzeit schließen läßt. Meine 10er-Zeit macht es mir nicht leicht, Daniels sagt 3:26.... aaaaber eher blablabla 3:32. Dankeschön, aber das hab ich schon ;o)

Also, um eine vernünftige HM-Zeit abzuliefern, die dann auch PB sein müsste, möchte ich ausgeruht sein und deshalb werde ich die Recom-Woche um eine solche nach hinten verschieben und diese Woche noch einmal das Programm von letzter Woche durchziehen. Das hatte ich ja eh nur mit halbem Ar*** gemacht, wegen des Zehners.

Heute wollt ich Fenster putzen, aber dann haben wir, als ich nach Hause kam, Winterurlaubsplanung gemacht, dann war ich mit dem Hund - darüber wurde es dunkel - na ja, Wohnzimmer und Diele habe ich ja trotzdem geschafft, dann eben im Dunkeln. Der Rest muß halt warten bis zum nächsten Ruhetag... ;o) Ja, mein Haus hats auch nicht leicht mit mir. Und weil ich darüber hinaus nun noch eine Menge freier Energie hatte, hab ich mich auf die Warteliste des ausgebuchten Untertagemarathons am 6. Dezember setzen lassen. Hat nicht genug wehgetan, letztes Jahr! Einmal doof - immer doof - ist eben so!

Sonntag, 26. Oktober 2008

Platt

Ich hatte mal wieder nur die Rennerei im Kopf und habe die wirklich schönsten Dinge, die der gestrige Wettkampf noch so mit sich brachte, völlig unterschlagen. Wie gut, daß Anett wenigstens darüber berichtete.

Die heute gewonnene Stunde habe ich meinem Haushalt geschenkt und noch eine weitere dazu, muß ja auch mal sein. Gegen 10:30 bin ich dann aber bei herrlichem Sonnenschein losgetrabt - Große Ausdauereinheit, 2 Stunden laufen (es wurden 2:15) durchs herbstliche Schlaubetal. Nach 1:45 war ich ziemlich alle, der gestrige Zehner forderte wohl doch seinen Tribut.

Zu Hause war alles vorbereitet, Rolle, Notebook mit DVD, Kopfhörer - locker treten zu meinem Lieblings-Zweiteiler (nein, nix zum Anziehen, ein Film) ging dann aber wieder. Zumindest die erste Stunde. Nach 1,5 Stunden war ich erlöst, Film alle und darüber war ich überhaupt nicht böse. 3:45 sollten genügen. Morgen ist Ruhetag, den hab ich nun auch nötig - und meine Fenster auch, die müssen nämlich geputzt werden.

Samstag, 25. Oktober 2008

Vielen Dank Herr Fürst von Pückler...

... für diesen wundervollen, läuferfreundlichen Branitzer Park!
Vor zwei Jahren habe ich bereits an diesem tollen 10km-Lauf teilgenommen, damals habe ich mir vergeblich die Zähne an dieser verdammten 45 aus gebissen - 45:01 war damals mein offizielles Ergebnis, auf das ich aber durchaus stolz war. Aber ich hatte die 44 vor dem Doppelpunkt, die ich so lange herbeisehnte, knapp verpasst.

Im letzten Jahr bedauerte ich es dann sehr, hier nicht starten zu können, die Strecke ist schön zu laufen, sehr kurzweilig, 85 Prozent auf Wald- bzw. Parkboden und durchaus bestzeitentauglich. Aber unser Schlaubetalmarathon fiel auf den gleichen Tag. In diesem Jahr zeigten sich die Cottbusser kulant und verlegten ihren Lauf kurzerhand eine Woche nach hinten.

