Dienstag, 9. September 2008

Herrliche Spätsommertage

Ich mag es, wenn die Sonne nicht mehr ganz oben am Himmel steht, so am späten Nachmittag, denn dann taucht sie die Welt in warme Farben. So ganz anders, als in den heißen Hochsommermonaten. Da ich jetzt für einen Monat kein Schwimmtraining mache, hatte ich gestern irgendwie einen freien Tag... Also den Korb und ein Messer - und ab zur Regeneration in den Wald, Pilze suchen. Suchen? Was sag ich, ernten ist wohl das bessere Wort. Meine Wade zwickt noch, sie hat den Krampf vom Sonntag noch nicht verdaut.

Auch heute morgen ist es trotz Sportsalbe nicht besser, aber ich kann nicht anders, bei dem Wetter zieht es mich hinaus. Auch Bianka und Matthias hatten eine Runde eingeplant, da hab ich mich dann kurzerhand nach der Arbeit mit eingeklinkt. Am Ende warens 14 Kilometer ohne das ich die Wade auch nur ansatzweise gemerkt hätte. Auch jetzt ist es so gut wie weg. Morgen dann nochmal Physiotherapie, also das nächste Event, oder besser gesagt, das Doppel-Event kann kommen!

Montag, 8. September 2008

Ich bin 96 - Mein Triathlon-Saisonabschluß

Ausgerechnet ich, aus dem Fernen Osten angereist, bekomme die Startnummer 96 verpasst. Und das bei einem Triathlon-Fest, bei dem sich die 96er bei jedem 2. Wort der Lautsprecherdurchsage selbst feiern. Lustig find ich das schon, und deshalb... man kann es drehn und wenden - es bleibt dabei... ;o)

Am Samstag gegen Mittag sind wir nach 3 Stunden Autofahrt in Hannover. Ins Hotel dürfen wir schon hinein, ein kleines, etwas spartanisch eingerichtetes, aber deshalb auch billiges Hotel, mehr brauch ich nicht. Das Rad darf heute Nacht direkt neben der Dusche in meinem Zimmer schlafen, bei welchem 4-Sterne-Hotel wäre das schon möglich?
Bei der Startnummernausgabe am Samstag treffen wir wie verabredet Meike, Jörn und Forumsbaby Finja, was für eine Wiedersehensfreude. Sie laden uns nach Hause zu Kaffee und lecker Erdbeerkuchen ein, danach bummeln wir noch ein wenig durch den Stadtwald und die Einkaufspassagen. Hier nutze ich gleich die Gelegenheit, mir endlich einen Klettergurt und Kletterschuhe zu kaufen.
Wenn man aus unserem Hotel herausfällt, fällt man direkt vor einen kleinen Italiener, also nicht dem Italiener als solches, sondern einem kleinen Restaurant. Dort verabreden wir uns mit Silke aus dem RunnersWorld-Forum. Es wird ein netter Abend, hat mich sehr gefreut Silke, Dich kennenzulernen.
Der nächste Morgen - irgendwie hab ich so gar keine Lust auf Triathlon, nach dem Hotelfrühstück ist`s ein wenig besser, wir machen uns auf zum Maschsee, der ja nur etwa 800 m entfernt vom Hotel liegt, um Jörn bei seinem Debüt anzufeuern. Dank Meike lerne ich dort auch noch Odo und den Hiddestorfer kennen, das hat mich sehr gefreut. Nachdem Jörn nach seinem Debüt erfolgreich im Ziel ist, gehts für uns zurück ins Hotel, noch eine halbe Stunde die Beine hochpacken, dann umziehen und samt Ausrüstung zum Check In zu pilgern. Die späte Startzeit um 14:30 Uhr hat zur Folge, daß ich nochmal Hunger bekomme, die Leistungskurve irgendwie auf Siesta steht, und ich so gar keine Lust habe, jetzt hier noch irgendwie ins Wasser zu steigen und was sonst noch so kommen soll. Aber wenn wir schon mal da sind - richten wir uns eben in der Wechselzone ein. Wie auch schon in Hamburg - gelbe Postkisten, ich mag sie nicht. Überhaupt erinnert das ganze Flair so ein wenig an Hamburg, ich denke, der Teppich, die Zäune und die Kisten waren die Selben.

