Samstag, 7. Juni 2008

Jahresdebüt auf der Sprintdistanz

Ihhh, in diese Brühe soll ich rein? Und dann noch ohne Neo? Für die Sprintdistanz, die zum Brandenburg-Cup gehört, hatten sie`s bei 21°C Wassertemperatur verboten. Auch wenn ich das nicht verstanden habe, egal, muß ich nun durch. Hätte ich Großkotz mich doch für den Volkstriathlon gemeldet, gleiche Strecke, aber ohne Cup-Punkte... Na ja, dann wird das hier sowas wie der Schmiss ins kalte Wasser.
Beim Rad-Check-In bekomme ich, wie alle anderen auch, meine Startnummer mit einem fetten Edding auf die Waden und die Oberarme tätowiert. Cool, ich komme mir einen Moment lang vor, wie eine Triathletin...
Mit der Parkeisenbahn werden wir zum Schwimmstart gefahren. 1000 Meter, die Strecke kommt mir endlos vor. Und das soll ich alles zurückschwimmen??? Mein Gefühl täuschte mich dann doch nicht ganz. Der Schwimmeinstieg war 300 m weiter hinten. Die 300 m bis zum Startseil dienten dem Einschwimmen. Wissen die denn nicht, daß ich froh bin, die 1000 m zu schaffen??? Da bin ich doch nach dem Einschwimmen schon fertig...
Uha, es geht los, rein in die schlammig-dreckige Brühe der Spree. Ein Biber stört sich überhaupt nicht an uns und glotzt uns nur blöde an. Fein, ein Biotop. Jetzt gibts kein Zurück mehr, wir, das sind die 20 Starter der Sprint-Distanz (die meisten Leistungssportler mit Namen auf dem Einteiler...) schwimmen bis zum Start und hier bin ich schon mal ziemlich weit hinten. Und weil ich da auch hingehöre, bleib ich an der Startaufstellung auch da stehen. 5 Minuten nach uns starten die Volkstriathleten. Mein erklärtes Ziel ist es, ruhig zu schwimmen und mich nicht von dem großen Feld der gelben Badekappen (Volkstriathleten) überholen zu lassen.

Nach keine Ahnung - gefühlten 500 m (es geht stromabwärts, deshalb 1000 m auf der Sprint-Distanz - sonst 500 bis 750) hab ich einen schönen Hieb kräftige Modderbrühe im Mund... buah, das zwingt mich zum ersten Mal, ins Brustschwimmen zu verfallen. Irgendwann ist die Brille beschlagen und die Orientierung beim Kraul fällt natürlich schwer, wenn man nur noch wenig sieht. Immer öfter mußte ich dann auf Brust ausweichen, und ich komme auch nicht mehr richtig in den Kraulrythmus. Das ärgert mich zwar etwas, weil ich es ja eigentlich kann. Aber was soll`s, es geht den anderen, die mit mir da in der hinteren 4er-Gruppe schwimmen, ganz genau so.

Als Letzte von uns Vieren verlasse ich das Wasser, als Erste komme ich aus der Wechselzone. Na wenigstens die 4. Disziplin klappt super. Und raus gehts auf die Radstrecke.

Der Einteiler trocknet im Nu im Abendwind, es ist fast 20 Uhr aber die Sonne knallt noch. Die Radstrecke ist ein Rundkurs auf dem Cottbusser Stadtring, nicht ganz leicht, denn es geht zwar seicht, aber lange hinauf und wenn man es geschafft hat, kann man`s rollen lassen. Nur nicht lange, dann kommt die Kehre und man muß sich wieder ausbremsen, bevor es nach der Kehre gleich wieder schön berghoch geht. Ziemlich anstrengend, mehr als einen 30er Schnitt schaffe ich nicht, auf diesen 22 Kilometern.

Die Wechselzone befindet sich in der Messehalle. Für meinen Geschmack nicht ganz so günstig, denn das Linolium in der Halle ist nicht ganz problemlos für Leute wie mich, die die Radschuhe nicht schon am Rad haben. Äußerste Vorsicht, um nicht auszurutschen. Das kostet schon mal ein paar Sekündchen, aber das soll ja eigentlich heut nicht das Thema sein.