Meine persönliche 10er Bestzeit kannte ich nicht wirklich. Im Oktober 2006 jene 45:01 und dann im März des Folgejahres eine 44:08 - geht gar nicht, nicht mehr in meinem Leistungsniveau und schon gar nicht im zeitigen Frühjahr nach dem Wintertraining. Damals zeigte mir mein Garmin auch eine eindeutig zu kurze Strecke an und hochgerechnet ergab das dann eine Zeit von 44:40, welche ich fortan zu meiner PB erklärte und welche es für mich zu unterbieten galt. In Berlin vor zwei Wochen war es mir mit 44:51 leider nicht gelungen.

Da ich mir die Messlatte immer gern etwas höher lege, erklärte ich vor dem Lauf unter Zeugen (Anett), daß ich eine 44:30 laufen möchte und das nur dies für mich eine neue Bestzeit darstellt.

Kalt wars heute morgen, 6 Grad, aber ich entschied mich für kurz (hatte gar nix anderes mit). Beim Einlaufen um den See wollte mir aber nicht recht warm werden. So hatte ich auch die ersten zwei Kilometer arg zu tun, die Beine auf Betriebstemperatur zu bringen, die Pace war aber ok. An Kilometer 4 erspähte ich etwa 50 m vor mir direkte Konkurenz, gelbes Shirt, schwarzer Zopf - die hol ich mir! YES - bei Kilometer 6 hab ich sie und etwa 100 bis 150 m vor mir tanzte der nächste Zopf, diesmal in weißem Shirt. Nachdem ich das potentielle Opfer anvisiert und den Kilometer 6 mit 26:50 passiert hatte, bekam ich Gehirnmatsche und begann bekloppterweise irgend eine Schwachsinn zu rechnen - kam letztlich zu dem Schluß, daß, wenn ich jetzt sogar 5 min pro Kilometer bräuchte, ich eine unreelle Zeit hinlegen würde... bis mich das Kilometerschild mit der roten 7 aus dem Wahn erlöste.

Rechnen und Laufen passen bei mir halt nicht zusammen. Weißen Zopf mit schwarzem Shirt - oder war es umgekehrt - hin oder her, ich kam nicht mehr ran, an die (wie ich hinterher hörte 17-jährige) Läuferin aus Cottbus. Mit Platz zwei in der Gesamtwertung (von 31) und Platz eins in der Ak und einer persönlichen (Punktlandungs)Bestzeit von 44:29 bin ich sauglücklich! Das Auslaufen mit Anett, die ebenfalls Bestzeit gelaufen ist und Dieter rundete die Sache ab!

Meine Kampfansage für 2009: ich will eine 43 vor dem Doppelpunkt!

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Die Sonne strahlt...

... heute den ganzen Tag, so, als wolle sie sich entschuldigen, für den Ausrutscher gestern. Und so, als wolle sie sagen: Saug ihn noch einmal ein, diesen schönen Herbsttag, ein paar Blätter hat der Wind noch an den Bäumen gelassen, nicht mehr lange, und dann sind auch sie verschwunden.

Und das tat ich auch. Nach der Arbeit hatte ich so richtig Lust, mich noch einmal aufs Rad zu setzen und über die Landstraßen zu rollen. Aber der Wind war recht frisch und es wird gegen Abend dann doch recht rasch kühl. So entschied ich mich dann doch für den Lauf, der ja auch im Plan stand. Allerdings machte ich aus geforderten 75 min dann nur 45, denn ich möchte doch ausgeruht am Samstag an der Startlinie stehen. Es wurde noch recht aufregend unterwegs, denn einem älteren Ehepaar war ihr großer schwarzer Hund weggelaufen und ich versprach, die Augen offen zu halten. Sie haben ihn dann selbst gefunden, waren aber so freundlich und warteten auf mich, bis ich zurückkam, nicht, daß ich umsonst weitersuche - hätt ich nicht ;o)

Im Anschluß an den Lauf noch eine halbe Stunde Athletik und Streching, dann Hausarbeit und nun Couch. Komisch, die Kinder kommen immer weniger heim, ich hab plötzlich so viel Zeit übrig, vielleicht sollte ich anfangen zu stricken ;o))