Die Wechselzone ist eingerichtet, und immer noch ist eine Menge Zeit. Wir bummeln ein wenig über den Platz vor dem See, die 2 Stände der Triathlon-Messe (haha) interessieren uns zum Saisonende eher weniger.
So setzten wir uns ein wenig auf die Mauer am See, noch ein bischen abspannen, zum Warmmachen ist es noch zu zeitig und in ein paar Minuten erfolgt die Wettkampfeinweisung per Lautsprecher. Verträumt schaue ich in die Wellen - als mir plötzlich dieser Anblick das Blut in den Adern gefrieren ließ....


Gefühlte Größe: 7 m - geschätzte Größe 1,50
Ok, das mit dem Blut in den Adern ist übertrieben, aber so ein bischen erschrocken bin ich schon bei diesem Anblick. Was solls - da muß ich nun durch und die Biester werden schon abhaun. Wende ich lieber meinen Blick ab, auf`s Land und seinem Getummel - als ich plötzlich den Holger erblicke. Welch eine Wiedersehensfreude. Holgi, auch wenn ich in den Kurven schlecht winken oder sonstwas konnte - ich habe mitbekommen, daß Du mich auf der Radstrecke angefeuert hast.



Aber der Reihe nach. 2. Startwelle 14:30 wird zum Schwimm-Check-In gerufen. Ich hatte befürchtet, daß die Zeit zum warmschwimmen knapp werden könnte, also lief ich mich, den Neo auf der Hüfte, ein bischen im Vorstartbereich ein, um den Körper auf Temperatur zu bringen.
Dann gings hinein in die Brühe, und diesmal stellte ich mich nicht ganz hinten an, ok, seitlich schon, aber doch ganz mutig mehr mittenrein, um die Brutschwimmer hintermich zu lassen. Diesmal auch kein "bis 10 zählen" nach dem Startschuß - ich schmeiße mich ins Getümmel, ich kann das doch schon, ich bin doch schon groß ;o) Relativ zügig finde ich eine Lücke, muß ein bischen Pace rausnehmen, da mir der Atem knapp wird. War wohl ein wenig zuviel des Guten - macht nix, ich erhole mich rasch. Schon bald merke ich, wie mir etwas Wasser von oben in die Brille läuft. Na ja, wenns dabei bleibt - denk ich mir... Blieb es nicht. Nach etwa 200 m muß ich die erste Pause einlegen, so eine Sch***e, wenn die Brille einmal ab ist, krieg ich sie doch nie wieder dicht... Brille hoch, Wasser raus, angedrückt, mit dem Gefühl von Matschaugen schwimm ich weiter, vielleicht 20 m, dann bin ich vollblind - verdammt, ist das hier das Ende, nein, ohne Brille geht das doch gar nicht, was mach ich blos. Nochmal anhalten, ganz ruhig, ja, schwimmt doch alle an mir vorbei, klasse, der erste Brustschwimmer, der nächste... so ein Mist. Ok ok, ganz ruhig, durchatmen, Brille komplett runter - dabei fliegt die Badekappe des Veranstalters mit in den See, soll sie doch - vermisst haben sie keinen hinterher ;o). Meine eigene Badkappe, die ich immer drunter habe, nochmal richtig aufgezogen, dank Neoprenanzug hab ich genug Auftrieb, um das alles zu richten. Die Brille ausgekippt, die Ränder nachgezogen, noch ein Versuch, Brille auf, fühlt sich gut an - ja, schwimmt doch alle an mir vorbei, heute wollt ich mal zeigen, daß ich doch nicht so schlecht schwimme, heute wollt ich mich mal trauen, pah, haut doch alle ab. Brille ist dicht - ein Glück, aber durch das Gefummel bin ich ziemlich weit nach rechts abgetrieben und muß erstmal wieder in die richtige Spur. Das alles hat mich, wie ich schätze, so vielleicht 2 min gekostet. Macht nichts, wenigstens ist die Brille jetzt dicht und ich finde schnell wieder meinen Rythmus. Ja, was soll ich sagen, ich habe sogar richtig Spaß am Schwimmen und genieße die zwei Runden im Wasser. Von dem Brillen-Mißgeschick mal abgesehen, hätt ich mir kein schöneres Saisonende vorstellen können. Mit dieser Erinnerung ins winterliche Schwimmtrainig - perfekt. Leider bekomme ich durch die Kälte (18,9°), die ich sonst eher als angenehm empfinde, auf den letzten 100 Schwimmmetern einen Krampf im rechten Unterschenkel, der erst auf dem Rad allmählich wieder verschwindet. Dieser und der blöde Chip am Knöchel behindern mich beim Ausziehen des Neos - ich brauche in der 1. Wechselzone über 2 min, überhaupt haperts so am Zubehör. Auch den Helm bekomme ich nach einer gefühlten Ewigkeit erst geschlossen.