Auch der Wechsel Rad/Lauf gelingt problemlos und rasch. Den 5,5Kilometer-Lauf genieße ich, laufe zwar leicht angestrengt, aber nicht am Limit. Dazu habe ich gar keine Lust, die spätere Siegerin kommt vom Potsdamer Zeppelin-Team, ist 17 Jahre alt und unerreichbar, und die später Drittplatzierte ist weit genug weg. Ich genieße den Lauf und das Flair - Triathlon ist geil!
Meine Zeiten: Schwimmen 21:10 - Rad 47:17 - Lauf 28:57 = Gesamtzeit 1:37:24

Freitag, 6. Juni 2008

Alles wird gut!

War heut beim Doc wg. der Beschwerden beim Schwimmen: Diagnose Asthma - Pollen über Pollen auf dem See. Das hat mich beruhigt, daß die Ursache gefunden ist. Das neue Medikament schlägt sofort an, heute war ich mit Frederik noch einmal am See, vorsichtig angefangen, nach 9 Minuten war ich völlig stressfrei die 450 m am anderen Ufer, gleich wieder zurück. Kurzer Landgang und das ganze noch einmal. Ich hätte es auch noch ein drittes mal geschafft, wollt aber nicht übertreiben. Nun bin ich vollkommen glücklich und sehe wieder optimistisch in die Zukunft.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Das Grauen im See

Heute bin ich mit Frederik zum Müllroser See. Es fing ganz gut an mit der Schwimmerei. Aber dann...

Und das habe ich dazu im Forum geschrieben:

Heute ging`s an den Müllroser See. Einmal rüber lt. Google maps 440 m. Fein. Rein in den Neo, ich bin nicht allein, Frederik schwimmt mit - Roth-Anwärter. Ich komme gut klar, die Brühe ist trübe, so gefällt mir das. Ab und an ein Blick nach vorn, kostet irgendwie mehr Luft als das Atmen zur Seite. Etwa 50 m vor der anderen Uferseite bemerke ich wieder dieses Drücken auf den Brustkorb. Dann ein sich bildendender Schleim auf den Bronchen, will abhusten, geht aber schlecht beim Schwimmen.An der anderen Seite ist ein Steg. Da erstmal rauf und versucht abzuhusten. Geht nur mühsam - wie Asthma eben. Ich habe allergisches Asthma, welches mit dem Heuschnupfen zusammenhängt. Dagegen habe ich ein Spray (ist aber glaub ich verboten beim Triathlon). Als die Bronchen wieder einigermaßen frei sind, machen wir uns auf den Rückweg. Dauert nicht lang, muß ich wieder unterbrechen, versuchen abzuhusten, macht sích blöd im Wasser... habe das Gefühl, der Neo schnürt mir den Brustkorb ab.... Fühle mich aber subjektiv nicht unbedingt unwohl im See... . Ich weiß auch nicht, was das werden soll. Hinterher fiel mir ein, daß ich das nach dem Schwimmen bei meinen beiden VD`s letztes Jahr auch hatte. Da hab ich fast die gesamte Radstrecke zum Abhusten benötigt. Was tun sprach Zeus...Morgen werd ich mal meinen Doc besuchen... muß eh mal wieder mein Blut checken lassen. Und nachmittags gehts wieder in den See. Nützt ja nix... Aber wohl ist mir nicht, in Hinblick auf meine Triathlon-Träume.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Koppeltraining und die pure Lust am Leben

28 Grad heute, eine leichte Briese weht und ich sattle mein Ross...
fahre meine 36km-Runde im 27er Schnitt, die Radwege sind immer noch teilweise arg verdreckt. Aber ich riskiere lieber einen Sturz als unterm LKW zu liegen. Wer es nicht weiß: hier bei mir zu Hause ist die Autobahn 40 Kilometer entfernt, das bedeutet, daß auch sämtlicher Frachtverkehr über die Landstraßen rollt.