Auf dem Rad gehts gleich mal zur Sache, die ersten 3 km gegen den Wind, die Runde ist 4 x zu fahren, eigentlich eine schöne Strecke, landschaftlich wie städtebaulich - nur der Belag hält sich teilweise in Grenzen. Ich habe aber Spaß, überhole viel und werde selbst nur wenig überholt. Meistens von solchen, die man schon von Weitem hört..... Ein dumpfes sssssssssssssssssssssss ffffcccccccccccccccccchhhhhhhhhhhhhhh - Scheibenräder und Aerohelm (und Knackarsch - höhö).
Meike, Jörn, Viola, Holger, Lutz - das ist total toll, ich bin in einer Stadt, in der ich noch nie war, über 300 km von Zuhause entfernt, und alle feuern mich an. Das hab ich nichtmal zu Haus.
Zweiter Wechsel, Sch**ß gelbe Postkisten, Radschuhe fliegen in die hintere Ecke an den Zaun zum Neoprenanzug, Piranhas aus dem Kasten gegrabbelt, Helm ab, Brille ab, Garmin geschnappt und raus. Gleich am Anfang der Laufstrecke steht Lutz (der Hiddestorfer) und feuert mich an. Ich kann`s gar nicht richtig würdigen, bekomm meinen Garmin nicht drangefummelt, das mach ich ja immer erst, während ich schon laufe. Ich sammle nochmal nen Haufen Frauen ein, so richtig den Überblick bekommt man ja nicht, durch die Rundenlauferei und die Wellenstarts. Ich merke, daß ich noch Reserven hab, aber irgendwie habe ich gar keine Lust, mich jetzt zu schinden. Dies ist der letzte Triathlon für etwa 9 Monate, ich möchte es noch einmal so richtig genießen. Außerdem ist es doch eh Wurscht, ob ich hier Fünfte oder Neunte werde, keine Cup-Wertung, keine heimische Konkurenz, dafür ein schöner See, an dem es entlang geht, freundliche Helfer, La-Ola-Wellen der Zuschauer, ich laufe zwar etwas angestrengt, aber lange, lange nicht am Limit - ich habe unheimlich Spaß! Nach 2:44:31 bin ich im Ziel, die Zeiten im Einzelnen:
Swim: 00:35:59
T1: 00:02;:22
Bike: 01:15:23
T2: 00:01:25
Run: 00:49:24
Platz weibl.: 9 von 22
Platz AK: 2 von 4
Dieser Abschluß ist somit im Prinzip ein Spiegel meiner ersten wunderbaren Triathlon-Saison. Selbst wenn ich mich beim Laufen geschunden hätte, es hätte an der Platzierung nichts, rein gar nichts geändert, denn die 6 Minuten zur Vorplatzierten wären unmöglich. Fazit also: ALLES RICHTIG GEMACHT:
Ich bin wieder - wie immer - eine der Letzten, die ihr Rad aus der Wechselzone holen. Und diesmal passt es auch zur Stimmung, die gut, aber ein klein bischen wehmütig ist. Es war eine tolle Saison. Ich freu mich auf die Dinge, die in diesem Jahr noch kommen, auch auf das spannende Aufbautraining für 2009. Als ich das Foto mache, denke ich an Reinhard Mey und diesen Text:

Die Zeit des Gauklers ist vorbei,
Verklungen Sang, Schnurrpfeiferei,
Verstummt die Laute,
die der Musikant noch in den Händen hält,
Der Tisch verwaist, die Gläser leer,
Das Fest ist aus. Es bleibt nichts mehr,
Als abzugeh‘n, man sagt: Der Narr ist traurig,
wenn der Vorhang fällt.
Und das Fest, das wir endlos wähnen,
Hat doch wie alles seinen Schluß.
Nun, keine Worte und keine Tränen,
Alles kommt, wie‘s kommen muß.

Freitag, 5. September 2008

Mein vorerst letztes Schwimmtraining...

... hab ich gerade hinter mich gebracht. Noch mal schön entspannt 3 x 500 m mit ein paar Steigerungen, aber nichts Dramatisches. Und jetzt bin ich richtig heiß auf Hannover, ich könnte auf der Stelle losrennen.

Ob´s sowas gibt... - "Übertaperung"??? Ich freu mich jedenfalls so richtig doll auf Sonntag! Und nicht nur auf Sonntag, auch auf das Treffen morgen mit Meike, Jörn und Finja am Nachmittag, und das mit Silke am Abend!

Und jetzt - - - - - WOCHENENDE! Allen ein schönes!!!

Donnerstag, 4. September 2008

Gewitterfahrt im Trocknen

Als ich mir gerade die Rolle von der Scheune auf den Hof gezerrt hatte, gings los - Gewitter. Und was für eines. Fluchend räume ich das Teil samt Rad wieder zurück, welch ein Glück, daß ich mich für Rolle und nicht Ausfahrt entschieden hatte. Rolle deshalb, weil ich darauf kontinuierlich ein paar kurze Intervalle fahren kann, also noch mal so richtig kurz und knackig die Kante geben, um ordentlich Spannung in die Muskulatur zu bringen. Konkret 10 min einfahren - 3 x 5 min volles Rohr mit jeweils 5 min locker dazwischen. Dann noch 10 min ausradeln. Hab mal probiert, die Schuhe auf dem Rad auszuziehen, na ja, auf der Rolle ging das gut, da stand ich ja sicher... nee, bei meinem letzten Triathlon der Saison werd ich mich dabei nicht auf die Fr***e legen... Und ich glaube auch nicht, das das an der Zeit groß was ausmacht. Schon gar nicht, weil ich ja eh noch 1,5 Urlaubskilos mehr mit mir rumschleppe.

Anschließend, das Gewitter war inzwischen vorbei und die Luft herrlich klar und frisch, hab ich mir meinen Hund geschnappt, bin 2 km scharf angelaufen und dann den Rest mit dem alten Herren getrottet. Fühle mich super, die Beine sind frisch!

Dicht an dicht...

... war der Tag gefüllt, am gestrigen Mittwoch.
Nach der Arbeit und vor der Marathonversammlung habe ich es gerade so geschafft, mich 3 km einzulaufen, 4 x 400 m zu bolzen und dann nochmal 3 km auszulaufen. Dann besagte Versammlung und von dort aus gleich zum Üben zur Feuerwehr.

Ich habe diesmal einen neuen Posten, muß nur zwei B-Schläuche kuppeln, dann den B-Schlauch an die Pumpe schließen, mir eben diesen Schlauch und die Handlampe (wir üben für den Nachtausscheid) greifen und ca. 50 m vorziehen. Dann Unterstützung beim Verteilerziehen leisten, anschließend nach vorn zur Spritze, ausleuchten und einweisen.

Das ist wesentlich weniger Stress als ich es im letzten Jahr an der Spritze hatte. Daher ist auch das Foto.
Bin dann zeitig ins Bett, denn heute früh um 3:30 war die Nacht zuende, ich mußte meine Tochter zum Flughafen nach Berlin fahren. Sie macht ne Dienstreise nach Köln..... Pah, irgendwas muß ich falsch gemacht haben... ;o)

Mittwoch, 3. September 2008

Tapering - na ja, ein bischen wenigstens

Gestern habe ich noch ein letztes Mal meinen Blitz gesattelt, 35 leicht hüglige Kilometer, in der Summe nicht sehr schnell, nur ein 26er Schnitt - aber immer wieder mal kurze und heftige Antritte dazwischen.