Egal, ich hab Spaß auf`m Flitzer, der Wind weht mir um die Nase. Nach Hause und die Schuhe gewechselt. Ich laufe heute zum ersten mal die bereits im letzten Jahr erstandenen Asics Piranha - ein Hauch von einem Schuh. Der Schuh passt zu mir, wie mein Rad. Das erste Mal seit weißichwielang hab ich meine Laufrunde verlängert. Eigentlich waren nur 6 km geplant. Aber es lief so super gut und butterweich, also gar nicht mehr wie auf Eiern, es lief einfach und so wurden es 10 Kilometer. Und auch nur in Anbetracht der Tatsache, daß ich am Samstag ja meinen ersten Sprint-Tria in diesem Jahr habe, habe ich nach 5 Kilometern kehrt gemacht.
10 km im 5:22er Schnitt, kamen mir vor wie Wohlfühltempo. Bin selbst überrascht.

Dienstag, 3. Juni 2008

Schwimmen morgens um 6

Ob meine Wasserlage heute etwas schlechter ist, immerhin hab ich gestern ganz schön gefuttert...;o)

Ich konnt`s nicht lassen, ich mußte noch mal Strecke schwimmen, ich weiß, daß ich das nicht soll, und lieber Technik trainineren müsste. Aber in Anbetracht der heißen Außentemperaturen ist davon auszugehen, daß es wohl einige Trias mit Neoverbot geben wird. Da brauch ich das halt noch für den Kopf.

Bin heute mal im Pointzero geschwommen. Auf 1500 m war ich eine Minute schneller, als letzte Woche mit normalem Badeanzug. Also kann ich mir das zumindest auf den Sprintdistanzen kneifen. Das zwar hauchdünne Neopren gibt mir allerdings eine gewisse Sicherheit, was wahrscheinlich quatsch ist. Aber es tut gut ;o) Zeit 37:48. Anschließend hab ich aber noch brav Technik geübt, auf 700 Metern. Zum Abschluß ins (flache) Außenbecken, da läßt sich gut das umschwimmen von verschiedenen Dingen üben. Danach bin ich gleich noch mal im Schwimmanzug und Barfuß über die Außenanlage gejoggt. Na ja, waren nur ca 300 m, aber auch das loslaufen gleich nach der waagerechten Schwimmposition will ja mal geübt sein. Ging super.

Montag, 2. Juni 2008

Intervalle bei 32°C

Na ja, ist vielleicht ein wenig bekloppt, aber ich hatte mir eine Trinkflasche deponiert, und da ich Runden laufen wollte, konnte ich die in den Trabpausen immer wieder ansteuern. War auch gut und notwendig. Die von Vic vorgegebenen 3:36/km konnte ich unmöglich halten. Ich glaube aber auch, wenn die Temperaturen erträglicher wären, wäre das eine im Moment nicht zu meinem Leistungsstand passende Vorgabe. Ich weiß nicht, was Vic sich dabei denkt. Ich bin sie so schnell gelaufen, wie es ging, und wie es die Umstände zuließen. Ich denke, es erfüllt trotzdem den Trainingszweck, wenn man am Limit läuft.

Mit Ein- und Auslaufen waren`s insgesamt 12,5 km. Am Abend waren wir mit meinem Mann, sowie mit Matthias und seiner Frau das Preisgeld vom Run & Bike verfuttern. War super!

Sonntag, 1. Juni 2008

77 Kilometer und Sonne pur!

Gestern war Familientreffen und das ging bis spät in die Nacht. Ich habe mir auch ein/zwei Weizenbier gegönnt (oder waren es doch mehr?). Deshalb hat heute vor 17 Uhr auch nix gewackelt...

Nee, aber die Mittagshitze wollte ich nun doch noch erst vorübergehen lassen. Um 17 Uhr bin ich los, fett mit Sonnencreme bedeckt und habe eine sehr, sehr gemütliche Runde gedreht. Nach 3:20 Stunden war ich wieder daheim. Dies war die erste Radausfahrt, bei der ich nicht nach 60 Kilometern das erste mal platt war. Training scheint anzuschlagen.