Also ein letztes Mal bedeutet natürlich nur vor dem nächsten Wettkampf - meinem Triathlon-Saisonabschluß. Nun werd ich ein bischen tapern, also ein bischen nur, heute noch mal ein paar kurze Laufintervalle, morgen dann mal ein bischen Rollenintervalle und am Freitag in die Schwimmhalle.

Ich freu mich auf Hannover, wenngleich ich denke, daß die Form nicht so gut ist - ich hab wohl zu wenig intensiv trainiert. Der Urlaub, das waren zwar jeden Tag auch 60-90 Radkilometer, aber eben in sehr moderatem Tempo und mit vielen Pausen. Dann die ganzen Partys der letzten Wochen... Na ja, es ist eben der Saisonabschluß und da wollte ich mir nochmal was Besonderes gönnen. Deshalb Hannover.

Ein kleiner Blick in die Zukunft vielleicht noch, was kommt nach dem letzten Triathlon in diesem Jahr? Ein Blick in die Spalte rechts verrät es ja eigentlich, noch zwei Duathlons, wobei die größte Herausforderung wohl darin besteht, nach dem Duathlon am 13. September nach Bernau zu düsen, und an der 24StundenStaffel teilzunehmen.... Das wird wohl ein harter Brocken...

Dann werde ich mein Laufpensum etwas erhöhen und das Schwimmen für einen Monat ruhen lassen. Ins Schwimmbad gehts trotzdem - in die Sauna :o)

Nach dem letzten Duathlon am 3. Oktober wird 3 Tage gefaulenzt, dann steige ich in einen Marathon-Trainingsplan für Triathleten ein. Dabei werden alle 3 Disziplinen berücksichtigt. Höhepunkt des Planes: Bertlich-Marathon am 30. November - aaaaber - den laufe ich nur, wenn ich mir sicher bin, eine neue Bestzeit ohne Kotzgrenzenerweiterung zu schaffen. Sonst werde ich des Spaßes wegen auch nach Bertlich fahren - aber dann vielleicht nur für nen Halben... oder so! Schaun wir mal!

Dienstag, 2. September 2008

Wasser von Oben und von Unten

Gestern kam also Torsten wie versprochen und natürlich, wie erwartet, wollte er irgendwas um die 15 Kilometer laufen. Ich hatte diesmal meinen Lieblingswald inkl. eines Teilstücks Schlaubetal ausgesucht. Nach etwa 5 Kilometern kam eine große, fette, schwarze Wolke direkt auf uns zu.

Aufgrund der Schwüle befürchteten wir schon ein Gewitter, mußten uns nun entscheiden, ob wir direkt hineinlaufen, oder lieber nach rechts in eine andere, landschaftlich weniger schöne Gegend ausweichen, bei der wir bei Bedarf dann auch den Telefonjoker zücken können. Im Schlaubetal sind wir dann nämlich für 5 Kilometer dem Wetter schutzlos ausgesetzt, mit dem Auto ist das Gebiet auch nicht erreichbar.

Na ja - no Risk, no Fun, also kopfüber ins Schlaubetal. Es hat viel Laune gemacht, irgendwann ging dann der ganze Regen auf uns nieder, glücklicherweise ohne Gewitter, wir waren so richtig schön sacknass. Nach 1:40 und 17 Kilometern war`n wir dann zurück.

Heute morgen dann um 5 Uhr klingelt der Wecker - brrrr, es ist noch dunkel draußen. Das hatte ich gar nicht bemerkt, da ich noch Urlaub hatte. Als ich aus dem Haus trete, weht mir ein herbstliches Lüftchen entgegen, das Auto ist nass vom Tau der Nacht - es ist nicht zu verkennen, der Sommer neigt sich dem Ende. Und deshalb kommt mir heute morgen, aus dem warmen Kuschelbettchen heraus gleich ins Hallenbad, das Wasser auch irgendwie kälter vor, als sonst, wenn die Morgensonne schon durch die Fenster lugte. Nach 200 m bin ich aber warm, schwimme noch weitere 300, mach ein bischen Krafttraining mit Paddels und anschließend Sprints, dann noch 500 m ausschwimmen - ich bin wach, nun scheint auch die Sonne - der Tag kann kommen. Heut nachmittag will ich noch auf den Flitzer, ich hoffe, das Wetter hält.